Copilot+, RTX

Copilot+ auf RTX 30: Microsoft öffnet KI-Features für ältere GPUs

17.06.2026 - 14:44:21 | boerse-global.de

Microsoft erweitert Copilot+-Zugang: KI-Features laufen nun auch auf Nvidias RTX-30-Serie. Neue Surface-Geräte starten parallel.

Microsoft testet KI-Funktionen auf älteren Nvidia-Grafikkarten
Copilot+ - Eine Hand interagiert mit einer holografischen KI-Oberfläche, umgeben von leuchtenden Leiterplatten und einer RTX 30 GPU. 17.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der KI-Konzern testet seine neuen Funktionen erstmals auf Nvidia-GPUs der letzten Generation.

Microsoft weicht von seiner bisherigen Hardware-Strategie ab. Statt ausschließlich auf spezielle KI-Chips zu setzen, experimentiert der Konzern nun damit, Copilot+-Funktionen auf älteren Grafikkarten laufen zu lassen. Das könnte Millionen von Nutzern den Zugang zu den neuen KI-Features ermöglichen.

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KI auf der RTX 30-Serie

Seit dem 17. Juni 2026 testet Microsoft die Copilot+-Funktionen auf Nvidias GeForce RTX 30-Serie. Bislang galten Neural Processing Units (NPUs) mit mindestens 40 Billionen Operationen pro Sekunde (TOPS) als zwingende Voraussetzung. Der Test läuft über das Windows App SDK auf GitHub – Teilnehmer des Windows Insider Experimental Channel können mitmachen.

Die Hürden sind überschaubar: Nutzer müssen den Entwicklermodus aktivieren. Voraussetzung für die RTX-30-Karten ist zudem ein Arbeitsspeicher von mindestens 6 GB VRAM. Damit könnten auch Besitzer älterer Rechner in den Genuss lokaler KI-Beschleunigung kommen – ein Feature, das bisher der neuesten Hardwaregeneration vorbehalten war.

Neue Surface-Geräte mit Snapdragon

Parallel zum Test startete Microsoft am 16. Juni den Verkauf seiner neuen Flaggschiff-Geräte. Das Surface Pro (13 Zoll) und das Surface Laptop (13,8 und 15 Zoll) sind ab sofort erhältlich. Sie setzen auf den Qualcomm Snapdragon X2, dessen NPU satte 80 TOPS liefert – das Doppelte der bisherigen Mindestanforderung.

Die Preise beginnen bei 1.499 Euro für das Surface Pro und 1.599 Euro für das Surface Laptop. Die Geräte versprechen eine um bis zu 58 Prozent schnellere Grafikleistung und eine deutlich längere Akkulaufzeit: Das 13,8-Zoll-Modell soll bis zu 20 Stunden durchhalten. Geschäftskunden müssen sich bis zum 14. Juli gedulden – dann kommen die Business-Varianten auf den Markt.

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Windows-Updates optimieren KI-Integration

Microsoft hat auch auf der Software-Seite nachgelegt. Das Juni-Update KB5094126 vom 9. Juni bringt NPU-Überwachung in den Taskmanager der Versionen 24H2 und 25H2. Administratoren und Nutzer sehen nun in Echtzeit, wie stark der KI-Chip ausgelastet ist – inklusive Speicherbelegung.

Noch einen Schritt weiter geht der Insider Preview Build 26300.8687 vom 16. Juni. Er führt unter dem Namen Windows K2 ein vereinheitlichtes Update-System ein. Sicherheitspatches, Treiber, Firmware und .NET-Updates werden künftig in einem Paket gebündelt. Der Clou: Statt mehrfach neu starten zu müssen, reicht ein einziger Reboot.

Die Software-Änderungen umfassen zudem eine verbesserte Suche mit Rechtschreibkorrektur sowie Anpassungen von Taskleiste und Datei-Explorer. Ziel ist ein runderes Nutzererlebnis, während die KI immer tiefer ins Betriebssystem einzieht.

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