Copilot, Hochschulen

Copilot an Hochschulen: Kostenlos im Chat, 20 Dollar für Office-Integration

Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 11:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Indiana State University stellt Copilot Chat kostenlos bereit, während Bürointegrationen kostenpflichtig bleiben und Sicherheitsregeln gelten.

Indiana State University öffnet Microsoft Copilot für den Campus
Ein moderner, minimalistischer Bibliotheksraum an einer Universität mit leeren Schreibtischen und hellem Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Die Indiana State University stellt Microsoft Copilot Chat ab sofort allen Fakultätsmitgliedern, Beschäftigten und Studierenden kostenfrei zur Verfügung.

Der KI-Assistent wird direkt in die bestehende Umgebung von Microsoft 365 integriert, wie aus einem Bericht vom 22. September 2026 hervorgeht. Damit öffnet die Hochschule generative KI für den gesamten Campusbetrieb, setzt für tiefergehende Anwendungen in Büroprogrammen jedoch auf klare Hürden und zusätzliche Lizenzen.

Zweistufiges Modell für Büroanwendungen

Während der grundlegende Chat-Zugang ohne Gebühren für die Universitätsgemeinschaft freigeschaltet wird, unterscheidet die IT-Verwaltung der Hochschule strikt zwischen der webbasierten Assistenz und einer direkten Einbindung in Bürosoftware. Für die Integration von Copilot in Outlook, Word, Excel, PowerPoint sowie Teams wird eine gesonderte Lizenz für Microsoft 365 Copilot benötigt.

Diese Lizenzen vergibt das Office of Information Technology der Hochschule gegen eine Gebühr von rund 20 US-Dollar pro Monat. Der Bezug ist an Voraussetzungen geknüpft: Interessierte Universitätsangehörige benötigen vorab die Genehmigung durch ihre jeweiligen Vorgesetzten und müssen eine Pflichtschulung absolvieren, bevor die Lizenz zugeteilt wird.

Neue Sicherheitsstandards im Bildungsbereich

Der Schritt an der Hochschule fällt in eine phase, in der Bildungsanbieter und Technologiekonzerne verstärkt verbindliche Rahmenbedingungen für den Einsatz generativer Werkzeuge aushandeln.

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Am 7. September 2026 unterzeichneten Microsoft und die durch die Bildungsgewerkschaft AFT vertretene National Academy for AI Instruction einen rechtlich bindenden Standard für KI-Sicherheit und Datenschutz an Schulen. Laut Brad Smith gilt dieser Standard ab dem 1. November 2026 für sämtliche Schulverträge des Softwarekonzerns.

Mit dem Inkrafttreten am 1. November 2026 wird es Microsoft untersagt, geschützte Daten aus Schulen für das Modelltraining, Fine-Tuning, Benchmarking oder die allgemeine Modellverbesserung zu verwenden. Dieses Verbot erstreckt sich auch auf de-identifizierte, abgeleitete sowie synthetische Daten.

Strengere Vorgaben für Vorfälle und Löschfristen

Die vertraglichen Vereinbarungen verlangen von Microsoft zudem eine Meldung bestätigter oder vermuteter Datenschutzvorfälle innerhalb von 72 Stunden. Nach einem verifizierten Antrag müssen Daten binnen 180 Tagen aus aktiven Systemen sowie innerhalb derselben Frist aus Sicherheitskopien gelöscht werden.

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Für zugriffsberechtigte Konten ist eine Multi-Faktor-Authentifizierung vorgeschrieben, ergänzt durch jährliche Penetrationstests und vertraglich gebundene Subprozessoren. Zudem bleiben agentische Funktionen für Schülerinnen und Schüler standardmäßig abgeschaltet.

Eine Zertifizierung nach der Norm ISO 42001 für die Bildungsprodukte des KI-Anbieters steht bei Microsoft unterdessen noch aus; als Zieltermin wird der 31. Dezember 2027 angestrebt. Die Zertifizierung FedRAMP Moderate ist für diese Angebote bislang nicht verfügbar.

Mit der geregelten Einführung versucht die Indiana State University, Studierenden und Lehrenden moderne Arbeitsmittel bereitzustellen und gleichzeitig administrative Kontrolle über Schulungsstand und Kosten zu wahren.

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