Coop, Szeged

Coop Szeged eröffnet Ungarns ersten personallosen Supermarkt: 6.000 Produkte

Veröffentlicht am: 02.10.2026 um 22:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Ein neuer Standort in Szeged verbindet digitalen Zutritt und Selbstbedienung mit Fernbetreuung; Tests zeigten höhere Warenkörbe und Zusatzumsatz.

Coop Szeged eröffnet Ungarns ersten personallosen Supermarkt
Ein moderner, heller Supermarkt mit ordentlichen Regalen und breiten Gängen ohne Personen. Illustration mit AI erstellt.

Der ungarische Lebensmitteleinzelhandel erprobt neue Wege bei der Automatisierung von Verkaufsflächen. Das Handelsunternehmen Coop Szeged hat am Temesvári-Boulevard in Szeged den ersten personallosen Supermarkt des Landes in Betrieb genommen.

Die Verkaufsstelle umfasst eine Fläche von 470 Quadratmetern und führt ein Sortiment von über 6.000 Produkten. Mit diesem Schritt setzt das Unternehmen auf ein Modell, das Kundschaft auch abseits der regulären Öffnungszeiten den Einkauf ermöglichen soll.

Digitale Zugangssteuerung und automatisierte Überwachung

Außerhalb der regulären Öffnungszeiten setzt der Standort auf eine vollständig digitale Abwicklung. Wie das Portal dailynewshungary.com in einem Bericht vom 1. Oktober 2026 darlegt, erfolgt der Einlass in das Gebäude über einen QR-Code, der über die Anwendung 247 Shop-App generiert wird. Im Innenbereich stehen Selbstbedienungskassen für den Bezahlvorgang bereit.

Zur Gewährleistung von Sicherheit und reibungslosen Abläufen kombiniert das Konzept technische und personelle Fernunterstützung. Die Filiale wird durch eine auf künstlicher Intelligenz basierende Kameraüberwachung gesichert. Zudem stehen Fernbetreuer zur Verfügung, um Kundinnen und Kunden bei technischen Problemen oder Fragen während des Einkaufs zu unterstützen.

Wirtschaftliche Kennzahlen aus dem Hybridbetrieb

Der Eröffnung der neuen Filiale ging der Testlauf eines hybriden Vorgängermodells voraus, bei dem Coop Szeged bereits Erfahrungen mit personalfreien Betriebszeiten sammeln konnte. Die dabei erhobenen Kennzahlen wiesen deutliche Veränderungen im Einkaufsverhalten auf. Nach Angaben des Unternehmens lag der durchschnittliche Warenkorbwert in den personalfreien Phasen um rund 22 Prozent höher als zu den herkömmlichen Verkaufszeiten mit Personal.

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Während in DACH noch über Schließungen ländlicher Filialen diskutiert wird, zeigt ein 470-Quadratmeter-Standort in Szeged, dass automatisierte Zugänge und Selbstbedienungskassen den Betrieb auch ohne Personal tragen. Wer jetzt die Kennzahlen hinter dem Modell kennt, kann den Rollout für eigene Standorte vorbereiten, bevor der Wettbewerb die Randzeiten besetzt. Kostenlosen Expansion-Report anfordern

Zudem wirkte sich die Ausweitung der Betriebszeiten messbar auf das Gesamtergebnis aus. Laut Coop Szeged erbrachte der durchgehende 24-Stunden-Betrieb des hybriden Vorgängergeschäfts einen zusätzlichen Umsatz in Höhe von 23,61 Prozent. Die kontinuierliche Verfügbarkeit des Angebots erschloss zusätzliche Kundengruppen und Kaufgelegenheiten, insbesondere in den Randzeiten.

Potenziale für die Nahversorgung in ländlichen Regionen

Angesichts dieser Erfahrungen sieht die Unternehmensführung Potenzial für einen weiteren Rollout des Konzepts. János Kelemen, Geschäftsführer von Coop Szeged, erwartet laut dem Bericht vom 1. Oktober 2026 eine zunehmende Verbreitung des Hybridmodells. Aus seiner Sicht eignet sich das Zusammenspiel aus regulären Öffnungszeiten und automatisierten Phasen nicht nur für urbane Lagen wie Szeged, sondern ausdrücklich auch für kleinere Ortschaften.

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Der Fachkräftemangel macht personalgeführte Filialen in kleineren Orten zunehmend unwirtschaftlich — genau dort setzt das Hybridmodell an: reguläre Öffnungszeiten plus automatisierte Phasen mit QR-Zutritt und KI-Überwachung. Der Report zeigt, welche technischen und kaufmännischen Stellschrauben Sie vor dem ersten Testlauf prüfen sollten. Rollout-Checkliste jetzt sichern

Gerade in ländlichen Gebieten, in denen rein personalgeführte Filialen aufgrund von Fachkräftemangel oder geringerer Kundenfrequenz vor wirtschaftlichen Herausforderungen stehen, könnten automatisierte Zugänge und Kassenlösungen die Grundversorgung sichern. Die Kombination aus App-basiertem Zutritt und KI-gestützter Überwachung könnte somit als Vorlage für künftige Vertriebsstrukturen im ungarischen Einzelhandel dienen.

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