Computer-Use Agents: Copilot Studio startet autonome Software-Bedienung
27.05.2026 - 14:30:37 | boerse-global.de
Der US-Konzern rüstet seine KI massiv auf: Copilot Notebooks wird zum Multifunktionstool für den gesamten Microsoft-365-Kosmos.
Mit einem umfangreichen Update im Mai 2026 treibt Microsoft die Integration seiner Künstlichen Intelligenz in den Arbeitsalltag voran. Copilot Notebooks soll sich vom einfachen Chat-Interface zur zentralen Schaltstelle für Projektplanung und Datenanalyse entwickeln. Die Neuerungen erlauben es, Inhalte aus unterschiedlichsten Quellen zu synchronisieren – von Teams-Meetings über Webseiten bis hin zu internen Dokumenten.
Da Microsoft das Betriebssystem immer stärker mit KI-Funktionen verzahnt, wird ein sicherer Umgang mit der Software für Nutzer wichtiger denn je. Dieser kostenlose Expertenreport zeigt Ihnen, wie der Umstieg auf das neue System ohne Risiko und Datenverlust gelingt. Windows 11 Starterpaket jetzt kostenlos anfordern
Tiefere Verzahnung mit OneNote
Ein Schwerpunkt der Aktualisierung liegt auf der engeren Anbindung an Microsoft OneNote. Sumit Chauhan, Executive Vice President bei Microsoft, betonte, dass die Notebook-Erfahrung nun zunehmend in OneNote verankert sei. Die Synchronisation zwischen der Copilot-App und der klassischen Notizplattform laufe nahtlos. Chats, erstellte Inhalte und Referenzen erscheinen in einem einheitlichen Arbeitsbereich – der Wechsel zwischen KI-gestütztem Entwurf und manueller Organisation erfolgt ohne Kontextverlust.
Die Referenzmöglichkeiten wurden ebenfalls erweitert. Nutzer des „Frontier“-Release-Zyklus können Copilot nun direkt aus Microsoft Teams-Meetings und von bestimmten Web-URLs Daten ziehen lassen. Die Unterstützung von Outlook-E-Mails als Referenzquelle soll in Kürze folgen. Ziel ist es, Informationen aus verschiedenen Kommunikationskanälen in einer strukturierten Projektansicht zu bündeln.
Auch die mobile Produktivität profitiert: Die OneNote-App für das iPhone hat die allgemeine Verfügbarkeit ihrer neuen KI-Notizfunktionen erreicht. Nutzer können Live-Audio, Bilder und getippte Notizen in einer einzigen Sitzung erfassen. Copilot verarbeitet diese multimodal erfassten Daten und erstellt automatisch eine strukturierte Notebook-Seite – ideal für Besprechungen vor Ort oder Baustellenbesuche.
Vom Notizbuch zur Excel-Tabelle
Die wohl bedeutendste technische Neuerung ist die Fähigkeit von Copilot, funktionsfähige Excel-Tabellen aus Notebook-Inhalten zu generieren. Diese Funktion steht zunächst Frontier-Nutzern zur Verfügung. Die KI extrahiert Zahlen oder strukturierte Listen aus einem Projektnotizbuch und formatiert sie in eine herunterladbare Excel-Datei. Die Generation von Infografiken direkt aus den Notebooks befindet sich für diese Nutzergruppe bereits in der Entwicklung.
Microsoft reagiert mit diesen Neuerungen auch auf Nutzerkritik. Nachdem ein schwebender Copilot-Aktionsbutton in Programmen wie Word und Excel als störend empvunden wurde, rollt der Konzern seit Ende Mai 2026 ein Update aus, das diesen Button optional macht. Anwender können die Copilot-Oberfläche nun wieder in das traditionelle Ribbon-Menü verschieben.
Windows 11 als „KI-Betriebssystem“
Microsoft treibt die Vision eines Betriebssystems voran, in dem Intelligenz tief in die Arbeitsabläufe eingebettet ist. In einem im Mai 2026 veröffentlichten E-Book argumentiert der Konzern, dass die höchste Rendite für Unternehmen nicht aus zusätzlichen KI-Tools resultiert, sondern aus der Integration der KI in bestehende Prozesse.
Konkret bedeutet das: Die Funktion „Ask Copilot“ wird Mitte 2026 in die Taskleiste und das Startmenü von Windows 11 Einzug halten. Diese Integration richtet sich an Enterprise-Kunden der „Frontier Firms“. Eine „Click to Do“-Funktion soll es Copilot+-PCs ermöglichen, Bildschirminhalte – Bilder und Text – direkt in Excel-Tabellen zu verwandeln.
Einen weiteren Schritt in Richtung Autonomie gingen die „Computer-Use Agents“ von Microsoft Copilot Studio, die am 13. Mai 2026 die allgemeine Verfügbarkeit erreichten. Diese Agenten bedienen jede Software mit grafischer Benutzeroberfläche, indem sie wie ein menschlicher Nutzer klicken, tippen und durch Menüs navigieren. Die Enterprise-Version bietet Integrationen mit Azure Key Vault, Purview-Prüfprotokolle und Unterstützung für Windows 365 Cloud-PCs. Die Kosten: fünf Copilot-Credits pro Schritt, umgerechnet etwa vier Cent pro Aktion.
Wettbewerb schläft nicht
Microsofts Innovationsgeschwindigkeit ist beachtlich – doch die Konkurrenz bleibt nicht untätig. OpenAI hat im Mai 2026 die Integration von ChatGPT in Microsoft PowerPoint bekannt gegeben. Die Beta-Phase erlaubt es Nutzern, Präsentationen per Sprachbefehl oder mit Inhalten aus verbundenen Diensten wie Gmail und SharePoint zu generieren. Anders als manche Enterprise-Funktionen steht diese Integration auch Nutzern kostenloser und Business-Tarife offen.
Während die KI-Integrationen in Office-Programme immer komplexer werden, suchen viele Anwender nach einfachen Wegen, die neue Technik im Alltag zu nutzen. Dieser Gratis-Report zeigt Ihnen mit fertigen Anleitungen, wie Sie Tools wie ChatGPT ohne Vorkenntnisse für Ihre Organisation und Zeitersparnis einsetzen. ChatGPT-Alltagshelfer als PDF-Report kostenlos herunterladen
Google wiederum hat einen lange kritisierten Schwachpunkt seines NotebookLM behoben: Seit Mai 2026 synchronisiert das Tool Google Drive automatisch. Bislang mussten Nutzer geänderte Quelldokumente manuell neu hochladen. Das neue System aktualisiert Quellen im Hintergrund und respektiert bestehende Dateiberechtigungen. Wird der Zugriff auf ein Dokument entzogen, wird die Quelle automatisch im Notebook gesperrt.
Die hohe Nachfrage nach solchen automatisierten Lösungen untermauert Microsoft mit internen Studien: 80 Prozent der Angestellten fühlten sich demnach überlastet, 82 Prozent der Führungskräfte planen den Einsatz von KI-Agenten zur Entlastung.
Ausblick: Der Agent als neuer Kollege
Mit dem für Mitte 2026 geplanten Start der KI-Integration in der Taskleiste rückt das Konzept des „agentischen“ Arbeitens in den Fokus. Copilot soll nicht länger nur Texte zusammenfassen, sondern als Forscher oder Analyst eigenständig mehrstufige Prozesse über verschiedene Dateiformate und Anwendungen hinweg steuern.
Die kommenden „Researcher“- und „Analyst“-Agenten versprechen tiefgehende mehrstufige Recherchen beziehungsweise Python-basierte Berechnungen. In Kombination mit der „Memory“-Funktion, die Kontext über mehrere Sitzungen hinweg speichert, soll Copilot die spezifischen Arbeitsmuster von Einzelpersonen und Organisationen verstehen. Während diese Funktionen derzeit von Frontier-Nutzern getestet werden, dürfte ihr breiter Rollout im Laufe des Jahres neue Maßstäbe für die Datenverarbeitung im Windows-Ökosystem setzen.
So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!
Für. Immer. Kostenlos.
