COMO-Studie, Soziale

COMO-Studie: Soziale Herkunft prägt Fitness und Wohlbefinden von Kindern

Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 19:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die COMO-Studie dokumentiert anhaltende psychische Belastungen von 2023 bis 2025 und zeigt: Soziale Herkunft hängt mit Sport, Fitness und Wohlbefinden zusammen.

COMO-Studie: Psychische Belastungen bei Jugendlichen bleiben hoch
Ein leerer, öffentlicher Sportplatz in einem Park an einem bewölkten Tag. Illustration mit AI erstellt.

Ein bundesweiter Forschungsverbund hat die Ergebnisse der großangelegten COMO-Studie vorgestellt. Das von 2023 bis 2026 digital durchgeführte Forschungsprojekt untersuchte die langfristigen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf das Bewegungsverhalten sowie die physische und psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland.

Die Verbundleitung des Projekts lag beim Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Neben dem KIT waren das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), die Pädagogische Hochschule Karlsruhe, die Universität Konstanz sowie die Ruhr-Universität Bochum an der wissenschaftlichen Untersuchung beteiligt. Das Vorhaben war Teil der BMFTR-Förderlinie zu den gesellschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie.

Anhaltende Belastungen und Einfluss des sozioökonomischen Status

Wie aus den Studiendaten hervorgeht, blieben die psychischen Belastungen unter Heranwachsenden über einen längeren Zeitraum auf einem hohen Niveau. Dies betraf die gesamten Erhebungsjahre 2023, 2024 und 2025. Gleichzeitig liefert die Erhebung detaillierte Einblicke in die sportliche Aktivität im Nachgang der pandemiebedingten Einschränkungen. Demnach treiben knapp zwei Drittel der Kinder und Jugendlichen in Deutschland Sport in einem Verein.

Allerdings verdeutlichen die Ergebnisse der Untersuchung eine deutliche soziale Schieflage: Das familiäre Umfeld wirkt sich spürbar auf das Wohlbefinden und die körperliche Verfassung aus.

Kinder und Jugendliche aus Familien mit einem niedrigen sozioökonomischen Status sind den Erhebungen zufolge seltener sportlich aktiv und weisen eine geringere Fitness auf als Gleichaltrige aus bessergestellten Haushalten. Zudem verzeichnet diese Gruppe ein erhöhtes Risiko für psychische Auffälligkeiten.

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Umfangreiche digitale Erhebungsphasen

Die Datengrundlage der Studie stützt sich auf eine Stichprobe von 4- bis 17-Jährigen aus insgesamt 171 Gemeinden in ganz Deutschland. Das Forschungsdesign kombinierte Befragungen von Familien mit innovativen digitalen Erhebungsmethoden über mehrere Phasen hinweg.

Die erste Befragungsrunde fand im Zeitraum von Oktober 2023 bis Februar 2024 statt, an der über 6.000 Familien teilnahmen. In einer zweiten Welle zwischen November 2024 und Februar 2025 beteiligten sich knapp 3.000 Familien. Eine dritte Befragungsphase erstreckte sich über den Zeitraum 2025 bis 2026.

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Ergänzend zu den klassischen Fragebögen setzten die beteiligten Forschungsinstitute auf sensor- und appgestützte Verfahren. So nahmen über 1.600 Kinder an einer digitalen Motorik- und Fitnesstestung namens DigiMot teil.

An einer weiteren Smartphone-Erhebung zur Erfassung des alltäglichen Verhaltens beteiligten sich über 100 Personen. Die digitale Ausrichtung des Projekts ermöglichte es den Wissenschaftlern, Verhaltensmuster und Gesundheitsdaten im Alltag der Heranwachsenden über mehrere Jahre hinweg kontinuierlich nachzuverfolgen.

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