Cola und Apfelschorle: So viel Zucker steckt in einem Liter Getränk
Veröffentlicht am: 08.10.2026 um 18:14 Uhr | Redaktion boerse-global.de
An der Hans-Scholl-Realschule in Weiden startete ein zweijähriges Präventionsprogramm mit einem Aktionstag rund um Bewegung und eine ausgewogene Ernährung.
Wie oberpfalzecho.de in einem Bericht vom 8. Oktober 2026 darlegte, nahmen rund 120 Jungen der siebten und achten Klassen an der Auftaktveranstaltung des sogenannten Gorilla-Programms teil. Etwa 30 Teammitglieder gestalteten Sportworkshops, um den Schülern praxisnahe Impulse für einen gesunden Lebensstil zu vermitteln.
Das Gorilla-Programm an bayerischen Schulen
Die Hans-Scholl-Realschule Weiden zählt zu den zehn ausgewählten Schulen in Bayern, an denen das Projekt umgesetzt wird. Insgesamt sollen im Rahmen der Initiative bayernweit rund 1.200 Jugendliche erreicht werden. Unterstützt wird das Vorhaben von der SBK Siemens-Betriebskrankenkasse sowie der Anton-und-Petra-Ehrmann-Stiftung. Das Gorilla-Programm entstand ursprünglich 2010 in der Schweiz und wurde 2015 auf Deutschland ausgeweitet.
Praxisnahe Ernährungsbildung und Aufklärung
Ernährungsbildung an Schulen setzt zunehmend auf praktische Erfahrungen und gezielte Aufklärung. Am 24. September 2026 eröffnete die Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung Haslach eine neue Lehrküche als modernen Lern- und Arbeitsbereich. Dort erproben Schülerinnen, Schüler sowie Teilnehmende praktische Fertigkeiten und lernen den bewussten Umgang mit Lebensmitteln, Geschmack und Genuss.
Wie groß der Aufklärungsbedarf im Bereich Ernährung ist, zeigen auch regionale Initiativen zur Zahngesundheit. Laut einem Bericht von stelle-aktuell.de vom 8. Oktober 2026 veranstaltete der Jugendzahnärztliche Dienst des Landkreises Harburg einen Aktionstag an der Waldschule, an dem Viertklässler spielerisch über Zahngesundheit informiert wurden.
Im Fokus stand dabei unter anderem der Zuckergehalt von Getränken: Ein Liter Cola enthält der Aktion zufolge 35 Stück Würfelzucker, während ein Liter Apfelschorle auf 22 Stück kommt. Im vorangegangenen Schuljahr untersuchte der Dienst mehr als 19.000 Kinder. Dabei wiesen rund 83 Prozent der Kindergartenkinder und 62 Prozent der Grundschulkinder naturgesunde Zähne auf.
Behandelte Zähne wurden bei 6 Prozent der Kindergarten- und 23 Prozent der Grundschulkinder dokumentiert, während etwa 10 Prozent der Kindergartenkinder und 15 Prozent der Grundschüler akut erkrankte Zähne hatten. Mehr als 21.000 Kinder wurden über Zahngesundheit informiert und übten das Zähneputzen.
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Internationale Konzepte und wissenschaftliche Erkenntnisse
Auch auf internationaler Ebene wird an Konzepten zur frühen Ernährungsbildung gearbeitet. Wie theleader.info am 7. Oktober 2026 berichtete, kündigte die Gesundheits- und Bildungsabteilung der spanischen Gemeinde Orihuela die Kampagne „Wir sind, was wir essen“ für Erstklässler an den örtlichen Grundschulen an.
Auf Basis des Buches von María Ortuño werden dabei Eigenschaften von Lebensmitteln wie Farben und Geschmacksrichtungen sowie deren Nutzen vermittelt. Die zuständige Gesundheitsrätin Irene Celdrán betonte, dass Familien das Gelernte zu Hause vertiefen sollten.
Dass praxisnahe Zugänge wie Schulgärten das Ernährungsverhalten positiv beeinflussen können, belegen aktuelle Forschungsberichte. Laut einem Bericht von News4teachers vom 7. Oktober 2026 zeigte eine Studie aus dem Jahr 2026 mit 827 Kindern im Alter von 9 bis 12 Jahren, dass Gartentage von vier bis five Stunden Autonomie, Kompetenzerleben, soziale Eingebundenheit und intrinsische Motivation förderten, während die allgemeine Schulmotivation unverändert blieb.
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In einer Untersuchung mit 24 Viertklässlern entwickelten oder verstärkten 17 Teilnehmer ihr Naturinteresse. Eine niederländische Untersuchung mit 150 Kindern im Alter von 10 bis 12 Jahren und einer Kontrollgruppe von 65 Kindern ergab zudem, dass 17 Gartenstunden über einen Zeitraum von sieben Monaten zu einer besseren Gemüseerkennung und einer höheren selbst angegebenen Vorliebe für Gemüse führten, die bei einem Teil der Kinder auch ein Jahr später noch anhielt.
Ergänzende Bewegungsprojekte an Grundschulen
Neben Ernährungseinheiten setzen Schulen regelmäßig auf flankierende Bewegungselemente. Am 5. Oktober 2026 beteiligten sich einige Viertklässler der Josefschule Emmeln am Präventionsprojekt „Skipping Hearts“ der Deutschen Herzstiftung. Unter Anleitung einer zertifizierten Workshopleiterin trainierten die Schüler Seilsprungvariationen einzeln und in Gruppen, bevor sie das Gelernte vor Eltern und den Jahrgangsstufen 3 und 4 vorführten.
