Coinsbuy-Hack, Millionen

Coinsbuy-Hack: 8,07 Millionen Dollar aus TRON und Ethereum gestohlen

Veröffentlicht am: 11.08.2026 um 00:05 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Krypto-Börse Coinsbuy verliert 8,07 Mio. US-Dollar bei Angriff auf TRON- und Ethereum-Wallets. Kundengelder blieben unberührt, Täter verschleiern Beute über Cross-Chain-Dienste.

Coinsbuy erleidet Millionenverlust durch koordinierte Cyberattacke auf Hot Wallets
Ein dunkler Serverraum mit leuchtenden Glasfaserkabeln und digitalen Datenströmen, die eine Cyberattacke symbolisieren. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Handelsplattform Coinsbuy ist am vergangenen Wochenende Opfer einer koordinierten Cyberattacke geworden, bei der digitale Vermögenswerte im Gesamtwert von 8,07 Mio. US-Dollar entwendet wurden. Der Angriff zielte spezifisch auf Hot Wallets in den Netzwerken TRON und Ethereum ab. Ersten Analysen zufolge gelang es den Tätern, einen Großteil der Beute bereits zu verarbeiten und zu verschleiern, bevor der Vorfall öffentlich bekannt wurde.

Gezieltes Vorgehen gegen TRON- und Ethereum-Bestände

Nach dem derzeitigen Kenntnisstand begann der Angriff mit einer scheinbar unauffälligen Test-Transaktion in Höhe von lediglich 5 USDT. Unmittelbar darauf leiteten die Angreifer die Hauptphase der Operation ein. Dabei wurden insgesamt 6,04 Mio. USDT aus acht verschiedenen TRON-Wallets abgezogen. Parallel dazu waren drei Ethereum-Wallets der Börse betroffen, aus denen die Täter 1,89 Mio. USDT sowie 77 ETH entwendeten.

Forensische Analysen deuten darauf hin, dass die Tat auf einen einzelnen Akteur zurückzuführen ist. Der exakte Angriffsvektor, über den sich der Zugriff auf die Wallets verschafft wurde, bleibt bislang jedoch ungeklärt. Das Unternehmen hat bisher keine offizielle Stellungnahme zum technischen Hergang des Vorfalls veröffentlicht.

Verschleierung über Cross-Chain-Protokolle

Um die Herkunft der illegal erlangten Mittel zu verschleiern, nutzten die Angreifer komplexe Austausch- und Transfermethoden. Die gestohlenen Gelder wurden unter anderem über den Aggregator 1inch in 981,1 ETH getauscht. Ein signifikanter Teil der Beute, etwa 79 Prozent der Gelder, wurde anschließend über den Dienst FixedFloat geleitet.

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Zudem bewegte der Akteur die Vermögenswerte über mehrere Kryptobörsen, um die Transaktionspfade zu fragmentieren. Trotz dieser Bemühungen gab es erste Teilerfolge bei der Sicherstellung von Geldern. Die Plattform ChangeNOW reagierte auf den Vorfall und fror 150 ETH im ungefähren Gegenwert von 288.000 US-Dollar ein. Weitere 282 ETH im Wert von rund 542.000 US-Dollar blieben auf den beobachteten Adressen zunächst unberührt.

Kundengelder laut Unternehmen nicht betroffen

Coinsbuy reagierte zeitnah auf die Entdeckung des Abflusses und füllte die betroffenen Wallets innerhalb von 24 Stunden wieder auf, darunter Beträge in Höhe von 3,93 Mio. USDT. Das Unternehmen betonte in diesem Zusammenhang, dass die Verluste vollständig aus eigenen Reserven gedeckt wurden. Kundengelder seien zu keinem Zeitpunkt von dem Vorfall betroffen gewesen.

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Branchenexperten sehen in dem Vorfall eine Bestätigung für anhaltende Sicherheitsrisiken im Bereich von Cross-Chain-Transaktionen. Zudem verdeutliche der Fall die Risiken, die von Plattformen ohne strenge Identitätsprüfungsverfahren (Know Your Customer, KYC) ausgehen können, da diese häufig von Angreifern zur schnellen Liquidation gestohlener Bestände genutzt werden. Die forensischen Untersuchungen dauern an, während die Krypto-Börse versucht, die Sicherheitslücken in ihrer Infrastruktur zu schließen.

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