Coinbase, MassPay

Coinbase und MassPay: Stablecoins sparen 40–70% bei Überweisungen

12.06.2026 - 21:41:08 | boerse-global.de

Stablecoins entwickeln sich zum dominanten Zahlungsmittel im Firmenkundengeschäft. Das B2B-Volumen stieg innerhalb eines Jahres um über 700 Prozent.

Stablecoins erobern Geschäftswelt: B2B-Zahlungen boomen
Coinbase - Global professionals collaborating virtually, with digital interfaces displaying stablecoin transactions and data visualizations, symbolizing cross-border settlements. 12.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Stablecoins wandeln sich rasant – von der Nischenanlage zum Rückgrat internationaler Geschäftsabläufe.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Rund 390 Milliarden US-Dollar an Stablecoin-Zahlungen wurden 2025 abgewickelt, fast 60 Prozent davon im Geschäftskundenbereich. Das berichtet die Analyseplattform Paybis. Der Anteil der B2B-Transaktionen stieg demnach von 36 Prozent im Jahr 2023 auf beeindruckende 98 Prozent Anfang 2026 – ein Wachstum von 733 Prozent innerhalb eines Jahres.

Milliardenmarkt Gehaltsabrechnung

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Besonders dynamisch entwickelt sich der Einsatz von Stablecoins für Lohn- und Gehaltszahlungen. Die Hybrid-Payroll-Plattform Rise meldete im Juni 2026, dass sie bereits Ende 2025 die Milliardengrenze an abgewickeltem Volumen überschritten hatte. Rund 45 Prozent davon entfielen auf USDC-Zahlungen, unterstützt durch eine Partnerschaft mit Circle. Das Unternehmen mit SOC-2-Typ-II-Zertifizierung und FinCEN-Registrierung steht exemplarisch für den Trend zu complianten, grenzenlosen Gehaltslösungen.

Noch einen Schritt weiter geht die im Juni 2026 angekündigte Kooperation zwischen Coinbase und MassPay. Die Integration verbindet USDC-Abwicklung mit einem Auszahlungsnetzwerk, das 180 Länder abdeckt. Das Versprechen: Kosteneinsparungen von 40 bis 70 Prozent im Vergleich zu traditionellen internationalen Überweisungen. Unternehmen können in US-Dollar einzahlen und in USDC abrechnen – teure Vorfinanzierungen in verschiedenen Lokalwährungen entfallen. MassPay hatte bereits im ersten Quartal 2026 ein explosives Wachstum von 317 Prozent im Jahresvergleich verzeichnet.

Gig-Economy und Robotik als Treiber

Auch die Plattformökonomie zieht nach: Der Lieferdienst DoorDash arbeitet seit dem Frühjahr 2026 mit Stripe-Tochter Tempo zusammen, um Stablecoin-Auszahlungen für sein Marktplatz-Netzwerk in über 40 Ländern zu ermöglichen. Beteiligt sind unter anderem die Coastal Bank und ARQ. Das Ziel: schnellere und günstigere Erlöse für Händler und Auftragnehmer.

Doch die Entwicklung geht weit über menschliche Arbeitskräfte hinaus. Tether führte im Juni 2026 eine Series-C-Finanzierungsrunde von bis zu 1,4 Milliarden US-Dollar bei NEURA Robotics an. Im Fokus steht die Integration von Krypto-Wallets und Edge-AI-Laufzeitumgebungen in humanoide Roboter – für autonome Maschine-zu-Maschine-Transaktionen.

Parallel dazu hat Mastercard ein Protokoll namens „Agent Pay for Machines" (AP4M) vorgestellt. Es ermöglicht hochfrequente Transaktionen zwischen KI-Agenten, inklusive Mikrozahlungen unter einem Cent. Die Abwicklung erfolgt über öffentliche Blockchains wie Polygon, Solana und Base. Zu den Partnern zählen Coinbase und Stripe.

Banken entdecken die Blockchain

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Selbst traditionelle Finanzinstitute steigen ein. Die Schweizer Großbanken Sygnum, UBS und PostFinance testen im Juni 2026 blockchain-basierte Zahlungen auf Ethereum – mit einem auf den Schweizer Franken lautenden Stablecoin. Der Grund: institutionelle Kunden fordern eine einheitliche Infrastruktur, die Stablecoins, tokenisierte Einlagen und Geldmarktfonds gleichzeitig verarbeiten kann.

Marktteilnehmer wie Partner der Risikokapitalgesellschaft Dragonfly prognostizieren ein zehnfaches Wachstum für Stablecoins, während sie traditionelle Zahlungsschienen ersetzen. Laut McKinsey entfallen derzeit rund drei Prozent der grenzüberschreitenden Zahlungen auf Stablecoins. Coinbase-CEO Brian Armstrong bezifferte das jährliche Stablecoin-Volumen seiner Plattform im Juni 2026 auf rund eine Milliarde US-Dollar, die gesamte USDC-Zirkulation erreichte 75 Milliarden US-Dollar.

Das Unternehmen Orbital reagiert auf die wachsende Nachfrage und expandierte im Juni 2026 in die USA mit einem Standort in Miami. Das jährliche Transaktionsvolumen des Anbieters liegt bei rund zwölf Milliarden US-Dollar.

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