Cogniti, Universität

Cogniti ab sofort: Universität Sydney startet KI-Plattform auf Microsoft Marketplace

22.06.2026 - 06:47:15 | boerse-global.de

Cogniti von der University of Sydney ist ab sofort über den Microsoft Marketplace für Bildungseinrichtungen zugänglich. Das Tool ermöglicht individuell anpassbare KI-Assistenten für den Unterricht.

Uni Sydney: KI-Plattform Cogniti jetzt weltweit verfügbar
Cogniti - Students in a modern classroom interact with AI-powered holographic displays, representing advanced educational technology. 22.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Seit dem 22. Juni 2026 können Bildungseinrichtungen weltweit auf das Tool zugreifen, das Lehrkräften hilft, maßgeschneiderte KI-Assistenten für Feedback, Simulationen und komplexe Problemlösungen zu entwickeln.

Maßgeschneiderte KI für den Hörsaal

Das Besondere an Cogniti: Pädagogen können KI-Agenten bauen, die exakt auf ihre Kursinhalte zugeschnitten sind. An der University of Sydney nutzen bereits Hunderte Dozenten aus den Fachbereichen Ingenieurwesen, Naturwissenschaften und Sprachen die Plattform im Lehralltag.

Anzeige: Die University of Sydney hat ihre KI-Plattform Cogniti auf dem Microsoft Marketplace veröffentlicht – und zeigt, wie Lehrkräfte in wenigen Schritten eigene KI-Assistenten für Feedback, Simulationen und Problemlösungen bauen. In diesem kostenlosen Leitfaden erfahren Sie, wie auch Ihre Hochschule davon profitiert. Leitfaden jetzt anfordern

Auch international stößt das System auf Interesse. In Neuseeland setzen Pflegeausbilder der Institute Unitec, Manukau Institute of Technology und Toi Ohomai Institute of Technology Cogniti für spezialisierte medizinische Trainings ein. Die Anwendungen reichen von Medikamentenberechnungen über die Behandlung von Patienten mit Verschlechterungen bis hin zu Deeskalationstechniken. Konkrete Preis- und Lizenzmodelle für die globale Nutzung wurden bislang nicht veröffentlicht.

Weltweiter Schub für KI in der Bildung

Die Markteinführung von Cogniti fällt in eine Zeit, in der zahlreiche Länder den Einsatz von KI im Unterricht forcieren. In Hongkong eröffnete am 21. Juni der internationale Gipfel zum Einsatz von KI im Sprachunterricht. Dort stellte die Bildungsministerin einen neuen „Blueprint for Digital Education Development" vor, der KI für alle Schulen und Schüler vorsieht.

Israel kündigte am 11. Juni an, ab dem nächsten Schuljahr ein KI-gestütztes Englischprogramm für Mittelschüler einzuführen. Das Projekt 720 startete mit einem Pilotversuch an 28 Schulen und soll auf 180 Einrichtungen ausgeweitet werden. Das Budget: umgerechnet rund 33 Millionen Euro.

In Australien selbst erlebte das „Castlereagh Statement" zur KI in der Bildung am 21. Juni eine erste Vorstellung. Das Papier, das von über 80 Experten aus 30 Organisationen unterstützt wird, soll einen einheitlichen Weg für den KI-Einsatz an Schulen, Universitäten und Berufsbildungseinrichtungen ebnen.

Enterprise-KI auf dem Vormarsch

Der Microsoft Marketplace verzeichnet derzeit einen breiten Zustrom autonomer KI-Agenten – nicht nur im Bildungssektor. Das Unternehmen Otera hat ebenfalls seine Agenten für Unternehmensanwendungen auf der Plattform bereitgestellt. Diese modellunabhängigen Tools laufen auf Azure OpenAI, Anthropic oder Google-Systemen und werden bereits von Großkonzernen wie Allianz, Siemens und Bayer genutzt.

Die Implementierung in Unternehmen dauert in der Regel zwölf Wochen. Die Systeme erfüllen internationale Sicherheitsstandards wie SOC 2 und ISO 27001.

Anzeige: Mehr als die Hälfte der kalifornischen Dozenten sieht KI kritisch – zu Recht, wenn die Tools nicht zu den Kursinhalten passen. Mit dem Baukasten-Prinzip von Cogniti erstellen Sie KI-Assistenten, die exakt auf Ihre Lehrinhalte zugeschnitten sind. Der Leitfaden zeigt, wie das gelingt. Maßgeschneiderte KI-Assistenten jetzt starten

Widerstand aus der Lehrerschaft

Trotz des rasanten Ausrollens von Tools wie Cogniti regt sich Widerstand unter Hochschulmitarbeitern. Der California Faculty Association unterstützt derzeit einen Gesetzesentwurf, der verhindern soll, dass die California State University generative KI zur Ersetzung von Lehrkräften einsetzt.

Umfragen unter kalifornischen Dozenten zeigen: Mehr als die Hälfte glaubt, dass KI die Lehrumgebung negativ beeinflusst. Gewerkschaftsvertreter an der Sacramento State haben zudem eine Vereinbarung erzielt, dass autonome Bots nicht ohne formelle Konsultation für bestimmte Aufgaben eingesetzt werden dürfen.

de | wissenschaft | 69600501 |