Codex: KI-Agenten-Plattform knackt 5-Millionen-Nutzer-Marke
21.06.2026 - 06:57:53 | boerse-global.de
Das gab das Unternehmen Anfang Juni bekannt. Ona, früher unter dem Namen Gitpod bekannt, entwickelt sichere, dauerhafte Cloud-Umgebungen. Diese erlauben es Software-Agenten, ohne Unterbrechung in Cloud-Infrastrukturen zu arbeiten. Das Team um Ona-CEO Johannes Landgraf wird nach der Ankündigung vom 11. Juni in die Codex-Gruppe von OpenAI wechseln.
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Stabile Umgebungen für Codex-Agenten
Das Hauptziel der Übernahme: Codex-Agenten brauchen stabile Umgebungen, um komplexe Aufgaben zu erledigen und langlaufende Prozesse in Unternehmens-Clouds zu managen. Onas Technologie soll diesen Agenten zuverlässige und sichere Arbeitsräume bieten.
Die finanziellen Details des Deals blieben unter Verschluss. Der Abschluss der Integration ist für das dritte Quartal 2026 geplant – vorausgesetzt, die übliche kartellrechtliche Prüfung läuft reibungslos.
Codex wächst rasant
Die Übernahme folgt auf eine Phase explosionsartigen Wachstums für die Codex-Plattform. Aktuelle Zahlen zeigen: Codex hat die Marke von fünf Millionen wöchentlich aktiven Nutzern geknackt. Im April 2026 waren es noch drei Millionen. Ein Sprung von 65 Prozent in nur zwei Monaten – die Nachfrage nach KI-Tools für Entwickler und automatisierten Arbeitsabläufen steigt rasant.
Um diese Nutzerbasis zu stemmen, sammelte OpenAI im Frühjahr kräftig Kapital ein. Ein Finanzierungsrunde über 122 Milliarden Dollar bei einer Bewertung von 852 Milliarden Dollar wurde bestätigt. Amazon, NVIDIA und SoftBank legten kräftig mit. Das Geld fließt in Großprojekte wie das Stargate-Rechenzentrumsprogramm.
Neue Automatisierung für den Desktop
Am 18. Juni lieferte OpenAI zudem neue Funktionen für die Codex-macOS-App. Version 26.616 bringt eine "Record & Replay"-Funktion: Der Nutzer führt einen Arbeitsablauf einmal vor, die KI lernt daraus.
Das System erzeugt eine editierbare Datei namens SKILL.md. Codex kann diese Datei nutzen, um die Aufgabe eigenständig zu wiederholen. Die Technik setzt auf große Sprachmodelle statt auf klassische Robotic-Process-Automation-Koordinaten. Verfügbar ist das Tool für Abonnenten von ChatGPT Plus, Pro, Business, Enterprise und Education. Eine Einschränkung gibt es: Nutzer im Europäischen Wirtschaftsraum, Großbritannien und der Schweiz bleiben außen vor.
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Wettlauf um die Agenten-Ökosysteme
OpenAI treibt autonome Agenten voran – und das in einem Umfeld, das sich rasant verändert. Im Fokus steht das sogenannte "Loop Engineering": Entwickler entwerfen Systeme, in denen KI sich selbst anstößt und Aufgaben ohne ständige menschliche Eingriffe erledigt.
Während OpenAI mit Zukäufen wie Ona auf einen eigenen Technologie-Stack setzt, gehen andere Konzerne einen offenen Weg. Mitte Juni startete ein Bündnis aus Google, Microsoft, Salesforce und weiteren Firmen die "Agentic Resource Discovery"-Spezifikation (ARD). Dieser offene Standard, gehostet von der Linux Foundation, soll eine universelle Methode schaffen, mit der KI-Agenten Tools über verschiedene Plattformen hinweg finden und nutzen können. OpenAI und Anthropic? Fehlen auf der Unterstützerliste.
Die Konkurrenz schläft nicht: Gerüchten zufolge übernimmt OpenAI auch das KI-Hardware-Startup io des Designers Jony Ive – für knapp 6,5 Milliarden Dollar. Noch dieses Jahr sollen die ersten bildschirmlosen, kontextbewussten Geräte auf den Markt kommen.
