CMiC erhält ISO/ IEC 42001: KI-Management-System zertifiziert
Veröffentlicht am: 02.09.2026 um 12:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Softwareentwickler CMiC aus Toronto hat die Zertifizierung nach ISO/IEC 42001:2023 für sein KI-Management-System erhalten. Geprüft hat das Unternehmen Schellman – bewertet wurde unter anderem der KI-Chatbot „AL“, der in die Plattform NEXUS integriert ist.
Die Zertifizierung kommt pünktlich zur breiten Markteinführung: NEXUS startete bereits 2026 mit speziellen KI-Funktionen und wurde laut Unternehmensangaben von einem Großteil der Bestandskunden übernommen. Die Norm ISO/IEC 42001 gilt als internationaler Standard für das Management von KI-Systemen und fokussiert auf Vertrauenswürdigkeit und Transparenz.
KI erobert spezialisierte Branchenworkflows
Auch andere Anbieter erweitern ihre Bau-Software um künstliche Intelligenz. STACK Construction Technologies präsentierte mit „STACK IQ“ eine Lösung, die Preconstruction-Software mit KI-Modellen wie Claude und ChatGPT verknüpft. Über natürliche Spracheingaben lassen sich damit Mengenermittlungen, Audits und Vorschläge steuern – und das ohne Zusatzkosten für Kunden.
JobNimbus aus Lehi bringt derweil KI-Werkzeuge für die Dachdeckerbranche auf den Markt. Die Funktion „Analytics AI“ erlaubt konversationelle Abfragen aus eigenen Datenbeständen. Das CRM-System des Anbieters nutzen nach Firmenangaben über 8.000 Auftragnehmer.
Construction Clock aus Winnipeg geht einen anderen Weg: Das Unternehmen tritt künftig unter dem Namen Supercrew auf. Es trackt Arbeitskosten von über 1 Milliarde US-Dollar und sicherte sich frisches Kapital: 3,2 Millionen US-Dollar kamen von M25 und Trillick Ventures, weitere 470.000 US-Dollar für KI-Entwicklungen von Prairies Economic Development Canada.
Zeitgewinn und Fehlervermeidung als Treiber
Ein zentrales Motiv der Digitalisierung im Handwerk: weniger Zeit für Verwaltung. Checkatrade veröffentlichte dafür die kostenlose App „TradeMore“ für britische Handwerker. Rund acht Stunden pro Woche gehen laut Anbieter pro Fachkraft für administrative Aufgaben verloren.
Wer sich mit dem Einsatz spezialisierter KI-Systeme in Unternehmen befasst, muss neben der Effizienz auch die rechtlichen Rahmenbedingungen im Blick behalten. Dieser kostenlose Ratgeber klärt auf, welche KI-Anwendungen als Hochrisiko eingestuft werden und was Verantwortliche jetzt tun müssen. Umsetzungsleitfaden zum EU AI Act kostenlos herunterladen
Bei einem Stundensatz von 45 Pfund summiert sich das für einen Elektriker auf etwa 17.000 Pfund pro Jahr. Baufehler verursachen in Großbritannien jährlich Kosten von 21 Milliarden Pfund – QualiT will das mit einer Kombination aus KI und menschlicher Überwachung ändern. Das Unternehmen sieht durch seine App ein Einsparungspotenzial von 2,4 Millionen Pfund pro Stunde.
VistraTec setzt derweil auf visuelles Projektmanagement: Die Plattform VistraPM ist speziell auf Verkehrsinfrastruktur und Schedule Intelligence ausgerichtet.
Digitale Ökosysteme wachsen über das Bauwesen hinaus
Ähnliche Trends zeigen sich in angrenzenden Sektoren. Office Concierge aus Tokio veröffentlichte Balena Cloud als Nachfolger des seit 2015 bestehenden Balena DX. Das modulare System kostet als Flatrate 180.000 Yen pro Jahr.
Die zunehmende Integration von künstlicher Intelligenz in professionelle Workflows bringt neue regulatorische Pflichten und Fristen für Anbieter und Nutzer mit sich. Erhalten Sie mit diesem E-Book einen kompakten Überblick über alle Anforderungen der neuen EU-KI-Verordnung. EU AI Act in 5 Schritten verstehen
Render Networks erweitert seine KI-Plattform um das Tool „Quartermaster“, um dem steigenden Investitionsvolumen im Glasfasermarkt zu begegnen. Branchenprognosen rechnen für 2026 mit Investitionsausgaben der Hyperscaler zwischen 720 und 745 Milliarden US-Dollar.
Die Richtung stimmt: Nexus Management Solutions wurde für seine KI-gestützte Immobilienplattform ausgezeichnet, die per GIS-Mapping und intelligentem Wassermanagement versteckte Lecks identifiziert. WizCommerce bringt mit WizCRM ein System für den Großhandel mit KI-Assistenten für Vertriebsteams an den Start. Der Trend zu hochspezialisierten, KI-gestützten Management-Plattformen gewinnt an Fahrt – über allgemeine Softwarelösungen hinaus.
