Claude und ChatGPT: KI-Marken verdoppeln Akzeptanz bei Gen Z
Veröffentlicht am: 08.08.2026 um 23:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Wahrnehmung von Unternehmen im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) wandelt sich fundamental. Aktuellen Marktdaten zufolge entwickeln sich Anbieter wie Anthropic mit seinem Modell Claude sowie OpenAI zunehmend zu etablierten Konsummarken. Insbesondere in der jungen Zielgruppe der sogenannten Generation Z in den USA verzeichneten diese Unternehmen zuletzt signifikante Zuwächse in der Markenberücksichtigung.
Wie aus einer aktuellen Untersuchung des Marktforschungsinstituts YouGov hervorgeht, hat sich das Interesse an der Marke Claude innerhalb der US-Gen-Z nahezu verdoppelt. Die sogenannte Consideration – also die Wahrscheinlichkeit, dass Konsumenten eine Marke bei einer anstehenden Entscheidung in Betracht ziehen – stieg für Claude von 14,2 % auf 28,1 %. Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich bei OpenAI. Hier kletterte der Wert von 10,1 % auf 22,1 %.
ChatGPT festigt Marktposition durch deutliches Wachstum
Neben der Dachmarke OpenAI konnte auch das Kernprodukt ChatGPT seine Präsenz bei jungen US-Konsumenten massiv ausbauen. Die Marktforscher registrierten hier ein Wachstum von über 50 %. Konkret stieg die Markenberücksichtigung für ChatGPT von zuvor 16,3 % auf nun 25,4 %. Damit festigt der Chatbot seine Stellung als einer der bekanntesten KI-Dienste im privaten Sektor.
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Diese Entwicklung ordnet sich in ein allgemeines Ranking ein, in dem auch Marken aus klassischen Konsumgüterbereichen vertreten sind. Den Spitzenplatz in der Untersuchung belegte dabei Johnnie Walker. Die Marke verzeichnete einen Anstieg in der Berücksichtigung von 7,5 % auf 20,0 %. Der direkte Vergleich verdeutlicht, dass KI-Dienstleister mittlerweile ähnliche Zuwachsraten und Aufmerksamkeitswerte erzielen wie etablierte Lifestyle- und Genussmittelmarken.
Vertrauensdefizit bremst Akzeptanz von KI-Assistenten
Trotz der steigenden Markenpräsenz und des wachsenden Interesses stehen KI-Anbieter vor einer erheblichen Herausforderung im Bereich des Verbrauchervertrauens. Den Daten von YouGov zufolge liegt das allgemeine Vertrauen in KI-Assistenten in den USA derzeit bei lediglich 28 %.
Im Vergleich zu traditionellen Suchmaschinen zeigt sich eine deutliche Diskrepanz: Das Vertrauen in KI-basierte Assistenten liegt 42 Punkte unter den Werten, die für klassische Suchwerkzeuge gemessen wurden. Experten sehen hierin eine Hürde für die langfristige Bindung der Nutzer, da die steigende Bekanntheit allein noch keine verlässliche Basis für eine dauerhafte Nutzung garantiert.
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Die Ergebnisse der Untersuchung basieren auf Daten, die YouGov im zweiten Quartal 2026 erhoben hat. Sie verdeutlichen, dass generative KI den Sprung aus der technologischen Nische in den Massenmarkt der Generation Z vollzogen hat, die Anbieter jedoch weiterhin intensiv an ihrer Glaubwürdigkeit arbeiten müssen, um den Vorsprung etablierter Informationssysteme einzuholen.
