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Claude schreibt 80% des Codes: Anthropic überflügelt OpenAI

07.06.2026 - 14:16:13 | boerse-global.de

Anthropic lässt 80% seines neuen Codes von Claude schreiben. Salesforce stellt KI-bedingt Einstellungen ein, während neue Berufsbilder entstehen.

Anthropic: Über 80% des Codes stammen nun von Claude KI
Claude - A futuristic AI interface with code and data, a robotic arm near a keyboard, representing automation and efficiency. 07.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Im Mai 2026 stammten mehr als 80 Prozent des neuen Produktionscodes von Claude. Das Unternehmen feiert diesen Schritt als Meilenstein – und die Branche zieht nach.

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Ingenieure setzen auf autonome Arbeitsabläufe

Auf einer Entwicklerkonferenz in San Francisco beschrieb Boris Cherny, Chef von Claude Code bei Anthropic, den grundlegenden Wandel in der Arbeitsweise. Statt die KI manuell aufzufordern, baut er inzwischen autonome Schleifen, die Claude selbstständig steuern. „Diese Systeme werden die KI-gestützte Entwicklung für den Rest des Jahres 2026 prägen", so Cherny.

Die Zahlen untermauern den Trend. Salesforce-CEO Marc Benioff kündigte an, das Unternehmen werde im kommenden Jahr keine Software-Ingenieure mehr einstellen. Grund: eine Produktivitätssteigerung von 30 Prozent durch KI. Ein konkretes Beispiel: Ein Migrationsprojekt mit 33 API-Schnittstellen, das früher 231 Tage dauerte, erledigte Claude Code in nur 13 Tagen. Das entspricht einer 18-fachen Beschleunigung.

Der KI-Assistent für den Haushalt

Doch Claude kann mehr als nur programmieren. Whitney Stefko Dover, Direktorin und leitende Juristin bei Ford, entwickelte mit Claude ein Haushaltsmanagementsystem namens „Daily Dover". Seit dem Frühjahr scannt die KI täglich um 4 Uhr morgens Familien-E-Mails und Kalender.

Das System erstellt eine morgendliche Zusammenfassung mit Schulplänen, Kinderbetreuungszeiten, Reiseinformationen und Erinnerungen für Haushaltsaufgaben. Zusätzlich entwirft die KI zwei Textnachrichten für Familienmitglieder. Stefko Dover berichtet von deutlichen Verbesserungen im Familienalltag – die administrative Last sei spürbar gesunken.

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Rechenpower für die nächste Stufe

Um die wachsende Nachfrage nach Hochleistungsautomatisierung zu bedienen, kooperiert Anthropic mit SpaceXAI. Der Deal sichert Zugang zum Supercomputer Colossus 1 mit über 220.000 Nvidia-GPUs. Innerhalb von 30 Tagen sollen 300 Megawatt zusätzliche Kapazität bereitstehen. Bereits jetzt hat Anthropic die Nutzungslimits für seine Geschäftskunden verdoppelt, um Engpässe nach einem massiven Umsatzsprung im ersten Quartal zu beseitigen.

Die Strategie zahlt sich aus: Laut aktuellen Marktdaten hält Anthropic 34,4 Prozent des Enterprise-KI-Marktes – OpenAI kommt nur auf 18,2 Prozent. Meta-CEO Mark Zuckerberg prophezeite am Wochenende: „Autonome Agenten werden bald ganze Geschäftsabläufe steuern."

Neue Berufsbilder entstehen

Während die Automatisierung voranschreitet, verändern sich auch die Jobprofile. Box-CEO Aaron Levie schuf 13 neue KI-bezogene Stellen, darunter KI-Architekten und Business-Automation-Ingenieure. Breite Entlassungen plant das Unternehmen nicht – die neuen Rollen konzentrieren sich auf die Integration von KI in bestehende Plattformen.

Branchenexperten unterscheiden inzwischen drei Automatisierungsstufen: On-Demand-Fähigkeiten im Chat, geplante Aufgaben in Kollaborationsräumen und vollständigen Code- und API-Zugriff. Für komplexe Entscheidungen, insbesondere im Personalwesen, empfehlen sie weiterhin einen Menschen im Kreislauf.

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