Claude, Cowork

Claude Cowork & Code: Anthropic ermöglicht KI-Hintergrundarbeit

Veröffentlicht am: 03.09.2026 um 22:24 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Anthropic lässt Claude auf Macs parallel arbeiten: Die KI bedient Programme selbstständig, bleibt aber vorerst auf macOS 15 sowie Pro und Max begrenzt.

Anthropic erweitert Claude für autonome Mac-Aufgaben im Hintergrund
Ein minimalistisches, leeres Heimbüro mit einem Holztisch in hellem, natürlichem Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Am 2. September 2026 kündigte das Technologieunternehmen Anthropic eine signifikante Funktionserweiterung für seine Anwendungen Claude Cowork und Claude Code an.

Die Neuerung erlaubt es der Künstlichen Intelligenz (KI), komplexe Aufgaben auf macOS-Computern eigenständig im Hintergrund auszuführen. Damit wird eine technologische Hürde adressiert, die bisherige Automatisierungslösungen oft einschränkte: Die KI kann nun Anwendungen öffnen, navigieren, klicken und Texte tippen, ohne dass die manuelle Arbeit des Nutzers am selben Gerät unterbrochen oder blockiert wird.

Effizienzsteigerung durch parallele Aufgabenbearbeitung

Die erweiterte Computer-Use-Funktion ermöglicht es Claude, Aktionen wie Mausklicks, Tastatureingaben und das Erstellen von Screenshots auf Systemebene durchzuführen. Der entscheidende Vorteil dieser Entwicklung liegt in der Fähigkeit zur parallelen Prozessführung.

Während die KI im Hintergrund beispielsweise Daten in Tabellen einpflegt, Software-Code testet oder Recherchen in Webbrowsern durchführt, können Anwender ihre Arbeit in anderen Programmen fortsetzen.

Frühere Ansätze der Automatisierung erforderten häufig, dass die Maus und die Tastatur exklusiv von der Software gesteuert wurden, was eine gleichzeitige Nutzung durch den Menschen verhinderte.

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Laut Berichten von Branchenbeobachtern vom 3. September 2026 ist das System nun so konzipiert, dass es bei Bedarf auf das Ende einer Benutzereingabe wartet oder lediglich bei Vollbild-Aufgaben einmalig pro Sitzung um Erlaubnis bittet, bevor es aktiv wird. Eine zusätzliche Funktion namens Mobile Dispatch soll zudem die Fernsteuerung der Prozesse ermöglichen.

Technische Anforderungen und Zugriffsbeschränkungen

Die neue Funktionalität ist derzeit an spezifische technische Voraussetzungen und Abonnement-Modelle gebunden. Die Hintergrundsteuerung ist für Systeme mit dem Betriebssystem macOS 15 (Sequoia) oder neueren Versionen verfügbar.

Während die Unterstützung für Windows-Systeme in einigen Berichten als Teil einer Research Preview erwähnt wird, bleibt der vollständige Rollout für dieses Betriebssystem laut anderen Quellen noch unklar oder steht noch aus.

Der Zugang zu diesen Werkzeugen ist für Einzelabonnenten der Tarife Pro und Max vorgesehen. Unternehmenstarife wie Team- oder Enterprise-Abonnements sind von der aktuellen Einführung zunächst ausgenommen. Nutzer müssen die Funktion zudem manuell in den Einstellungen ihrer Desktop-Anwendung unter dem Bereich für allgemeine Computernutzung aktivieren, um den Modus für die volle Systemkontrolle freizuschalten.

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Sicherheitssteuerung und methodische Vorgehensweise

Bei der Ausführung von Aufgaben folgt die KI einer festgelegten Hierarchie, um die Systemressourcen effizient zu nutzen und die Sicherheit zu gewährleisten. Zunächst versucht Claude, die gestellten Aufgaben über direkte Connectors (Schnittstellen) zu lösen.

Sollte dies nicht möglich sein, greift die Anwendung auf integrierte Browser-Lösungen wie Chrome zurück. Erst wenn diese Wege nicht zum Ziel führen, wird die direkte Steuerung der Bildschirmoberfläche initiiert.

Durch diesen abgestuften Prozess wird die Interaktion mit der grafischen Benutzeroberfläche auf das notwendige Minimum reduziert. Die Einführung dieser Funktionen markiert einen weiteren Schritt im Wettbewerb der KI-Anbieter um integrierte Produktivitätslösungen.

Branchenexperten weisen darauf hin, dass ähnliche Ansätze zur Systemsteuerung bereits früher von Mitbewerbern wie OpenAI mit Projekten wie Codex verfolgt wurden, die Integration in den aktiven Arbeitsfluss im Hintergrund jedoch eine neue Stufe der Autonomie darstellt.

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