Claude-Ausfall: Anthropic-Bug legt KI-Dienste weltweit lahm
03.06.2026 - 05:30:35 | boerse-global.deBetroffen waren weltweit Nutzer des Chat-Assistenten Claude.
Der Ausfall begann in den frühen Morgenstunden des 2. Juni und erfasste sämtliche Angebote des Unternehmens: die Claude.ai-Oberfläche, die mobile App, die Entwicklerkonsole sowie die API-Schnittstelle. Auch das spezialisierte Codier-Tool fiel zeitweise aus.
Fehlerhafte Sub-Agenten verbrauchen Millionen Tokens
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Die Ursache lag in einem Bug des Claude Code Sub-Agenten-Systems. Dieser führte zu einer unkontrollierten Vervielfältigung von Teilagenten – mit drastischen Folgen. Die Token-Nutzung schoss in die Höhe, was zu einer sogenannten „State-Desynchronisation" zwischen dem System-Dashboard und der Kommandozeile führte.
Viele Nutzer der kostenpflichtigen Pro- und Max-Tarife erlebten ein böses Erwachen: Ihre Nutzungskontingente waren innerhalb weniger Minuten aufgebraucht. Anthropic räumte den „Quota-Glitch" ein und setzte die Limits für betroffene Accounts zurück, sobald der technische Fehler behoben war.
Weltweite Ausfälle und betroffene Modelle
Die Störung war global spürbar. Ab etwa 7:19 Uhr MEZ häuften sich die Fehlermeldungen. Nutzer aus Indien, Großbritannien und den USA berichteten von Zugriffsproblemen. Laut Daten von Ausfall-Tracking-Diensten betrafen rund 62 Prozent der Beschwerden die Chat-Oberfläche, weitere Probleme gab es mit der mobilen App und der Website.
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Besonders betroffen war das Opus 4.6-Modell, bei dem die Fehlerraten während des Höhepunkts der Störung massiv anstiegen. Auch Drittanbieter, die die Claude-API für ihre eigenen Anwendungen nutzen, waren von dem Ausfall betroffen.
Entwarnung am Nachmittag
Bis 13:59 Uhr MESZ am Montag hatte Anthropic einen Fix implementiert. Die meisten Systeme liefen wieder stabil. Das Unternehmen überwachte die Plattform im Laufe des Vormittags weiter, um die volle Funktionsfähigkeit sowohl im Web als auch in der mobilen Umgebung sicherzustellen.
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