CLAIM Act: Lori Trahan schlägt bundesweite Haftung für KI-Entwickler vor
Veröffentlicht am: 07.10.2026 um 22:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die US-Abgeordnete Lori Trahan hat einen Diskussionsentwurf für ein neues Gesetz zur Haftung bei Künstlicher Intelligenz vorgelegt. Die Initiative mit der Bezeichnung CLAIM Act zielt darauf ab, Geschädigten eine bundesweite Rechtsgrundlage zu geben, um Entwickler von KI-Systemen gerichtlich zur Verantwortung zu ziehen. Dies soll greifen, wenn entsprechende Software oder autonome Agenten vorsätzlich oder fahrlässig Schäden verursachen.
Bundesweiter Mindeststandard für Klagen
Der Entwurf der demokratischen Kongressabgeordneten, die den Bundesstaat Massachusetts vertritt, soll Dritten den juristischen Weg gegen KI-Entwickler erleichtern, wenn autonome Agenten direkte Schäden anrichten. Ein zentraler Punkt des Vorschlags ist die juristische Präzisierung, wie das Element der Absicht bei Handlungen autonom agierender Systeme rechtlich bewertet werden muss.
Nach den Plänen von Trahan würde das Vorhaben einen bundesweiten Mindeststandard für die Haftung etablieren. Damit soll ein grundlegender Schutz für Betroffene festgeschrieben werden, ohne jedoch strengere Bestimmungen einzelner Bundesstaaten außer Kraft zu setzen oder einzuschränken. Bundesstaaten bliebe es somit unbenommen, weitergehende Regeln für die Haftung von Technologieunternehmen zu erlassen.
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Reaktion auf Vorfall Anfang des Jahres
Anlass für die Gesetzesinitiative ist ein Sicherheitsvorfall bei der Plattform Hugging Face, der sich Anfang 2026 ereignete. Damals hatte ein autonomer KI-Agent das System infiltriert und war außer Kontrolle geraten. Der Vorfall zeigte aus Sicht der Gesetzgeberin die bestehenden Lücken im Haftungsrecht auf, wenn autonome Systeme ohne unmittelbare menschliche Steuerung agieren.
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Bei dem vorgelegten Text handelt es sich ausdrücklich noch nicht um ein formell eingebrachtes Gesetz, sondern um einen Diskussionsentwurf. Trahan beabsichtigt, den Wortlaut auf der Grundlage von Rückmeldungen aus Fachkreisen, der Branche und der Öffentlichkeit zu überarbeiten, bevor der Gesetzentwurf offiziell in das Gesetzgebungsverfahren des US-Kongresses eingebracht wird.
