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Citrix, NetScaler

Citrix NetScaler: 56 Angriffe seit 3. September registriert

Veröffentlicht am: 10.09.2026 um 16:45 Uhr | Redaktion boerse-global.de

CISA erweitert den KEV-Katalog um Schwachstellen bei mehreren Herstellern. Behörden müssen betroffene Systeme teils bis 12. September absichern.

CISA warnt vor aktiv ausgenutzten Lücken bei Microsoft und Cisco
Ein düsterer Industrieflur mit Stahlrohren an einer Betonwand, beleuchtet durch diffuses blaues Licht. Illustration mit AI erstellt.

Die US-Cybersicherheitsbehörde CISA hat mehrere aktiv ausgenutzte Schwachstellen in Produkten von Microsoft, Cisco, Citrix und Fortinet in ihren Katalog bekannter ausgenutzter Schwachstellen (Known Exploited Vulnerabilities, KEV) aufgenommen. Behörden der US-Bundesregierung (FCEB) müssen die betroffenen Systeme bis zum 12. September 2026 absichern.

Kritische Lücke in Cisco-Firewall-Management

Besonders schwer wiegt CVE-2026-20079, eine Schwachstelle mit dem Höchstwert von 10,0 auf der CVSS-Skala im Secure Firewall Management Center (FMC) von Cisco. Über die Lücke kann ein nicht authentifizierter Angreifer aus der Ferne Befehle mit Root-Rechten ausführen.

Cisco bestätigte die aktive Ausnutzung; das PSIRT-Team des Unternehmens erfuhr im August 2026 davon, Indikatoren deuten jedoch auf Angriffsaktivität bereits ab dem 23. Juli 2026 hin.

Ein Proof-of-Concept-Exploit ist seit dem 20. August 2026 öffentlich verfügbar, ein Advisory existiert bereits seit dem 4. März 2026. Workarounds gibt es nicht, betroffenen Organisationen bleibt nur das Upgrade. Betroffen sind FMC-Versionen 7.0, 7.2, 7.4, 7.6, 7.7 und 10.0.

Cisco Talos identifizierte im Zusammenhang mit der Lücke sowie mit der zusätzlichen Schwachstelle CVE-2026-20316 (hartcodierte Zugangsdaten, offengelegt am 29. Juli 2026) drei unterschiedliche Angreifer-Cluster: eine Gruppe, die Webshells und JAR-Dateien einsetzt, die mit Sandworm in Verbindung gebrachte Cyclops-Blink-Aktivität sowie eine Gruppe, die über die Lücke Qilin-Ransomware verbreitet. Cisco kündigte sofortige Hotfixes sowie ein zusätzliches Hardening-Release für die Woche ab dem 16. September 2026 an.

Citrix NetScaler seit Anfang September unter Beschuss

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Auch eine Schwachstelle in Citrix NetScaler ADC und Gateway, CVE-2026-19490 mit einem CVSS-Wert von 9,3, steht im Fokus. Citrix hatte bereits am 19. August 2026 einen Patch veröffentlicht, ein Exploit tauchte jedoch am 2. September 2026 auf GitHub auf. Seit mindestens dem 3. September 2026 wird die Lücke in freier Wildbahn ausgenutzt.

Laut CISA wurden seit diesem Datum 56 Angriffe registriert, davon allein 36 am 8. September 2026. Betroffen sind die Versionsreihen 14.1 vor 14.1-73.32 sowie 13.1 vor 13.1-63.21. Auch Behörden in Belgien und Australien mahnten Anwender zum zeitnahen Patchen. Workarounds existieren nach aktuellem Stand nicht.

Fortinet-Schwachstelle mit Hunderten infizierten Geräten

Bei Fortinet betrifft die Aufnahme in den KEV-Katalog CVE-2025-25249, eine Schwachstelle in FortiOS, FortiSwitchManager und FortiSASE mit einem CVSS-Wert von 7,3. Über die Lücke wird demnach die Schadsoftware PivotC2-RAT verbreitet.

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Nach verfügbaren Angaben sind 178 Geräte infiziert, mehr als 3.000 IP-Adressen betroffen, die Ausnutzung läuft seit Juli 2026. Fortinet hatte bereits im Januar 2026 Patches für die Versionen 7.6.4, 7.4.9, 7.2.12 und 7.0.18 bereitgestellt.

Weitere Lücken im Katalog

Zusätzlich nahm CISA Schwachstellen in Adobe Commerce/Magento (CVE-2026-75650, CVSS 10,0, aktiv ausgenutzt seit dem 4. September 2026, betrifft die Versionen 2.4.7, 2.4.8 und 2.4.9), im Windows-Update-Stack sowie in Windows ALPC (jeweils CVSS 7,8) sowie in N-able N-central (CVE-2026-86218, CVSS 10,0) auf. Für die Windows-Schwachstellen gilt eine FCEB-Frist bis zum 22. September 2026, für die übrigen Lücken bis zum 11. September 2026.

Die kurzen Fristen unterstreichen den Handlungsdruck: Für mehrere der betroffenen Systeme existieren derzeit keine Workarounds, sodass Organisationen ausschließlich über zeitnahe Updates geschützt werden können.

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de | wissenschaft | 70082244 |