Chronisches Handekzem: Welttag startet am 5. Oktober erstmals
Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 16:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Zur Steigerung des Bewusstseins für eine oft unterschätzte Hauterkrankung wurde die Einführung des World Chronic Hand Eczema Day initiiert. Am 5. Oktober 2026 findet dieser Aktionstag erstmals statt.
Die Initiative geht von Medicom Education aus und erfährt breite Unterstützung durch Patienten- und Fachorganisationen aus Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien, den USA und China. Finanziell unterstützt wird das Vorhaben durch das Unternehmen LEO Pharma.
Krankheitsbild und Verbreitung in der Arbeitswelt
Das chronische Handekzem ist eine Belastung, die weit über kurzzeitige Hautreizungen hinausgeht. Nach Definition von Medicom Education liegt die chronische Form der Erkrankung vor, wenn die Beschwerden länger als drei Monate andauern oder mindestens zweimal pro Jahr auftreten. Die Erkrankung stellt insbesondere in Berufen mit hoher Hautbelastung eine Herausforderung dar.
In entsprechenden Branchen, in denen die Hände häufig Feuchtigkeit oder chemischen Substanzen ausgesetzt sind, liegt die Betroffenenquote bei bis zu 40 %. Die hohe Prävalenz in diesen Sektoren verdeutlicht die Relevanz der Erkrankung für den Arbeitsschutz und die betriebliche Gesundheitsvorsorge.
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Ökonomische Auswirkungen durch hohe Fehlzeiten
Die wirtschaftlichen Folgen der Erkrankung sind erheblich, wie Daten einer deutschen Studie belegen. Demnach wiesen 62,9 % der untersuchten Patientinnen und Patienten mit einem berufsbedingten Handekzem krankheitsbedingte Fehlzeiten auf. Die Dauer der Abwesenheit vom Arbeitsplatz war dabei gravierend: Im Durchschnitt fielen die Betroffenen innerhalb von zwölf Monaten für 76,4 Tage aus.
Diese Zahlen unterstreichen, dass das chronische Handekzem nicht nur die individuelle Lebensqualität einschränkt, sondern auch signifikante Produktivitätsverluste verursacht. Die langen Ausfallzeiten verdeutlichen zudem den Bedarf an frühzeitigen Diagnosen und effektiven Therapiemaßnahmen, um die Arbeitsfähigkeit langfristig zu erhalten.
Psychosoziale Belastung und Stigmatisierung
Neben den physischen Symptomen und den wirtschaftlichen Konsequenzen spielt die psychische Belastung eine zentrale Rolle im Krankheitsverlauf. Laut Medicom Education berichten neun von zehn Betroffenen von Gefühlen wie Scham oder Unsicherheit im Alltag. Da die Hände ein ständig sichtbares Kommunikationsmittel sind, führen die sichtbaren Hautveränderungen oft zu einem Rückzug aus dem sozialen Leben oder zu Problemen im beruflichen Umfeld.
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Der neu geschaffene Welttag soll dazu beitragen, diese Stigmatisierung abzubauen und die internationale Vernetzung von Fachleuten und Betroffenen zu fördern. Ziel ist es, die Sichtbarkeit der Erkrankung zu erhöhen und den Zugang zu medizinischer Versorgung weltweit zu verbessern.
