Chronische, Schmerzen

Chronische Schmerzen: Schmerzgedächtnis ist löschbar, zeigen neue Therapien

05.06.2026 - 14:52:43 | boerse-global.de

Über 150 Besucher beim Aktionstag zur modernen Schmerztherapie. Neue Verfahren wie fMRT und Hirnschrittmacher zeigen Fortschritte.

Schmerztherapie im Wandel: Technik und Aufklärung als Schlüssel
Chronische - Eine Person mit einer subtilen, leuchtenden neuronalen Netzwerk-Überlagerung auf dem Kopf in einer medizinischen Umgebung. 05.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die Medizin setzt zunehmend auf Technik und Aufklärung.

Hunderte informieren sich über moderne Schmerztherapie

Am heutigen Freitag beteiligte sich die Krankenhaus GmbH Weilheim-Schongau an einem bundesweiten Aktionstag. In der dortigen Tagesklinik für Schmerztherapie informierten Ärzte über aktuelle Behandlungsansätze. Über 150 Besucher kamen – ein Zeichen für das enorme öffentliche Interesse.

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Im Mittelpunkt stand eine ermutigende Erkenntnis: Das menschliche Schmerzgedächtnis ist nicht irreversibel. Chefarzt Dr. h.c. Thomas Helmer erklärte, dass gezielte therapeutische Maßnahmen es sogar löschen können. Weitere Fachvorträge, etwa in Langquaid, folgen im Juni – mit Schwerpunkt auf Gelenkchirurgie bei Knie- und Hüftbeschwerden.

fMRT und Ultraschall: Präzisionsmedizin gegen den Schmerz

Die universitäre Forschung treibt die Entwicklung voran. Das LMU Klinikum startete die NeuroPain-Studie. Dabei nutzen Ärzte die funktionelle Magnetresonanztomografie (fMRT), um Schmerzregionen im Gehirn exakt zu lokalisieren.

Das Ziel: Die identifizierten Areale mit fokussiertem Ultraschall behandeln. Diese Neuromodulation bietet eine nicht-invasive Alternative in der Schmerztherapie. Auch die Diagnostik profitiert von besserer Technik. Am Universitätsklinikum Tulln Klosterneuburg nahm Anfang Juni ein neues CT-Gerät mit 80-Zeilen-Detektor den Betrieb auf. Es liefert kürzere Untersuchungszeiten bei höherer Bildqualität – ein Gewinn für Schmerzpatienten.

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Hirnschrittmacher und Telemedizin: Meilensteine in der Rehabilitation

Neben der Akutbehandlung rückt die spezialisierte Rehabilitation in den Fokus. Die MEDICLIN Klinik Reichshof vermeldete Anfang Juni einen Erfolg: den 700. Patienten, der nach der Implantation eines Hirnschrittmachers (Tiefe Hirnstimulation) erfolgreich rehabilitiert wurde.

Gleichzeitig gewinnen telemedizinische Angebote an Bedeutung. Seit Anfang Juni baut Bayern einen telemedizinischen Notdienst aus – ein Beispiel, wie digitale Vernetzung die medizinische Qualität auch in der Fläche sichert. Die Entwicklung zeigt: Die Schmerzmedizin wird hochspezialisiert, technikgestützt und geht weit über die reine Medikamentengabe hinaus.

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