Chronische Schmerzen: LMU erforscht Gehirn-Scan mit fokussiertem Ultraschall
05.06.2026 - 17:31:08 | boerse-global.de
Die medizinische Forschung setzt zunehmend auf personalisierte und nichtmedikamentöse Therapiestrategien.
Wer unter chronischen Schmerzen leidet, sucht oft vergeblich nach einer einfachen Lösung für den Alltag. Dieser kostenlose Ratgeber eines renommierten Orthopäden zeigt 17 Übungen, die in nur 3 Minuten täglich Beschwerden lindern und Muskeln stärken können. 17 einfache Wunderübungen jetzt kostenlos herunterladen
Gehirn-Scan gegen den Schmerz
Das LMU Klinikum erforscht in der NeuroPain-Studie eine innovative Methode: Mittels funktioneller Magnetresonanztomografie (fMRT) identifizieren Ärzte individuelle Schmerzregionen im Gehirn. Anschließend behandeln sie diese mit fokussiertem Ultraschall. Das Ziel: eine präzise, auf den einzelnen Patienten zugeschnittene Therapie.
Parallel dazu treibt die Digitalisierung die Vernetzung voran. Seit Januar 2025 wird die elektronische Patientenakte (ePA) im Opt-out-Verfahren eingeführt. Mediziner erhoffen sich davon eine optimierte Behandlungsplanung – medizinische Daten und Medikationsinformationen werden patientenzentriert gebündelt. Das soll die Kommunikation zwischen Hausärzten und Fachkliniken verbessern.
Psychotherapie als wichtiger Baustein
Neben körperlichen Behandlungen bleibt die psychologische Begleitung zentral. Eine aktuelle Studie verglich die interpersonelle Psychotherapie (IPT) mit der kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) bei 80 Erwachsenen mit depressiven Symptomen. Ergebnis: Bei beiden Methoden nahm die Bindungssicherheit der Patienten zu.
Interessant: Eine frühe Zunahme der Bindungssicherheit führte zu einer deutlichen Symptomverringerung. Die Forscher vermuten dahinter keinen spezifischen Effekt einer einzelnen Therapieform. Vielmehr scheint es sich um einen allgemeinen Prozess der therapeutischen Unterstützung zu handeln – relevant für die Stabilisierung chronisch belasteter Patienten.
Bewegung in der Gemeinschaft
Regelmäßige körperliche Aktivität gilt als ergänzender Baustein zur Schmerzlinderung. Regionale Angebote wie Pilates-Kurse in Bernau bei Berlin oder ein Drachenboot-Team für Frauen nach Krebserkrankung in Oldenburg zeigen: Gemeinschaftliche Bewegung fördert den Genesungsprozess und das Wohlbefinden.
Besonders ab dem 50. Lebensjahr ist gezieltes Training essenziell, um Schmerzen vorzubeugen und die Vitalität zu erhalten. Erfahren Sie in diesem Gratis-Leitfaden, wie Sie mit nur sechs einfachen Übungen auch ohne Fitnessstudio effektiv Ihre Gesundheit fördern. Kostenlosen Ratgeber für Heimtraining sichern
Auch weniger aktive Ansätze werden erforscht. Die Universität Jena präsentiert auf einer Fachtagung im Juni Ergebnisse zu individualisierter Musik. Die soll beruhigend wirken und positive Erinnerungen wecken – besonders für Entspannung und psychische Entlastung zu Hause.
Bürokratische Hürden für Patienten
Trotz vielversprechender Ansätze kämpfen Betroffene mit Verwaltungsproblemen. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) kritisiert Praktiken einiger Krankenkassen beim Krankengeldbezug. Versicherte würden unter Druck gesetzt, eigenständig frühere Reha-Termine zu organisieren – bei Nichtbefolgung drohten Leistungseinstellungen. Rechtlich sei nur die fristgerechte Antragstellung nötig.
Besonders betroffen: Menschen mit ME/CFS, deren Zahl seit der Pandemie gestiegen ist. Für das Erschöpfungssyndrom gibt es oft keine wirksame Standardtherapie. Die Einbindung von Betroffenenperspektiven, wie auf dem Diabetes Kongress der DDG gefordert, bleibt eine zentrale Aufgabe des Gesundheitssystems.
So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!
Für. Immer. Kostenlos.
