Chronische Krankheiten: Herz-CT wird Kassenleistung in Deutschland
12.06.2026 - 17:40:41 | boerse-global.de
Neue Kooperationen, smarte Wearables und bessere Diagnostik sollen die Versorgung von Millionen Patienten verbessern.
Internationale Allianz für digitale Medizin
Das Universitätsklinikum Ho-Chi-Minh-Stadt und Servier Vietnam haben heute eine strategische Partnerschaft bis 2030 besiegelt. Ziel ist der Ausbau digitaler Kompetenzen bei Bluthochdruck und Diabetes. KI-gestützte Kommunikation und digitale Transformation stehen im Mittelpunkt der Zusammenarbeit.
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Bereits gestern startete in Ho-Chi-Minh-Stadt ein System zur Verwaltung landesweiter Gesundheitsuntersuchungen. Es ermöglicht Echtzeit-Tracking des Fortschritts. In der Provinz Ha Tinh wurden seit dem 9. Juni mehrere hundert Menschen untersucht – mit alarmierenden Ergebnissen: Bei einem signifikanten Teil fanden Ärzte Risikofaktoren für Bluthochdruck und Diabetes. Bis Jahresende sollen dort 34.000 Menschen erreicht werden.
Neue Diagnostik: Vom Herz-CT bis zum Risikoscore
Diabetes und Herzerkrankungen sind ein tödliches Duo. Neue Verfahren sollen das Sterberisiko senken. Das Herz-CT ist in Deutschland jetzt Kassenleistung – das ermöglicht schnellere Risikosenkung. Ein neuer Score namens OBSCORE bezieht erstmals Stress und Schlafmangel in die Bewertung ein.
Die FLOW-Studie mit 3.500 Teilnehmern belegt: Der Wirkstoff Semaglutid reduziert schwere Nierenereignisse und die Gesamtsterblichkeit bei Typ-2-Diabetes. Das System Libre Duo misst gleichzeitig Glukose- und Ketonwerte – ein Gewinn für Patienten mit komplexen Stoffwechsellagen.
Samsung und Radar-Sensoren: Überwachung rund um die Uhr
Samsung kündigt ein Update für Health-App und Galaxy Watch an. Neue KI-Funktionen analysieren Herzgesundheit und tägliche Ausdauerbelastung. Wearables werden zum ständigen Begleiter der Patienten.
Im DRK-Heim in Chemnitz läuft ein sechsmonatiger Test mit Radarsensoren der Firma Neteera. Die über Betten installierten Geräte messen berührungslos Puls, Atemfrequenz und Bewegungen. Die Cloud wertet die Daten aus – für frühzeitige Krankheitserkennung und weniger nächtliche Routinekontrollen. Es ist die zweite derartige Anwendung in Deutschland.
Das große Datenproblem
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Trotz aller Technik: Die Gesundheitsökonomin Rania Abbas warnt vor strukturellen Fehlern. Der Gender Health Gap sei ein Datenproblem. Viele KI-Systeme basieren auf historischen Daten, in denen Frauen unterrepräsentiert sind. Ein System zur Früherkennung von Nierenversagen wurde mit nur 6,38 Prozent Frauendaten trainiert. Fachleute fordern Geschlecht als Pflichtfeld in medizinischen Standards.
KI entlastet den Praxisalltag
Das Berliner Start-up Sikia arbeitet an KI-Lösungen für weniger Verwaltungsaufwand in Praxen. Die BKK Pfalz führte eine KI-gestützte Suche auf ihrer Website ein. Versicherte erhalten Antworten in Alltagssprache – ohne Verarbeitung sensibler Daten. „Das entlastet den Kundenservice und steigert die Qualität“, sagt Vorstand Andreas Lenz.
