ChromeOS-Aus: Google stellt das System bis Mitte 2034 schrittweise ein
Veröffentlicht am: 28.09.2026 um 22:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Google hat das offizielle Ende seines Betriebssystems ChromeOS eingeleitet. Wie das Unternehmen bestätigte, wird das System bis Mitte 2034 schrittweise eingestellt. Gleichzeitig bereitet der Technologiekonzern den Übergang zu seinem neuen Betriebssystem Googlebook OS vor, das langfristig die Nachfolge von ChromeOS antreten soll.
Zeitplan für den Support und Migrationsoptionen
Bestehende ChromeOS-Geräte sollen laut Google noch bis Mitte 2034 regelmäßige Sicherheitsupdates und Patches erhalten. Dieses Datum war bereits zuvor in Gerichtsakten aufgetaucht und wurde nun offiziell untermauert.
Für Chromebooks, deren 10-Jahres-Update-Garantie über das Jahr 2034 hinausreicht, sieht Google einen Migrationspfad vor. Laut einem Support-Dokument für IT-Administratoren in den Bereichen Enterprise und Education können diese Geräte unter bestimmten Voraussetzungen zu Googlebook OS wechseln.
Google gab an, dass viele der neuesten Chromebook-Modelle für diesen Übergang berechtigt sein werden. Details zum konkreten Upgrade-Ablauf sowie eine Liste der kompatiblen Modelle sollen zeitnah veröffentlicht werden.
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Geräte, die die noch nicht benannten Hardware-Anforderungen für das neue Betriebssystem nicht erfüllen, erhalten weiterhin support bis zum Ende ihres regulären Support-Fensters. Für das neue Googlebook-System gilt ebenfalls die bekannte 10-Jahres-Update-Policy, wobei der Zeitraum ab dem Marktstart des verbauten Prozessors gerechnet wird.
Technologische Neuausrichtung auf Android-Basis
Das am 21. September 2026 vorgestellte Googlebook OS markiert einen technologischen Paradigmenwechsel. Im Gegensatz zu ChromeOS basiert das neue System stärker auf Android und nutzt dessen Kernel anstelle des bisherigen speziellen Linux-Kernels. Laut dem Produktdatenmanagement von Google kombiniert das neue Betriebssystem die bewährte ChromeOS-Umgebung mit Android-Technologie und einer tiefen Integration der Gemini-KI.
Native Android-Apps und eine engere Verzahnung mit mobilen Endgeräten stehen im Fokus. Sicherheitsmerkmale wie Sandboxing und der verifizierte Systemstart (Verified Boot) bleiben erhalten. Auch Web-Apps und Entwickler-Schnittstellen werden weiterhin unterstützt.
Für Entwickler steht zudem ein Linux-Terminal in einer geschützten virtuellen Maschine zur Verfügung. Eine Unterstützung für die Spieleplattform Steam innerhalb dieser virtuellen Umgebung ist derzeit jedoch nicht möglich, wobei sich das Unternehmen dazu in Gesprächen mit Partnern wie Valve befinde.
Hardware-Partnerschaften und Markteinführung
Die erste Produktgeneration der Googlebooks umfasst fünf Modelle der Hersteller Acer, Asus, Dell, HP und Lenovo. Die Preise für diese Geräte bewegen sich zwischen 899 und 1.299 US-Dollar. Zur Ausstattung gehören durchweg Touchscreens – zumeist mit OLED-Technik – sowie mindestens 16 GB RAM. Als Prozessoren kommen entweder Intel Core Ultra Series 3 oder Snapdragon X Elite von Qualcomm zum Einsatz.
Das Lenovo Googlebook 15 soll ab dem 4. Oktober zu einem Preis ab 1.099,99 US-Dollar erhältlich sein. Der offizielle Verkaufsstart für die neue Gerätekategorie ist für Anfang Oktober vorgesehen, wobei unterschiedliche Quellen den 4. oder 5. Oktober als Starttermin nennen. Vorbestellungen sind bereits möglich.
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Strategie für Unternehmen und Bildungseinrichtungen
Zum Start im Jahr 2026 richtet sich Googlebook OS primär an Privatnutzer. Funktionen zur Flottenverwaltung oder Domain-Registrierung fehlen zunächst, wobei die Verwaltung von Google-Workspace-Konten und Chrome-Browser-Einstellungen bereits möglich ist.
Umfassende Management-Funktionen für Unternehmen und den Bildungssektor, einschließlich Zero-Touch-Enrollment und spezieller APIs für die Google Admin Console, sind für die zweite Jahreshälfte 2027 geplant.
Bestehende Upgrade-Lizenzen für ChromeOS Enterprise und Education behalten ihre Gültigkeit für den gesamten Lebenszyklus der aktuellen Chromebooks. Der Kauf regulärer Chromebooks für diese Bereiche bleibt weiterhin möglich.
Beim Umstieg auf Googlebook-Hardware wird jedoch eine neue Lizenzstruktur erforderlich sein, da bisherige Chrome-Lizenzen nicht auf das neue System übertragen werden können. Details zu den künftigen Lizenzbedingungen wurden noch nicht mitgeteilt.
