Chrome übertrumpft Safari: M5-Benchmark-Rekorde am 5. Juni
06.06.2026 - 03:52:47 | boerse-global.de
Der Browser-Krieg eskaliert: Chrome läuft auf Apples M5-Chip so schnell wie nie zuvor und übertrumpft selbst Safari.
Am 5. Juni 2026 veröffentlichte Testergebnisse zeigen: Google Chrome hat auf dem aktuellen M5 MacBook Pro mit macOS 26.0.1 neue Bestwerte in den gängigen Benchmark-Suiten aufgestellt. Der Browser ließ dabei alle Konkurrenten hinter sich – einschließlich Apples hauseigenem Safari.
Rekordjagd mit Zahlen
Anzeige: Chrome hat auf dem M5 MacBook Pro neue Rekorde aufgestellt – mit 61 Punkten im Speedometer 3.1 und 469 Punkten im JetStream 3. Doch wie profitieren Sie im Alltag davon? Unser Guide zeigt Ihnen die wichtigsten Optimierungen für Geschwindigkeit, Sicherheit und Akkulaufzeit. Jetzt kostenlosen Browser-Guide anfordern
Die neueste Chrome-Version erzielte im Speedometer 3.1-Test beeindruckende 61 Punkte. Das bedeutet einen Zuwachs von fünf Prozent im Vergleich zu den Werten aus dem Jahr 2025. Noch deutlicher fiel der Sprung im JetStream 3-Benchmark aus: Hier erreichte Chrome 469 Punkte – eine Steigerung um zehn Prozent seit Jahresbeginn 2026.
Google spricht selbst von einer „spürbar schnelleren Nutzererfahrung". Doch was steckt hinter diesem Leistungssprung?
Technische Meisterleistung im Detail
Die Geschwindigkeitsgewinne sind das Ergebnis tiefgreifender Optimierungen an Chromes Kernkomponenten. Die Entwickler haben vor allem an der V8-JavaScript-Engine geschraubt. Im Fokus standen sogenannte „Fast Paths" sowie asynchrone Operationen wie Async-Inlining und BigInt-Unterstützung.
Doch damit nicht genug: Auch die Blink-Rendering-Engine und WebAssembly wurden grundlegend überarbeitet. Zu den wichtigsten Neuerungen zählen:
- Effizientere Speicher- und Registerverwaltung für WebAssembly
- SIMD-Einsatz (Single Instruction, Multiple Data) beim Kopieren von Strings und beim HTML-Parsing
- Verbesserte Caching-Mechanismen für SVG-Elemente und querySelector-Operationen
- Optimierte Übergaben und kürzere Ausführungspfade in der Text-Engine
Sicherheitsoffensive: Chrome 149 schließt 429 Lücken
Parallel zu den Geschwindigkeitsrekorden veröffentlichte Google am 5. Juni 2026 auch Chrome 149. Das Update stopft ganze 429 Sicherheitslücken – darunter 22 als kritisch und 87 als hochriskant eingestufte Schwachstellen. Interne Teams entdeckten 371 dieser Probleme. Für die Meldung externer Forscher zahlte der Konzern 209.000 US-Dollar an Bug-Bounties aus.
Das Update bringt zudem neue PDF-Funktionen: Digitale Signaturen und Anmerkungswerkzeuge stehen nun für Windows, macOS, Linux und mobile Plattformen zur Verfügung.
Blick in die Zukunft: Schwimmende Suchleiste und KI
Schon zeichnet sich ab, was Google als Nächstes plant. In der Canary-Version testet der Konzern derzeit eine schwebende Suchleiste, die sich per Tastenkürzel aufrufen lässt. Das Besondere: Nutzer können damit Websuchen durchführen, Dateien hochladen und per Künstlicher Intelligenz Bilder generieren – ohne das Hauptfenster des Browsers zu öffnen. Der Prototyp ist Teil einer umfassenderen Integration von KI-Modi in die Browser-Umgebung.
Apples Antwort: Privatsphäre als Trumpf
Die Rekordankündigung kommt zu einem strategisch ungünstigen Zeitpunkt für Apple. Erst im Juni 2026 startete der Konzern eine Werbekampagne, die Safari als den überlegenen Browser in Sachen Privatsphäre positioniert. Apples Argument: Safari blockiert Third-Party-Cookies bereits seit 2019 standardmäßig. Chrome begann damit erst im ersten Quartal 2026 mit Version 147 und der Einführung der Privacy Sandbox.
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Doch Apple hat noch ein Ass im Ärmel: Bei Vergleichen mit dem M3 Pro MacBook Pro hielt Safari in puncto Akkulaufzeit die Nase vorn – mit vier Stunden mehr Laufzeit als Chrome. Auch im Speedometer 3.0 lag Safari zuvor vorn.
Ausblick: Chrome 150 kommt Ende Juni
Google will bereits Ende Juni 2026 das nächste große Update veröffentlichen: Chrome 150. Ob der Browser dann erneut neue Maßstäbe setzen kann, bleibt abzuwarten. Fest steht: Der Wettlauf zwischen Chrome und Safari ist längst nicht entschieden – und die Nutzer profitieren von immer schnelleren und sichereren Browsern.
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