Chrome-Sicherheit, BSI

Chrome-Sicherheit: BSI warnt vor 12 Lücken, eine wird aktiv genutzt

Veröffentlicht am: 04.09.2026 um 08:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Google beseitigt zwölf Chrome-Schwachstellen, darunter eine bereits angegriffene Lücke. Das BSI bewertet die Bedrohungslage als hoch.

Google Chrome schließt 12 Sicherheitslücken nach aktiven Angriffen
Ein minimalistisch beleuchteter Serverraum mit dunklen Metall-Serverracks in einer industriellen Umgebung. Illustration mit AI erstellt.

Google hat eine Reihe dringender Sicherheitsaktualisierungen für seinen Webbrowser Chrome veröffentlicht. Hintergrund sind mehrere neu identifizierte Sicherheitslücken, die von entfernten Angreifern ausgenutzt werden könnten. Nach vorliegenden Berichten besteht für Nutzer ein hohes Risiko, da mindestens eine der Schwachstellen bereits aktiv für Angriffe missbraucht wird.

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik warnt vor hohem Risiko

Im Zuge der Entdeckung dieser Schwachstellen hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) eine offizielle Warnung herausgegeben. Die Behörde stuft die Gefährdungslage als hoch ein. Die identifizierten Lücken ermöglichen es potenziellen Angreifern, Schadcode auf betroffenen Systemen auszuführen oder die Stabilität der Anwendung zu beeinträchtigen.

Insgesamt werden mit den bereitgestellten Updates 12 Sicherheitslücken geschlossen. Branchenanalysten zufolge sind 10 dieser Schwachstellen mit der Risikostufe „High“ klassifiziert worden. Besonders kritisch wird die Sicherheitslücke mit der Kennung CVE-2026-85046 bewertet.

Für diesen spezifischen Exploit liegen Informationen vor, wonach er bereits in freier Wildbahn aktiv ausgenutzt wird. Dies verschärft die Notwendigkeit für Anwender, die verfügbaren Aktualisierungen zeitnah einzuspielen.

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Umfangreiche Updates für Desktop- und Mobilversionen

Die Sicherheitskorrekturen betreffen unterschiedliche Betriebssysteme und Versionen des Browsers. Google hat für die Desktop-Varianten unter Windows und Mac die Versionen 152.0.7977.75 und 152.0.7977.76 bereitgestellt. Linux-Nutzer erhalten das Update in der Version 152.0.7977.75.

Zusätzlich wurden für Chrome Desktop die Versionen 152.0.7977.82 und 152.0.7977.83 für Windows sowie Mac und die Version 152.0.7977.82 für Linux veröffentlicht, um die genannten 12 Sicherheitslücken zu adressieren. Auch mobile Nutzer sind zur Vorsicht aufgerufen: Die Android-Version 152.0.7977.82 ist ebenfalls von den Sicherheitsrisiken betroffen und ein entsprechendes Update wurde zur Verfügung gestellt.

Für Anwender, die Vorabversionen nutzen, steht zudem die Early-Stable-Version 153.0.8010.27 und 153.0.8010.28 für Windows bereit.

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Rollout und Bedeutung für den deutschen Markt

Der Rollout dieser Sicherheitsaktualisierungen erfolgt schrittweise und soll sich über einen Zeitraum von mehreren Tagen bis Wochen erstrecken. Da Google Chrome in Deutschland einen Marktanteil von 53 Prozent hält, ist ein Großteil der Internetnutzer und Unternehmen von der aktuellen Sicherheitslage betroffen.

Experten raten dazu, die automatische Update-Funktion des Browsers zu überprüfen oder die Aktualisierung manuell über die Einstellungen anzustoßen, um den Schutz vor den identifizierten Bedrohungen sicherzustellen. Angesichts der aktiven Ausnutzung der Schwachstelle CVE-2026-85046 gilt die installation der neuesten Version als wesentliche Maßnahme zur Absicherung der IT-Systeme gegen Remote-Angriffe.

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