Chrome-Hijacker, Erweiterungen

Chrome-Hijacker: Drei Erweiterungen stehlen Daten und ändern Einstellungen

10.06.2026 - 18:06:20 | boerse-global.de

Sicherheitsforscher decken Hijacker-Erweiterungen auf, Google stopft fünfte Zero-Day-Lücke in Chrome in diesem Jahr.

Chrome-Erweiterungen entführen Browser: Google schließt kritische Lücke
Chrome-Hijacker - Ein Computerbildschirm zeigt fragmentierte Browserfenster und Suchleisten mit digitalem Code, Hände schweben über der Tastatur. 10.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die Schadsoftware manipuliert Browsereinstellungen, leitet Suchanfragen um und sammelt sensible Daten. Parallel dazu stopft Google eine aktiv ausgenutzte Sicherheitslücke.

Drei Erweiterungen im Visier

Im Fokus stehen die Tools „Earth“ (earthapp.net), „PerfecTab“ (under-cover.info) und „Wanderlustar“ (wanderlustar.com). Sie tarnen sich als Produktivitätshelfer oder Reise-Apps. Nach der Installation ändern sie jedoch eigenmächtig Startseite, Standardsuche und die Seite für neue Tabs.

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Alle Varianten leiten Anfragen zu search.yahoo.com um. Dahinter steckt ein System zum Abgreifen von Daten: Die Angreifer protokollieren nicht nur URLs und Suchbegriffe, sondern möglicherweise auch Passwörter. „PerfecTab“ verlangt zudem Zugriff auf Standort und Browserverlauf.

Die Entfernung erfordert mehr als nur die Deinstallation. Nutzer müssen die Browsereinstellungen komplett zurücksetzen.

Google schließt fünfte Zero-Day-Lücke

Am heutigen Mittwoch hat Google ein kritisches Update bereitgestellt. Es schließt die Schwachstelle CVE-2026-11645 in der V8-JavaScript-Engine. Angreifer nutzen sie bereits aktiv für Attacken.

Die Lücke ermöglicht die Ausführung von Schadcode innerhalb der Browser-Sandbox. Betroffen sind Chrome-Nutzer auf Windows, Linux und Mac. Die neuen Versionen lauten 149.0.7827.102 (Windows/Linux) und 149.0.7827.103 (Mac). Es ist bereits die fünfte aktiv ausgenutzte Zero-Day-Lücke in Chrome in diesem Jahr.

Der Mensch bleibt das größte Risiko

Die aktuellen Funde passen zu einem breiteren Trend. Der „Cyber Roundup 2026 Claims Report“ des Versicherers Cowbell verzeichnet einen Anstieg der Schadensmeldungen um 40 Prozent. 74 Prozent aller Vorfälle gehen auf den Faktor Mensch zurück.

KI verstärkt Angriffsformen wie Smishing und Vishing. Experten raten zu Multi-Faktor-Authentifizierung, regelmäßigen Backups und Security-Awareness-Trainings. Nur so erkennen Nutzer betrügerische Angebote und schadhafte Erweiterungen frühzeitig.

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Auch Buchungsportale wie Booking.com oder Airbnb sind betroffen. Im Juni 2026 häufen sich Versuche, Nutzer mit gefälschten Angeboten auf externe Seiten zu locken. Ziel ist der Diebstahl von Kreditkartendaten. Sicherheitsforscher empfehlen, Transaktionen ausschließlich über die Originalplattformen abzuwickeln und auf Warnsignale wie schlechte Übersetzungen oder fehlende Impressumsangaben zu achten.

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