Chrome 150: Google schließt zwei kritische Sicherheitslücken
Veröffentlicht: 11.07.2026 um 18:46 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Der Suchmaschinenriese baut sein KI-Angebot massiv aus und schließt zugleich Sicherheitslücken im Browser.
Google hat eine umfassende Welle neuer KI-Funktionen gestartet. Der Konzern führt personalisierte Datenintegration im Gemini-Assistenten ein und behebt kritische Sicherheitslücken im Chrome-Browser. Die Neuerungen erstrecken sich von Verbraucheranwendungen über Entwickler-Tools bis hin zur Sicherheitsinfrastruktur.
Chrome 150 schließt kritische Sicherheitslücken
Google hat Chrome Version 150.0.7871.114 für Android veröffentlicht. Der Update enthält 27 Sicherheitskorrekturen, die Nutzer vor möglichen Angriffen schützen. Darunter befinden sich zwei kritische Schwachstellen mit den Bezeichnungen CVE-2026-15112 und CVE-2026-15129.
Das Browser-Update bringt zudem mehrere Änderungen an der Benutzeroberfläche. Ein eigener Zurück-Button wurde im Drei-Punkte-Menü ergänzt, direkt neben Navigations- und Lesezeichen-Tools. Außerdem werden seitenspezifische Informationen nun unter einer neuen Rubrik „Site Controls" zusammengefasst. Die Option, Websites zum Startbildschirm hinzuzufügen, wurde umbenannt, um die Installation von Verknüpfungen stärker zu betonen.
Personalisierte KI: Gemini greift auf Nutzerdaten zu
In den vergangenen Tagen startete Google eine Beta-Version der „Personal Intelligence"-Funktion für seinen KI-Assistenten Gemini. Das Update erlaubt dem Assistenten, proaktiv auf Daten aus Gmail und Google Fotos zuzugreifen. So kann er maßgeschneiderte Antworten auf Basis des persönlichen Nutzerkontexts liefern.
Die Verbindung von Informationen aus verschiedenen Google-Anwendungen wirft Fragen auf. Das Unternehmen betont jedoch, dass diese persönlichen Daten nicht zum Training der zugrunde liegenden KI-Modelle verwendet werden. Der Rollout ist zunächst für Abonnenten von AI Pro und AI Ultra in den USA verfügbar.
Weitere KI-Integrationen in Workspace
Die zwei kritischen Chrome-Lücken CVE-2026-15112 und CVE-2026-15129 sind bereits aktiv. Jedes ungepatchte System ist ein Einfallstor für Angreifer. Dieser Leitfaden liefert Ihnen die sofort umsetzbare Update-Checkliste und 5 Härtungsregeln – bevor Ihre Konkurrenz patcht. Sicherheits-Leitfaden jetzt anfordern
Auch andere Workspace-Tools erhalten Gemini-gestützte Verbesserungen:
- Google Voice: Eine neue Notizfunktion nutzt KI, um Anrufe aufzuzeichnen, zu transkribieren und zusammenzufassen. Verfügbar für Voice Standard- und Premier-Abonnenten.
- Google Drive: Mobile Nutzer mit AI Pro-Abonnement können nun „Ask Gemini" und KI-Übersichten in der App nutzen.
- YouTube: Das konversationelle Suchtool „Ask YouTube" wird seit dem 10. Juli 2026 für Web-Nutzer in den USA ausgerollt. Es liefert strukturierte Ergebnisse mit Video-Zeitstempeln und Zusammenfassungen auf natürliche Sprachabfragen.
Transparenz bei KI-Werbung
Seit dem 9. Juli 2026 führt Google Kennzeichnungen für KI-generierte Werbung ein. Die Labels „How this ad was made" erscheinen in der Suche, auf YouTube und in Discover. Werbung, die mit Googles internen KI-Tools erstellt wurde, erhält automatische Kennzeichnungen. Bei KI-Inhalten von Drittanbietern müssen die Werbetreibenden die Offenlegung manuell vornehmen. Die Labels sind zunächst für Nutzer in der EU, Indien und dem Bundesstaat New York sichtbar.
Neue Modelle und Entwickler-Tools
Google Research hat kürzlich TabFM vorgestellt, ein Foundation-Modell speziell für Tabellendaten. Es unterstützt kontextbezogenes Lernen und Zero-Shot-Vorhersagen für bis zu 500 Merkmale und 10 Ausgabeklassen. Das Modell erreicht die Leistung trainierter Baselines, ohne dass ein datensatzspezifisches Training erforderlich ist. Es ist über die AI.PREDICT-Funktion in BigQuery integriert.
Compliance-Risiko durch ungepatchte Browser? Mit Chrome 150 wurden 27 Lücken geschlossen – zwei davon kritisch. Unser Report zeigt Ihnen, wie Sie Patch-Management in Ihrem Unternehmen strukturieren und Haftungsrisiken minimieren. Patch-Management-Report sichern
Für Entwickler bietet Google AI Studio nun benutzerdefinierte URLs unter der ai.studio-Domain für bereitgestellte Webanwendungen. Dieses Update geht einher mit erweiterten App-Entwicklungsmöglichkeiten, darunter die Integration mit Firebase, GitHub-Exportoptionen sowie Unterstützung für Full-Stack- und native Android-Entwicklung.
Darüber hinaus hat Google zwei neue KI-Modelle vorgestellt: Gemini Omni Flash, optimiert für Geschwindigkeit, und Nano Banana 2 Lite, ein On-Device-Modell für Android-Geräte. Beide Modelle legen einen Schwerpunkt auf Bild- und Videogenerierung.
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