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Chrome 150: Google integriert Führerschein und Pass in Autofill

24.06.2026 - 05:42:25 | boerse-global.de

Chrome 150 erlaubt das automatische Ausfüllen von Führerschein und Pass aus Google Wallet. Biometrische Verifikation schützt die sensiblen Daten.

Chrome 150: Google Wallet integriert Pass und Führerschein
Chrome - A smartphone screen showing a web form being autofilled with personal identity and travel documents, symbolizing digital convenience and data integration. 24.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Google integriert Pass, Führerschein und Flugdaten direkt in die Chrome-Autovervollständigung. Der Rollout begann am 23. Juni 2026.

Der Schritt ist gewaltig: Was bisher nur für Namen, Adressen und Kreditkarten funktionierte, erfasst nun sensible Identitäts- und Reisedokumente. Chrome-Nutzer auf dem Desktop und mobilen Geräten können künftig Formulare für Flug-Check-ins, Fahrzeugregistrierungen oder Identitätsprüfungen automatisch ausfüllen lassen – mit Daten, die direkt aus Google Wallet stammen.

Vom Adressfeld zum Reisedokument

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Die Unterstützung umfasst nun Reisepässe, Führerscheine und Known Traveler Numbers (KTN). Auf Smartphones mit iOS und Android kommen Flugrouten, Kennzeichen und Fahrzeug-Identifikationsnummern (VIN) hinzu. Das System soll etwa Parkzahlungen oder die Reiseverwaltung deutlich beschleunigen.

Bislang beschränkte sich die Autofill-Funktion von Chrome auf Basisdaten. Mit der neuen Integration wird der Browser zum zentralen Zugangspunkt für persönliche Dokumente – ein Schritt, der an die wachsende Bedeutung digitaler Geldbörsen in den USA anknüpft. In Deutschland und der EU gewinnen vergleichbare Dienste wie der digitale Führerschein oder der ePass ebenfalls an Fahrt.

Chrome 150: Neue Kategorien für Identität und Reisen

Mit dem Update auf Chrome 150 für Android führt Google eine überarbeitete Einstellungsstruktur ein. Nutzer finden nun eigene Kategorien für „Identity Docs“ und „Travel“. Dort lässt sich steuern, welche Informationen für die Autovervollständigung freigegeben werden.

Ein besonderes Detail: Die Integration arbeitet in beide Richtungen. Gibt jemand manuell neue Identitäts- oder Reisedaten in ein Webformular ein, bietet Chrome an, diese direkt in Google Wallet zu speichern. Das schafft eine nahtlose Verbindung zwischen Browser und digitaler Brieftasche – und bindet die Nutzer noch enger an Googles Ökosystem.

Biometrie als Schutzschild

Sensible Daten verlangen nach besonderen Sicherheitsvorkehrungen. Google hat daher mehrere Schutzschichten eingebaut. Auf dem Desktop lässt sich nun eine biometrische Verifizierung verlangen – per Fingerabdruck, Gesichtserkennung oder Bildschirmsperre – bevor das System vertrauliche Informationen aus Wallet in ein Formular einfügt.

Die Datenübertragung zwischen Wallet und Autofill bleibt durchgehend verschlüsselt. Zudem ist eine ausdrückliche Zustimmung des Nutzers erforderlich, bevor Informationen an eine Website weitergegeben werden. Das ist besonders relevant für europäische Nutzer, die nach der DSGVO hohe Anforderungen an die Datenkontrolle stellen.

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Smartere Formularerkennung durch KI

Parallel zum Chrome-Update hat Google am 22. Juni 2026 die Google Play Services Version 26.24 ausgerollt. Sie enthält ein verbessertes maschinelles Lernmodell, das Formularfelder präziser erkennt. Das System soll künftig genauer identifizieren, wo etwa eine Passnummer oder eine Fahrzeug-Identifikationsnummer in unterschiedlichen Web-Layouts hingehört.

Das Update zeigt: Google treibt die Verzahnung seiner Dienste konsequent voran. Für Nutzer bedeutet das weniger Tipparbeit – aber auch die Frage, wie viel Kontrolle sie über ihre sensibelsten Daten abgeben wollen.

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