Chrome, Google

Chrome 149: Google stopft Rekord von 429 Sicherheitslücken

07.06.2026 - 13:55:31 | boerse-global.de

Google stopft 429 Sicherheitslücken in Chrome 149, während Brave mit KI-freiem Browser Origin gegen den Trend agiert und Gemini Marktanteile gewinnt.

Tech-Update: Chrome-Rekordupdate, Brave ohne KI, Gemini im Aufwind
Chrome - A stylized web browser interface with glowing, abstract AI neural network patterns overlaid, symbolizing speed and integration. 07.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die Tech-Branche erlebt einen der größten Update-Tage des Jahres. Google, Brave und OpenAI setzen neue Akzente – mit überraschenden Strategien.

Google hat am Wochenende gleich mehrere Neuerungen für seinen Chrome-Browser vorgestellt. Die Geschwindigkeitssteigerungen von bis zu zehn Prozent basieren auf Optimierungen der JavaScript-Engine, WebAssembly und der Textdarstellung. Im aktuellen Speedometer-3.1-Benchmark erreichte Chrome einen Wert von 61 Punkten – ein Plus von fünf Prozent im Jahresvergleich. Getestet wurden die Verbesserungen unter anderem auf dem MacBook Pro mit M5-Chip.

Parallel dazu testet Google eine Funktion, die KI-Zusammenfassungen von Gemini direkt am oberen Rand der Suchergebnisse platziert. Die traditionellen Suchergebnislinks rücken dadurch weiter nach unten. Zudem wurde die „Search Live"-Funktion, die auf dem Gemini-3.1-Flash-Live-Modell basiert, auf über 200 Länder ausgeweitet. Die Gemini-App kann jetzt auch direkt auf Google-Kontakte zugreifen – der Assistent kann Kontaktdaten hinzufügen, aktualisieren oder löschen.

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Rekord-Sicherheitsupdate mit 429 Schwachstellen

Am Sonntag veröffentlichte Google Chrome Version 149 – und stopfte damit die Rekordzahl von 429 Sicherheitslücken. Das Update für Windows, macOS und Linux schließt 22 kritische und 87 als hoch eingestufte Schwachstellen. Google zahlte 209.000 US-Dollar (rund 194.000 Euro) an Bug-Bounty-Prämien für die gemeldeten Entdeckungen. Bislang gebe es keine Hinweise auf eine aktive Ausnutzung der Lücken, so das Unternehmen.

Brave geht den Gegenkurs: Premium-Browser ohne KI

Während die gesamte Branche auf Künstliche Intelligenz setzt, wählt Brave einen anderen Weg. Der neue Brave Origin ist eine abgespeckte Version des Browsers, die bewusst auf KI-Funktionen verzichtet. Für eine einmalige Zahlung von 59,99 US-Dollar (rund 56 Euro) erhalten Nutzer eine Lizenz für bis zu zehn Geräte.

Auf Kompilierungsebene wurden unter anderem der Leo-KI-Assistent, das Brave-Rewards-System, die integrierte Kryptowährungs-Wallet und der VPN-Dienst entfernt. Die grundlegenden Werbe- und Tracker-Blockierfunktionen bleiben jedoch erhalten. Die Standardversion von Brave bleibt weiterhin kostenlos. Linux-Nutzer erhalten Brave Origin sogar gratis.

Marktanteile verschieben sich: ChatGPT verliert, Gemini holt auf

Eine am Sonntag veröffentlichte Comscore-Analyse zeigt dramatische Veränderungen im Markt der KI-Chatbots. Anthropics Claude verzeichnete ein Wachstum von 1.858 Prozent und erreichte über 22 Millionen Interaktionen. Google Gemini vervierfachte seinen Anteil am US-amerikanischen KI-Prompt-Markt von sechs auf 23 Prozent.

OpenAI bleibt zwar mit ChatGPT Marktführer, verlor aber deutlich: Der Anteil an den KI-Prompts in den USA fiel von 86 auf 70 Prozent im Jahresvergleich. Auffällig: Die Nutzung mobiler KI-Assistenten stieg in der Altersgruppe der 55- bis 64-Jährigen um 151 Prozent.

Neue Spezialtools und Sicherheitsfeatures

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Alibaba brachte mit Qwen3.7-Plus ein multimodales Modell auf den Markt, das Code- und Bildschirmaufgaben automatisieren soll. Der Preis liegt bei 0,40 US-Dollar pro Million Input-Tokens – eine direkte Konkurrenz zu OpenAI und Microsoft.

OpenAI selbst führte einen neuen Lockdown-Modus für ChatGPT ein. Er schützt sensible Daten vor Prompt-Injection-Angriffen, indem er Live-Webbrowsing, Bildabruf und Deep-Research-Funktionen deaktiviert. Der Modus wird zunächst für ChatGPT-Business-Konten und ausgewählte Privatkonten ausgerollt.

Opera übertraf im ersten Quartal 2026 die eigenen Prognosen bei Umsatz und bereinigtem EBITDA. Der Browser-Hersteller hob die Jahresprognose an und führte neue KI-Integrationen ein, darunter einen Browser-Connector und Unterstützung für das MCP-Protokoll. Menlo Security kündigte zudem verstärkte Sicherheitsmaßnahmen auf Browser-Ebene an – sowohl für menschliche Nutzer als auch für KI-Agenten.

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