Chrome 148: Kritischer Fehler stürzt Tablets ab – Google reagiert
29.05.2026 - 13:16:39 | boerse-global.deEin schwerwiegender Fehler in der aktuellen Chrome-Version bringt zahlreiche Android-Tablets zum Absturz. Der Suchmaschinenriese hat eine Untersuchung eingeleitet.
Der Fehler betrifft die Chrome-Version 148.0.7778.178 und sorgt dafür, dass der Browser nach dem Öffnen mehrerer Fenster abstürzt oder gar nicht erst startet. Betroffen sind vor allem Nutzer von Samsung-, Lenovo- und Xiaomi-Tablets. Das Problem trat Anfang der Woche auf und wurde von Google als P1-Ereignis eingestuft – die höchste Prioritätsstufe für technische Störungen.
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Fünf-Fenster-Limit als Auslöser
Betroffene User berichten von einer Fehlermeldung, die besagt, dass maximal fünf Fenster gleichzeitig geöffnet sein dürften. Sobald diese Grenze erreicht ist, stürzt der Browser ab oder verweigert den Start. Besonders pikant: Die Ursache liegt offenbar in einer neu eingeführten Multi-Window-Funktion für Inkognito-Tabs, die auf Tablet-Oberflächen nicht richtig funktioniert.
Konkret bestätigte Hardware-Betroffenheit umfasst mehrere Samsung-Modelle wie das Galaxy Tab S9 FE, das Tab S6 Lite und das Tab A11+. Auch Nutzer von Lenovo- und Xiaomi-Tablets meldeten identische Probleme. Die Meldungen häuften sich am 27. und 28. Mai.
Google reagiert – Workarounds verfügbar
Google hat den Fehler offiziell eingeräumt. Reesha, eine Support-Managerin des Unternehmens, bestätigte in Community-Foren, dass man aktiv an der Ursachenforschung arbeite und Daten von betroffenen Nutzern sammle.
Bis ein offizielles Update bereitsteht, empfehlen Support-Kanäle mehrere temporäre Lösungen:
- Deinstallation der letzten Chrome-Updates, um zu einer stabilen Vorgängerversion zurückzukehren
- Komplette Neuinstallation des Browsers
- Wechsel zu alternativen Browsern wie Firefox oder Edge, falls Chrome gar nicht mehr startet
Sicherheitswarnung für Desktop-Nutzer
Parallel zu den Tablet-Problemen gibt es auch für Desktop-Anwender Grund zur Vorsicht. Das indische CERT-In warnte am 28. Mai vor kritischen Sicherheitslücken in der Desktop-Version von Chrome für Windows, macOS und Linux. Angreifer könnten aus der Ferne Schadcode ausführen oder Daten stehlen. Google empfiehlt ein sofortiges Update auf die neueste Version.
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KI-Integration schreitet voran
Unterdessen treibt Google die Integration künstlicher Intelligenz in seine mobilen Plattformen voran. Seit Ende Mai lädt Chrome auf kompatiblen Geräten im Hintergrund das Gemini Nano KI-Modell herunter – ein rund vier Gigabyte großes Paket. Dies ist Teil der Vorbereitungen für das kommende Android 17 und soll Routineaufgaben automatisieren. Datenschützer sehen die mangelnde Transparenz und die fehlende explizite Zustimmung der Nutzer kritisch.
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