Cholesterinsenker, Rosuvastatin

Cholesterinsenker: 5 mg Rosuvastatin senken LDL in 28 Tagen um fast 38 Prozent

Veröffentlicht am: 11.10.2026 um 01:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

In der 28-tägigen Untersuchung senkte Rosuvastatin das LDL deutlich; sechs getestete Nahrungsergänzungsmittel übertrafen Placebo nicht.

Cleveland-Clinic-Studie: Statin senkt LDL stärker als Supplemente
Ein minimalistisches, steriles Laborumfeld mit Glasgefäßen auf einer Edelstahloberfläche in natürlichem Licht. Illustration mit AI erstellt.

Nahrungsergänzungsmittel werden häufig als rezeptfreie Alternative zu verschreibungspflichtigen Cholesterinsenkern wahrgenommen. Eine wissenschaftliche Untersuchung der Cleveland Clinic liefert konkrete Vergleichsdaten zur Wirksamkeit gängiger Präparate gegenüber einer niedrig dosierten Statintherapie.

Im Rahmen der klinischen Studie mit dem Namen SPORT senkte eine tägliche Dosis von 5 mg Rosuvastatin über einen Zeitraum von 28 Tagen das LDL-Cholesterin bei Personen mit erhöhtem kardiovaskulärem Risiko um fast 38 Prozent.

Die im Journal of the American College of Cardiology veröffentlichte Untersuchung umfasste fast 200 Teilnehmende mit erhöhtem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Neben dem Statin wurden sechs weit verbreitete Nahrungsergänzungsmittel sowie ein Placebo parallel getestet.

Nahrungsergänzungsmittel ohne signifikanten Vorteil gegenüber Placebo

Im direkten Vergleich überprüften die Forschenden die Effekte von Fischöl, Zimt, Knoblauch, Kurkuma, Pflanzensterolen und Rotschimmelreis. Das Ergebnis fiel für die frei verkäuflichen Präparate ernüchternd aus: Keines der untersuchten Supplemente erzielte eine signifikant stärkere Senkung des LDL-Cholesterinspiegels als das verabreichte Scheinmedikament.

In einer Untergruppe zeigte sich sogar ein gegenläufiger Effekt: Bei der Einnahme von Knoblauch stieg der LDL-Wert im Untersuchungszeitraum leicht an. Hinsichtlich der Verträglichkeit ergaben sich im Studienverlauf keine nennenswerten Unterschiede. Unerwünschte Begleiterscheinungen traten demnach in allen untersuchten Gruppen ähnlich selten beziehungsweise mit vergleichbarer Häufigkeit auf.

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Methodische Grenzen und Schwankungen bei Wirkstoffen

Die Aussagekraft der Studie unterliegt gewissen methodischen Rahmenbedingungen. Der Untersuchungszeitraum war mit 28 Tagen relativ kurz bemessen, zudem konzentrierte sich das Versuchsdesign auf spezifische Präparate und eine festgelegte Dosierung. Die Resultate lassen sich daher nicht ohne Weiteres auf sämtliche im Handel erhältlichen Nahrungsergänzungsmittel oder andere Dosierungen von Statinen übertragen.

Besonderheiten bestehen zudem bei einzelnen Inhaltsstoffen wie Rotschimmelreis. Dieser kann den Wirkstoff Monacolin K enthalten, welcher dem verschreibungspflichtigen Wirkstoff Lovastatin strukturell ähnelt. Allerdings variiert die tatsächliche Konzentration von Monacolin K je nach Produkt und Hersteller erheblich, was eine verlässliche therapeutische Dosierung erschwert.

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Ärztliche Rücksprache vor Umstellungen erforderlich

Fachleute weisen vor dem Hintergrund der Ergebnisse darauf hin, dass eine eigenmächtige Umstellung der Medikation vermieden werden sollte. Ein Ersatz verordneter Statine durch frei verkäufliche Nahrungsergänzungsmittel sollte nicht ohne vorherige ärztliche Konsultation erfolgen, da die cholesterinsenkende Wirkung von Statinen klinisch belegt ist, während die getesteten Supplemente keinen vergleichbaren Nutzen nachweisen konnten. Jede Anpassung einer bestehenden kardiovaskulären Risikotherapie erfordert daher eine individuelle Abstimmung mit dem behandelnden Arzt.

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