ChatGPT Work: OpenAI testet gemeinsame Oberfläche für Chat und Arbeit
Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 04:03 Uhr | Redaktion boerse-global.deOpenAI hat am 1. November angekündigt, die bisher getrennten Agentenfunktionen von ChatGPT Work direkt in die reguläre ChatGPT-Oberfläche einzubinden. Wie das Unternehmen per E-Mail an Abonnenten mitteilte, wird derzeit eine kombinierte Nutzererfahrung getestet, die Chat- und Arbeitsabläufe in einer gemeinsamen Ansicht zusammenführt. Bisher waren weiterführende Arbeitsfunktionen und der Standard-Chat getrennt organisiert.
Testphase startet in Kürze mit kleiner Nutzergruppe
Der Test der kombinierten Registerkarten soll in den kommenden Wochen anlaufen und zunächst einer kleinen Gruppe von Anwendern zur Verfügung stehen. Ein Termin für einen breiten Rollout liegt bisher nicht vor. Produktverantwortlicher Tibo Sottiaux hatte bereits am 28. Oktober auf X in Aussicht gestellt, dass Chat und Work im Jahr 2026 zusammengeführt werden sollten.
Ziel der Umstellung ist es, dass Anwender ohne Moduswechsel zwischen alltäglichen Unterhaltungen und komplexen Arbeitsschritten wechseln können. Dazu zählt die Möglichkeit, Dateien und Plugins einzubinden, Websites zu erstellen, Präsentationen auszuarbeiten und Aufgaben direkt im Web auszuführen, während Nutzer die Arbeitsschritte fortlaufend prüfen und anleiten. Bei Anthropic sind Chat- und Cowork-Funktionen in Claude bereits kombiniert.
Gemeinsame Kontingente ab Dezember angekündigt
Auf einer Hilfeseite erklärte OpenAI, das Unternehmen bereite die Integration sorgfältig vor, um bestehende Arbeitsabläufe nicht zu stören. Die meisten Nutzer dürften demnach nicht häufiger als bisher auf das Zurücksetzen ihrer Nutzungslimits warten müssen. Während ChatGPT Work in die Hauptanwendung übergeht, verbleibt Codex als separate Erfahrung in der ChatGPT-Desktop-App.
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Parallel dazu plant OpenAI für Dezember 2026 die Einführung gemeinsamer Nutzungskontingente für ChatGPT und Codex. Entsprechende Angaben auf der Hilfeseite wurden am 31. Oktober 2026 aktualisiert; sie betreffen die Tarife Plus, Pro und Business.
Bislang teilen sich Codex, ChatGPT Work, ChatGPT for Excel sowie Workspace Agents bereits ein gemeinsames Limit, während für den regulären Chat separate Obergrenzen galten. Kostenlose Konten sowie die Tarife Go, Enterprise und Edu werden auf der Hilfeseite bezüglich des gemeinsamen Budgets nicht genannt, obwohl Codex auch in Free und Go enthalten ist.
Neue Struktur bei Limits und Rechenkapazitäten
Die Nutzung wird künftig in Token gemessen. Anspruchsvollere Modelle und rechenintensive Aufträge verbrauchen das jeweilige Kontingent schneller, während Dialoge mit Instant-Modellen nicht auf das geteilte Budget angerechnet werden.
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Nutzer können ihr Restkontingent sowie die verbleibende Zeit bis zum Reset in den Kontoeinstellungen unter dem Menüpunkt Nutzung einsehen. Ist ein Limit erschöpft, bleibt Anwendern das Warten auf den Zyklus-Reset, ein Tarifwechsel oder der Erwerb zusätzlicher Credits.
Bereits zum 29. Oktober 2026 hatte OpenAI die Kontingente für Work und Codex in den Tarifen Pro 100, Pro 200 und Pro 500 verdoppelt, eine zuvor vorgenommene Reduktion bei Pro 200 rückgängig gemacht und auch Business Premium einbezogen.
Der monatliche Grundpreis für Plus liegt bei 20 US-Dollar, für Go bei 8 US-Dollar und für Business bei 20 US-Dollar pro Nutzer bei jährlicher Zahlung beziehungsweise 25 US-Dollar bei monatlicher Abrechnung. In Australien betragen die Monatsgebühren 29,99 Australische Dollar für Plus und ab 154,99 Australische Dollar für Pro-Pläne.
