ChatGPT Work: OpenAI startet autonomen Büro-Assistenten
Veröffentlicht: 11.07.2026 um 16:24 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Der KI-Pionier OpenAI bringt mit ChatGPT Work einen autonomen Büro-Assistenten auf den Markt – und bereitet parallel den Börsengang vor.
Am 9. Juli 2024 fiel der Startschuss für eine neue Ära der künstlichen Intelligenz: OpenAI veröffentlichte ChatGPT Work, einen cloudbasierten KI-Agenten, der komplexe Geschäftsprozesse eigenständig abwickeln kann. Zeitgleich stellte das Unternehmen die neue GPT-5.6-Modellfamilie der Öffentlichkeit vor. Die Ankündigungen kommen nur wenige Tage nach der Einreichung der Börsenzulassung – mit einer prognostizierten Bewertung zwischen 730 und 852 Milliarden Euro.
Was ChatGPT Work wirklich kann
Anders als herkömmliche Chatbots arbeitet ChatGPT Work als dauerhafte virtuelle Maschine in der Cloud. Der Agent ist darauf ausgelegt, mehrstufige Arbeitsabläufe über verschiedene Unternehmensplattformen hinweg zu managen. Die Integration mit Slack, Gmail, Google Drive, Microsoft Teams und Salesforce erlaubt es dem System, aus einer Zielvorgabe fertige Ergebnisse zu produzieren – seien es Tabellenkalkulationen, Präsentationen oder funktionsfähige Webanwendungen.
OpenAI hat zudem seine Codex-Programmierfunktionen direkt in die ChatGPT-Desktop-App integriert. Der eingebaute Browser und die „Computer Use"-Funktionen ermöglichen es der KI, Webinhalte zu durchsuchen und Code selbstständig auszuführen. Neu ist auch die Möglichkeit, zeitgesteuerte Aufgaben zu definieren – Routineprozesse in CRM-Systemen oder Software-Repositories laufen dann automatisch ab.
Der Rollout beginnt mit Pro-, Enterprise- und Education-Tarifen. Plus- und Business-Kunden sollen in Kürze folgen.
Drei Modelle für unterschiedliche Ansprüche
Mit GPT-5.6 führt OpenAI eine dreistufige Modellfamilie ein:
- Sol – das Spitzenmodell: 5 Euro pro Million Input-Tokens, 30 Euro pro Million Output-Tokens. Erreichte 88,8 Prozent auf Terminal-Bench 2.1, im Ultra-Modus sogar 91,9 Prozent.
- Terra – die Mittelklasse: 2,50 Euro Input, 15 Euro Output. Deutlich günstiger als der Vorgänger GPT-5.5.
- Luna – das Einstiegsmodell: 1 Euro Input, 6 Euro Output.
Zum 23. Juli 2024 wird OpenAI die Vorgängerversion GPT-5.4 einstellen.
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Der Wettbewerb schläft nicht
Die Konkurrenz reagiert mit eigenen Offensiven. Meta öffnete am 9. Juli eine öffentliche Vorschau seiner Model-API und aktualisierte Muse Spark auf Version 1.1. Der Preis: rund ein Viertel der OpenAI-Tarife – 1,25 Euro Input, 4,25 Euro Output pro Million Tokens. Metas Infrastrukturausgaben sollen in diesem Jahr zwischen 125 und 145 Milliarden Euro liegen.
Anthropic stattete sein Claude Code Desktop einen Tag später mit einem integrierten Browser aus, der Recherche und Code-Optimierung im selben Fenster erlaubt. xAI brachte Grok 4.5 auf den Markt, zu Preisen von 2 Euro Input und 6 Euro Output. Neue Spezialanbieter wie Bezier AI, ein KI-gestützter Website-Baukasten, drängen ebenfalls auf den Markt.
Sicherheit als zentrales Thema
Die öffentliche Freigabe von GPT-5.6 folgte auf eine eingeschränkte Vorschau mit rund 20 staatlich geprüften Organisationen. Der US-Handelsminister und der Nationale Cyber-Direktor waren in den Prüfprozess eingebunden.
OpenAI räumt ein, dass autonome KI-Agenten die Angriffsfläche für Sicherheitslücken vergrößern. Eine neue „Auto-Review"-Sicherheitsschicht soll Prompt-Injection-Angriffe und potenziellen Missbrauch in sensiblen Bereichen verhindern – bei gleichbleibend hoher Erfolgsquote bei der Aufgabenerledigung.
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Aus für den Atlas-Browser
Im Zuge der Neuausrichtung wird OpenAI den Atlas-Browser zum 9. August 2024 einstellen. Das Unternehmen konzentriert sich vollständig auf das integrierte ChatGPT-Work-Ökosystem.
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