ChatGPT Work: OpenAI behebt massive Service-Störung nach 5 Stunden
Veröffentlicht am: 01.09.2026 um 23:02 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der US-amerikanische KI-Entwickler OpenAI hat eine signifikante Service-Störung behoben, die insbesondere den im Juli eingeführten „Work“-Modus für zahlende Abonnenten beeinträchtigte. Nach Angaben des Unternehmens wurden die entsprechenden Gegenmaßnahmen am späten Abend des 31. August 2026 um 20:01 Uhr ET eingeleitet. Rund eine halbe Stunde später, um 20:28 Uhr ET, erklärte OpenAI den Vorfall offiziell für beendet.
Die partielle Störung hatte dazu geführt, dass ChatGPT Work für Nutzer von Plus-Accounts sowie höhere Abonnement-Stufen zeitweise nicht verfügbar war. Betroffene Anwender meldeten über mehrere Stunden hinweg erhöhte Fehlerraten und eine deutliche Latenz bei der Beantwortung von Anfragen. Die Probleme erstreckten sich über den Zugriff per Web-Browser sowie die mobilen Anwendungen für iOS und Android.
Umfang und regionale Ausbreitung der Service-Unterbrechung
Die Störung nahm ihren Anfang im Verlauf des 31. August, als erste Berichte über verzögerte Antworten und Schwierigkeiten beim Starten oder Fortsetzen von Aufgaben auftauchten.
Obwohl die Beeinträchtigungen vor allem zahlende Kunden trafen, gab es auch Meldungen von Inhabern kostenloser Konten. Die geografische Reichweite war global: Nutzer unter anderem aus Deutschland, den USA, Großbritannien, Brasilien und den Niederlanden berichteten von Einschränkungen.
Daten der Plattform Downdetector verdeutlichten das Ausmaß des Vorfalls. Gegen 14:24 Uhr ET verzeichnete der Dienst einen massiven Anstieg auf über 1.100 Störungsmeldungen für OpenAI. Eine detaillierte Aufschlüsselung der Problemberichte ergab, dass rund 91 % der Meldungen die allgemeine Nutzung des Dienstes betrafen.
Jeweils 4 % der Nutzer meldeten Schwierigkeiten beim Login oder Probleme mit der Programmierschnittstelle (API). Die Beschwerden erreichten laut Beobachtungen gegen 17:22 Uhr Moskauer Zeit ihren Höhepunkt.
Auswirkungen auf den Enterprise-Bereich und Codex
Besonders im Fokus der Störung stand das Produkt ChatGPT Work. Dieser erst am 9. Juli 2026 angekündigte Modus fungiert als Enterprise-KI-Agent und richtet sich an professionelle Anwender. Das für 20 US-Dollar pro Monat im Plus-Abonnement enthaltene Feature bietet spezialisierte Funktionen wie eine internetverbundene Code-Ausführung, einen Headless-Chrome-Browser, ein persistentes Dateisystem sowie die Möglichkeit, Sub-Agents und automatisierte Abläufe zu nutzen.
Wer moderne Tools wie KI im Unternehmen nutzt, muss sich auch mit den damit verbundenen Sicherheitsaspekten und rechtlichen Rahmenbedingungen auseinandersetzen. Dieser kostenlose Report klärt auf, welche rechtlichen Pflichten und Bedrohungen Unternehmer jetzt kennen müssen. KI-Gesetze und Cyberrisiken: Kostenlosen Report anfordern
Neben dem Work-Modus war auch das Modell Codex von der Störung betroffen. Nutzer erhielten hierbei Fehlermeldungen, die darauf hindeuteten, dass das gewählte Modell derzeit voll ausgelastet sei.
OpenAI räumte während des Vorfalls ein, dass ChatGPT Work nicht ordnungsgemäß funktioniere, und teilte mit, aktiv an einer Lösung zu arbeiten. Die Kernphase der Störung dauerte etwa fünf Stunden an, beginnend gegen Mittag bis in den späten Nachmittag hinein.
Zuverlässigkeit im langfristigen Vergleich
Trotz des aktuellen Vorfalls weisen die Statistiken für den Zeitraum von Juni bis August 2026 eine vergleichsweise hohe Stabilität der OpenAI-Dienste auf. Die Verfügbarkeit von ChatGPT lag in diesen Monaten bei durchschnittlich 99,67 %. Die API-Schnittstelle erreichte einen Wert von 99,94 %, während Codex eine Verfügbarkeit von 99,98 % verzeichnete.
Professionelle IT-Infrastrukturen benötigen proaktiven Schutz, um Sicherheitslücken zu schließen und gesetzliche Anforderungen ohne enorme Investitionen zu erfüllen. Erfahren Sie im gratis E-Book, wie Sie Ihr Unternehmen effektiv absichern, bevor es zu Störungen oder Angriffen kommt. Gratis-E-Book: Cyber Security für Unternehmen sichern
Am 1. September 2026 zeigte die offizielle Statusseite des Unternehmens zwar noch erhöhte Ausfallmeldungen innerhalb der vorangegangenen 24 Stunden, eine detaillierte technische Erklärung für den plötzlichen Anstieg der Fehlerraten blieb OpenAI jedoch zunächst schuldig. Das Unternehmen konzentrierte sich stattdessen auf die Anwendung der Korrekturmaßnahmen, um den stabilen Betrieb des Work-Modus für die zahlende Nutzerschaft wiederherzustellen.
