ChatGPT, Scheduled

ChatGPT Scheduled Tasks: Automatisierte Workflows starten ab sofort

19.06.2026 - 03:40:13 | boerse-global.de

OpenAI, Microsoft und Databricks bringen neue autonome Assistenten auf den Markt. Analysten warnen vor hohen Ausfallraten bei KI-Projekten.

KI-Assistenten: OpenAI, Microsoft und Databricks im Wettbewerb
ChatGPT - Eine futuristische Darstellung eines Gehirns, das aus Schaltkreisen und Licht besteht, mit digitalen Symbolen für Aufgabenplanung und Automatisierung. 19.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die Systeme planen Aufgaben eigenständig, steuern Desktop-Umgebungen und analysieren Unternehmensdaten.

Geplante Aufgaben als neuer Standard bei ChatGPT

Am 18. Juni führte OpenAI „Scheduled Tasks“ für ChatGPT ein. Nutzer können wiederkehrende Aufgaben im Voraus planen – maximal einmal pro Stunde. Die Verwaltung läuft über einen neuen Reiter namens „Geplant“ in der Seitenleiste.

Anzeige

Während KI-Systeme wie ChatGPT immer komplexere Aufgaben in unserem Alltag übernehmen, stellt sich oft die Frage nach der praktischen Anwendung. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen mit fertigen Prompts, wie Sie die KI sofort effektiv als persönlichen Assistenten nutzen können. Urlaub planen, Sprachen lernen, Zeit sparen: So erledigt ChatGPT Ihre Alltagsaufgaben

Die Kontingente variieren je nach Abo: Go- und Plus-Nutzer erhalten drei bis fünf gleichzeitige Aufgaben, Business- und Enterprise-Kunden zehn bis 15. Die bisherige Funktion „Pulse“ wird dafür eingestellt. Bestehende Nutzer haben 14 Tage Übergangsfrist. Ziel ist es, wiederkehrende Workflows wie Datenabfragen oder Berichte zu systematisieren.

Erweiterte Steuerung für europäische Nutzer

Am 16. und 17. Juni schaltete OpenAI erweiterte Codex-Funktionen in der EU, Großbritannien und der Schweiz frei. Die „Computer Use“-Funktion ermöglicht direkte Desktop-Steuerung. Eine Chrome-Erweiterung unterstützt Workflows über mehrere Browser-Tabs.

Die Nutzung von Codex hat sich seit Jahresbeginn verdreifacht. Für Profis gibt es den „o3 Pro Mode“ für 200 US-Dollar monatlich. Ende Juni erscheint zudem GPT-5.6 unter dem Codenamen „kindle-alpha“.

Anzeige

Der rasante Einzug von KI in den Arbeitsalltag bringt neue rechtliche Anforderungen mit sich, insbesondere durch den seit August 2024 geltenden EU AI Act. Sichern Sie sich diesen kostenlosen Umsetzungsleitfaden, um alle Fristen, Pflichten und Risikoklassen der neuen KI-Verordnung im Blick zu behalten. EU AI Act in 5 Schritten verstehen: Jetzt kostenloses E-Book sichern

Wettbewerb der KI-Agenten

Microsoft gab am 16. Juni die allgemeine Verfügbarkeit von „Copilot Cowork“ bekannt. Der Dienst nutzt Modelle von Anthropic und GPT-5.5 für Aufgaben in Microsoft 365 – etwa Meeting-Vorbereitung oder komplexe Recherchen. KPMG hat bereits mit dem Rollout für über 270.000 Mitarbeiter begonnen.

Databricks lancierte am 18. Juni „Genie One“, einen agentischen Assistenten für Unternehmensdaten. Das System ist mit über 50 Anwendungen wie Slack, Jira und Google Drive kompatibel. Dank spezieller Wissensgraph-Technologie liege die Antwortqualität deutlich über der herkömmlicher Coding-Agenten, so der Hersteller. Die Rechenkosten sollen um bis zu 80 Prozent sinken.

Anthropic verzahnte am 18. Juni Design- und Coding-Umgebungen enger. Neue Befehlsstrukturen erlauben nahtloses Wechseln zwischen Oberflächengestaltung und Code-Generierung. Eine Echtzeit-Synchronisation verbessert die Teamarbeit.

Strategische Neuausrichtung und Partner-Ökosysteme

OpenAI startete am 18. Juni ein Partnernetzwerk mit Investitionen von rund 150 Millionen US-Dollar. Bis Ende 2026 sollen weltweit etwa 300.000 zertifizierte Berater Unternehmen bei der Implementierung agentenbasierter Systeme unterstützen.

Trotz des Wachstums – OpenAI erzielte im ersten Quartal 2026 einen Umsatz von 5,7 Milliarden US-Dollar – bleibt der Sektor kapitalintensiv. Der Verlust im selben Zeitraum lag bei 3,7 Milliarden US-Dollar. Gartner-Analysten warnen: Bis zu 40 Prozent der agentischen KI-Projekte könnten bis 2027 wieder eingestellt werden, falls der konkrete Mehrwert für Geschäftsprozesse ausbleibt.

Auch SAP reagiert auf den Trend. Im Q1-Release 2026 für Business AI wurden neue Werkzeuge für die ABAP-Programmierung vorgestellt. Erste Auswertungen zeigen Zeitersparnisse von bis zu 25 Prozent beim Testen von Software.

de | wissenschaft | 69578337 |