ChatGPT, Scheduled

ChatGPT Scheduled: OpenAI bündelt Automatisierung im neuen Dashboard

18.06.2026 - 09:17:50 | boerse-global.de

OpenAI führt zentrale Aufgabensteuerung für ChatGPT ein und stellt den Briefing-Dienst Pulse ein. Neue Sprachtechnologie und Wissenschaftsinitiative geplant.

OpenAI bündelt ChatGPT-Aufgaben in neuem Dashboard
ChatGPT - A glowing, stylized ChatGPT icon within a digital interface displaying scheduled tasks and automation workflows, set against a sophisticated tech background. 18.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

ChatGPT bekommt ein zentrales Dashboard für geplante Aufgaben – der tägliche Briefing-Dienst Pulse wird dagegen eingestellt.

Der KI-Konzern OpenAI hat seine Automatisierungsfunktionen für ChatGPT grundlegend überarbeitet. Seit Mitte Juni 2026 steht Nutzern eine neue „Scheduled"-Seite in der Seitenleiste zur Verfügung. Sie bündelt sämtliche Hintergrundaufgaben an einem Ort – vom regelmäßigen Web-Monitoring bis zur wiederkehrenden Informationssammlung.

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Was die neue Aufgabensteuerung kann

Das zentrale Dashboard erlaubt es, ChatGPT-Aktionen im Hintergrund auszuführen, ohne dass der Nutzer aktiv eingreifen muss. Die Funktion steht in den Abonnement-Stufen Plus, Pro, Team, Business und Enterprise zur Verfügung. Besonders praktisch: Aufgaben lassen sich für bestimmte Zeitfenster planen – etwa morgens, nachmittags oder abends.

Die Anzahl gleichzeitiger Aufgaben hängt vom Abo-Modell ab. Der günstigste Tarif (Go) erlaubt drei aktive Tasks, Plus-Nutzer können fünf parallel laufen lassen. In den höheren Stufen Pro und Enterprise sind bis zu 15 gleichzeitige Aufgaben möglich. Die neuen Hintergrundprozesse arbeiten nach Unternehmensangaben schneller und zuverlässiger als frühere Versionen.

Aus für Pulse – Umstieg empfohlen

Parallel zum Ausbau der Automatisierung stellt OpenAI den Dienst Pulse ein. Der im September 2025 gestartete Service lieferte personalisierte tägliche Zusammenfassungen. Ende Juni 2026 wird Pulse abgeschaltet. Das Unternehmen rät seinen Kunden, die täglichen Briefing-Anforderungen auf das neue Scheduled-Tasks-System umzustellen. Damit konsolidiert OpenAI seine Automatisierungsangebote in einer einheitlichen Architektur.

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Sprachsteuerung wird natürlicher

Neben der Automatisierung treibt OpenAI auch die Sprachtechnologie voran. Eine neue bidirektionale Architektur namens GPT-Bidi-1 soll es ChatGPT Voice ermöglichen, gleichzeitig zuzuhören und zu sprechen. Das verspricht deutlich flüssigere Gespräche. Die Technologie wird in drei Intelligenzstufen angeboten: High, Medium und Instant.

Vorstoß in die Wissenschaft

OpenAI drängt verstärkt in den akademischen Sektor. Code-Funde aus Mitte Juni 2026 deuten auf eine Initiative namens „ChatGPT for Science" hin. Sie richtet sich an Universitäten und Forschungslabore und fokussiert auf die Disziplinen Biologie, Chemie und Physik. Interne Tests zeigen, dass kommende Modelle wie GPT-5 hohe Leistungswerte erreichen – darunter 92 Prozent im GPQA-Wissenschaftstest.

Finanzielle Schieflage trotz Milliardenumsatz

Die Produktneuheiten kommen in einer Phase intensiver finanzieller Aktivität. OpenAI erzielte in den vergangenen zwölf Monaten einen Umsatz von rund 13 Milliarden Euro. Dem stehen jedoch Ausgaben von etwa 34 Milliarden Euro gegenüber – ein massives Missverhältnis.

Der Konzern bereitet offenbar einen Börsengang vor, die angestrebte Bewertung liegt bei einer Billion Euro. Doch der Wettbewerb wird härter: ChatGPTs Marktanteil liegt aktuell bei rund 46,4 Prozent. Gleichzeitig arbeitet OpenAI an der Sicherheit seiner Modelle. Untersuchungen hatten Schwachstellen in GPT-5.4 aufgedeckt, die durch spezielle Eingabeumgehungen die Erzeugung verbotener Inhalte ermöglichten.

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