ChatGPT, Lockdown

ChatGPT Lockdown Mode: OpenAI schützt vor Prompt-Injection-Angriffen

08.06.2026 - 13:57:13 | boerse-global.de

OpenAI führt Lockdown Mode ein, der KI vor Datendiebstahl schützt, aber Funktionen wie Webzugriff und Deep Research deaktiviert.

OpenAI Lockdown Mode: Neuer Schutz für sensible ChatGPT-Daten
ChatGPT - A digital padlock over a glowing neural network, symbolizing AI security and data protection. 08.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Neue Sicherheitsfunktion soll sensible Daten vor KI-Angriffen schützen – doch der Preis ist hoch.

KI-Unternehmen OpenAI hat einen speziellen „Lockdown Mode" für ChatGPT vorgestellt. Die Funktion soll Nutzer vor Datendiebstahl und sogenannten Prompt-Injection-Angriffen bewahren. Seit dem 7. und 8. Juni rollt das Update aus – und richtet sich vor allem an jene, die hochsensible Informationen verarbeiten.

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Wenn die KI zur Sicherheitslücke wird

Das Problem ist bekannt: KI-Assistenten mit Zugriff auf externe Dienste sind verwundbar. Bei einer Prompt-Injection schleusen Angreifer versteckte Anweisungen in Daten ein, um das Verhalten der KI zu manipulieren. Der Lockdown Mode soll genau das verhindern – indem er ausgehende Netzwerkanfragen drastisch einschränkt.

Doch OpenAI räumt ein: Einen hundertprozentigen Schutz gibt es nicht. Die Funktion reduziere zwar das Risiko, biete aber keine totale Sicherheitsgarantie.

Verzicht als Sicherheitsstrategie

Wer den Lockdown Mode aktiviert, muss auf einige Komfortfunktionen verzichten. Die Einschränkungen sind bewusst gewählt:

  • Webzugriff: Nur noch zwischengespeicherte Inhalte, kein Live-Surfen mehr
  • Recherche-Tools: Deep Research und Agent Mode werden komplett deaktiviert
  • Datentransfer: Datei-Downloads für Analysen und Bildabrufe aus dem Internet sind blockiert
  • Externe Verbindungen: Live-Connector-Zugriffe und bestimmte Schreibaktionen werden unterbrochen

Eine wichtige Regel: Lockdown Mode und Developer Mode lassen sich nicht gleichzeitig nutzen. Die Einstellungen finden Nutzer im erweiterten Sicherheitsmenü ihres Kontos.

Wer profitiert am meisten?

Die neuen Sicherheitsfunktionen stehen einer breiten Nutzerbasis zur Verfügung – von Free- und Plus-Accounts bis hin zu ChatGPT Business-Konten. Als Hauptzielgruppen nennt OpenAI Journalisten, Führungskräfte und Forscher, die regelmäßig mit vertraulichen Daten arbeiten.

Die Aktivierung erfolgt über den Menüpfad: Einstellungen ? Sicherheit ? Erweiterte Sicherheit.

Mehr Kontrolle über aktive Sitzungen

Parallel zum Lockdown Mode führt OpenAI eine „Active Sessions"-Funktion ein. Sie gibt Nutzern einen Überblick über alle aktuellen Anmeldungen auf ihrem Konto. Verdächtige Geräte lassen sich aus der Ferne abmelden – eine sinnvolle Ergänzung zu den bereits eingeführten Passkey-Unterstützungen.

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Ob der Lockdown Mode am Ende mehr schützt als er einschränkt, wird sich zeigen. Für Unternehmen mit höchsten Sicherheitsanforderungen dürfte der Kompromiss jedoch akzeptabel sein.

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