ChatGPT Lockdown Mode: OpenAI blockiert Datendiebstahl durch KI-Angriffe
09.06.2026 - 14:49:06 | boerse-global.de
OpenAI schützt Nutzer mit einer neuen Sicherheitsfunktion vor raffinierten Cyberangriffen auf den KI-Chatbot.
Der US-Konzern hat am Montag den sogenannten Lockdown Mode für ChatGPT eingeführt. Die Funktion soll verhindern, dass Angreifer über manipulierte Eingaben sensible Daten aus dem Chatbot stehlen. Das Tool blockiert dazu sämtliche ausgehenden Netzwerkverbindungen des KI-Assistenten.
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Schutz vor einer neuen Angriffsklasse
Im Visier der Entwickler steht eine spezielle Bedrohung: Prompt-Injection-Angriffe. Dabei schleusen Hacker über scheinbar harmlose Aufforderungen Schadcode in die KI ein. Ziel ist es, ChatGPT dazu zu bringen, vertrauliche Informationen an externe Server zu senden.
Der Lockdown Mode verhindert genau diesen Datentransfer. Er stoppt die Datenexfiltration, selbst wenn der eigentliche Angriff bereits stattgefunden hat. Branchenbeobachter sehen darin einen wichtigen Schritt für den Einsatz in sensiblen Bereichen.
Besonders für Anwaltskanzleien, Behörden, Banken und Kliniken ist die Funktion gedacht. Organisationen mit strengen Datenschutzauflagen können so das Risiko von Informationslecks durch automatisierte KI-Prozesse deutlich senken.
Sicherheit um den Preis von Komfort
Der Lockdown Mode hat jedoch seinen Preis. Wer ihn aktiviert, verzichtet auf zahlreiche Funktionen. Die Live-Internetsuche wird deaktiviert – ChatGPT greift dann nur noch auf zwischengespeicherte Inhalte zu. Auch die Features Deep Research, Agent Mode und Canvas-bezogene Netzwerkfunktionen sind blockiert.
Hinzu kommen Einschränkungen bei Datei-Downloads und Live-Connector-Zugriffen. Der Lockdown Mode lässt sich zudem nicht mit dem Developer Mode kombinieren. Admins können in Arbeitsbereichen rollenbasierte Zugriffskontrollen einrichten, um die Funktion teamübergreifend zu steuern.
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Neue Kontrolle über aktive Sitzungen
Parallel zum Lockdown Mode hat OpenAI ein weiteres Sicherheits-Tool ausgerollt: Active Sessions. Diese Funktion gibt Nutzern einen zentralen Überblick über alle Geräte, die gerade auf ihr ChatGPT-Konto zugreifen.
Die Sitzungsverwaltung erlaubt es, Aktivitäten zu prüfen und sich aus der Ferne von bestimmten Geräten abzumelden. Das verhindert unbefugten Zugriff, etwa wenn ein Endgerät verloren geht oder gestohlen wird.
Die neuen Sicherheitsfunktionen stehen ab sofort für die Tarife Free, Plus, Pro und Business zur Verfügung. Auch Enterprise- und Workspace-Konten erhalten die Updates. Nutzer mit Single-Sign-On-Anmeldung müssen möglicherweise mit abweichenden Einstellungen rechnen. Die Tools finden sich im erweiterten Sicherheitsbereich der Kontoeinstellungen.
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