ChatGPT, PowerPoint

ChatGPT direkt in PowerPoint: OpenAI startet Beta-Integration

22.05.2026 - 06:32:55 | boerse-global.de

OpenAIs KI-Assistent ist ab sofort in Microsoft PowerPoint integriert und ermöglicht die Erstellung von Folien per natürlicher Sprache und Sprachsteuerung.

ChatGPT direkt in PowerPoint: OpenAI startet Beta-Integration - Foto: über boerse-global.de
ChatGPT direkt in PowerPoint: OpenAI startet Beta-Integration - Foto: über boerse-global.de

OpenAI bringt ChatGPT in Microsoft PowerPoint – Präsentationen per Sprachbefehl erstellen. Der KI-Assistent ist ab sofort für alle Nutzer verfügbar.

Seit dem 21. Mai 2026 können Anwender professionelle Präsentationen per natürlicher Sprache und Sprachbefehle erstellen. Die Beta-Integration von ChatGPT in PowerPoint markiert einen Wendepunkt: Statt mühsamer Vorlagenarbeit reicht künftig ein gesprochener Satz, um Folien zu generieren, Layouts anzupassen oder Inhalte neu zu strukturieren.

Von der Vorlage zum Gespräch

Die neue Funktion erlaubt es, Präsentationen komplett neu aufzubauen oder bestehende Folien zu bearbeiten – direkt aus der PowerPoint-Oberfläche heraus. Die eigentliche Innovation aber steckt in der Sprachsteuerung: Nutzer können ihre Anweisungen einfach sprechen, während die KI Layouts anpasst, Texte einfügt oder die gesamte Ablaufstruktur neu ordnet.

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Besonders für Unternehmen interessant: Das System greift auf Datenquellen wie Gmail, Outlook und SharePoint zurück. So lassen sich Live-Daten in Präsentationen einbinden – etwa für Quartalsberichte oder Vorstands-Updates. Microsoft bietet mit Copilot zwar bereits KI-Funktionen, doch die direkte ChatGPT-Integration setzt auf die spezifischen Sprachmodelle von OpenAI und verspricht eine nahtlose Bearbeitung.

Die Software kann komplexe Dokumente in Stichpunkte zusammenfassen oder kurze Notizen zu vollständigen Präsentationen ausbauen. Ein echter Gewinn für alle, die viel Zeit mit Formatierung und Inhaltsabstimmung verbringen.

Breite Verfügbarkeit als Strategie

OpenAI macht die Beta-Funktion für alle Nutzertypen zugänglich – von Free und Plus über Pro bis hin zu Business, Enterprise und Education. Dahinter steckt eine klare Strategie: ChatGPT soll sich als Standard-KI-Assistent in großen Organisationen etablieren, bevor langfristige Unternehmensverträge geschlossen werden.

Der Zeitpunkt ist klug gewählt. Rund 70 Prozent der Fortune-500-Unternehmen nutzen bereits Microsofts Copilot. Die Nachfrage nach messbaren Produktivitätsgewinnen durch KI ist enorm. Mit der direkten PowerPoint-Integration bietet OpenAI diesen Unternehmen nun eine konkurrierende, aber komplementäre Lösung.

Die Anbindung an SharePoint und Outlook ist dabei der entscheidende Faktor für den Unternehmenseinsatz. Greift die KI auf die interne Wissensdatenbank zu, bleiben Präsentationen konsistent mit früheren Berichten und aktuellen Projektdaten. Das Risiko von Faktenfehlern in wichtigen Meetings sinkt deutlich.

Weitere Neuerungen im Microsoft-Universum

Die PowerPoint-Integration ist nur eine von mehreren Neuerungen im Frühjahr 2026. Mitte Mai führte Microsoft einen KI-Kalender-Assistenten für alle 365-Nutzer ein. Basierend auf dem GPT-5.5-Instant-Modell übernimmt er eigenständig die Terminplanung, fasst Besprechungen zusammen und identifiziert Aufgaben. Erste Anwender berichten von Zeitersparnissen zwischen 2,5 und 5 Stunden pro Woche.

Auch andere Anwendungen erhalten Updates:

  • OneNote: Seit dem 20. Mai können Nutzer steuern, ob Links zu Word, Excel oder PowerPoint in Desktop-Apps oder im Browser öffnen – weniger Unterbrechungen im Arbeitsfluss.
  • Copilot Notebooks: Am 21. Mai wurde eine Infografik-Funktion angekündigt. Eine öffentliche Vorschau läuft bis Mitte Juni, der allgemeine Release ist für Juli geplant.
  • Excel und Power BI: Power Query ist jetzt vollständig in der Browser-Version integriert, ein „Agent Mode" wurde eingeführt. Visuelle Berechnungen und numerische Spalten für Eingabe-Slicer sind allgemein verfügbar.

Microsoft hat zudem Open-Source-Sicherheitstools wie RAMPART für KI-Frameworks und Clarity für Design-Verifikation veröffentlicht. Unternehmen wie HealthEquity melden einen sprunghaften Anstieg KI-gesteuerter Aktionen – von 50.000 auf 220.000 pro Monat.

Die Präsentation selbst wird neu gedacht

Während die Folien-Erstellung automatisierter wird, entwickelt sich auch die Art der Präsentation weiter. Am 20. Mai kam mit Hovercraft eine Mac-App auf den Markt, die eine virtuelle Kamerafunktion für Videocalls bietet. Anders als bei klassischer Bildschirmfreigabe bleibt der Präsentator sichtbar, während Inhalte in einem schwebenden Fenster erscheinen – steuerbar per Gesten wie Wischen und Zoomen.

Die Entwicklung folgt der Erkenntnis: Eine Studie vom April 2025 zeigt, dass 95,6 Prozent der Meeting-Teilnehmer Webcam-Animationen und sichtbare Präsentatoren bevorzugen. Tools wie Hovercraft und die neue ChatGPT-Funktion zielen darauf ab, den Fokus auf Vortrag und Publikum zu lenken – statt auf technische Folienmanipulation.

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Ausblick: Was kommt als Nächstes?

Die digitale Arbeitswelt steht vor weiteren Veränderungen. Microsoft hat Preiserhöhungen für seine 365-Suiten zum 1. Juli 2026 angekündigt: Business Basic steigt um 16 Prozent auf 7 Euro, Business Standard um 12 Prozent auf 14 Euro. Zudem wird Microsoft Teams Live Events zum 30. Juni 2026 eingestellt.

Der Trend zu „agentischen" Arbeitsabläufen – bei denen KI nicht nur Text vorschlägt, sondern komplexe Aufgaben wie datengetriebene Präsentationen selbstständig ausführt – beschleunigt sich. Der Erfolg der ChatGPT-Integration wird davon abhängen, ob OpenAI Datensicherheit mit der nötigen kreativen Flexibilität verbinden kann. Künftige Updates dürften die Brücke zwischen verschiedenen Plattformen weiter ausbauen – auch im DACH-Raum testen GMX und WEB.DE bereits interne KI-Funktionen für Nachrichtenzusammenfassungen und Übersetzungen.

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