ChatGPT Desktop: OpenAI aktiviert Vollduplex-Sprachsteuerung
Veröffentlicht am: 24.07.2026 um 10:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der KI-Konzern OpenAI hat seine Echtzeit-Sprachtechnologie GPT-Live auf die Desktop-Version von ChatGPT ausgeweitet. Windows- und macOS-Nutzer können nun per Sprachbefehl komplexe Arbeitsabläufe steuern.
Am 23. Juli 2026 startete die neue Funktion für zahlende Nutzer der Tarife Plus, Pro, Business, Edu und Enterprise. Das Update ermöglicht erstmals eine vollwertige Sprachsteuerung am Arbeitsplatzrechner – ein Schritt, der vor allem für Berufstätige und Entwickler interessant sein dürfte.
Vollduplex-Sprachsteuerung und Systemintegration
Die neue Technologie erlaubt sogenannte Vollduplex-Gespräche: Nutzer können sprechen, während die KI zuhört, und umgekehrt. Terminkalender abfragen, E-Mails entwerfen oder Besprechungen vorbereiten – all das funktioniert künftig ohne Maus oder Tastatur.
Besonders praktisch für macOS-Anwender: Die Funktion „Appshots" gibt der KI Einblick in den aktuellen Bildschirm. So versteht das System besser, woran der Nutzer gerade arbeitet, und kann kontextbezogen helfen.
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Mehrere KI-Agenten gleichzeitig steuern
Ein echtes Novum ist die Unterstützung für mehrere gleichzeitig laufende Aufgaben. Innerhalb der Umgebungen ChatGPT Work und Codex können Anwender verschiedene KI-Agenten parallel anweisen. Allerdings gilt eine Einschränkung: Nur eine Sprachsitzung ist gleichzeitig möglich, und das Nutzungskontingent wird alle five Stunden zurückgesetzt.
Codex-Integration: Debuggen per Sprache
Für Entwickler dürfte die Anbindung an Codex besonders spannend sein. Die Programmierumgebung zählt mittlerweile über fünf Millionen wöchentlich aktive Nutzer. Mit der neuen Sprachsteuerung lassen sich Fehler beheben, Code-Reviews durchführen und Projektstrukturen durchsuchen – alles freihändig.
OpenAI brachte das Update kurz nach der Veröffentlichung von GPT-5.6 Luna, einem Modell, das die Betriebskosten drastisch senkte. Die Sprachfunktion ist zudem mit den Remote-Features auf iOS verknüpft und schafft so eine Brücke zwischen Mobilgerät und Desktop.
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Anthropic zieht nach: Claude Voice mit neuen Modellen
Nicht nur OpenAI rüstet auf: Auch der Konkurrent Anthropic aktualisierte am selben Tag seinen Sprachmodus Claude. Nutzer können nun zwischen den Modellen Opus, Sonnet und dem bisherigen Haiku wählen.
Claude Voice unterstützt mindestens zehn Sprachen und ist direkt mit Drittanbieter-Tools wie Gmail, Google Calendar, Slack, Canva und Notion verknüpft. Der Dienst läuft zunächst als Beta-Version. Gratis-Nutzer sind allerdings auf das Haiku-Modell und eine einzige App-Integration beschränkt. Die Sprachsteuerung wählt automatisch das Modell, das zuletzt im Textmodus verwendet wurde.
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