ChatGPT, WhatsApp

ChatGPT auf WhatsApp: EU-Kommission erzwingt Zugang gegen Meta

Veröffentlicht: 14.07.2026 um 00:43 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Die EU-Kommission verpflichtet Meta per Digital Markets Act zur Freigabe von ChatGPT auf WhatsApp in Europa.

ChatGPT kehrt auf WhatsApp zurück: EU erzwingt Öffnung
Ein Smartphone-Bildschirm zeigt einen WhatsApp-Chat mit ChatGPT. Im Hintergrund deutet eine verschwommene europäische Stadtlandschaft auf digitale Märkte und Regulierung hin. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Rückkehr folgt auf eine mehrmonatige Sperre und ist das Ergebnis eines Eingreifens der EU-Kommission.

Digital Markets Act erzwingt Öffnung

Meta hatte ChatGPT am 15. Januar 2026 von WhatsApp verbannt – ein Schritt, den Branchenbeobachter mit der Förderung eigener KI-Tools des Konzerns in Verbindung brachten. Doch die EU-Kommission ordnete unter dem Digital Markets Act an, dass Meta Drittanbietern Zugang gewähren muss.

Die Freischaltung gilt in allen EU-Mitgliedsstaaten sowie in der Schweiz, Island, Liechtenstein und Norwegen. Die europäischen Behörden betonen die Notwendigkeit offener Zugänge für KI-Dienste, um den Wettbewerb im digitalen Markt zu sichern.

So funktioniert die Integration

Nutzer erreichen den Chatbot über die Nummer +1-800-242-8478. Für die grundlegenden Funktionen ist kein separater ChatGPT-Account nötig. Dazu gehören Mehrsprachigkeit, Bild-Uploads, Sprachnachrichten und Bildgenerierung.

Allerdings gibt es Nutzungsbeschränkungen: Ohne verknüpftes Konto ist pro Sitzung etwa nur ein Bild oder eine Sprachnachricht möglich. Einige Nutzer berichten zudem von gesperrten WhatsApp-Konten nach der Nutzung des Tools – die genauen Gründe dafür sind noch unklar.

OpenAI baut globale Präsenz aus

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Die Rückkehr zu WhatsApp in Europa ist Teil einer größeren Expansionsstrategie. Am heutigen Dienstag startete OpenAI auch Integrationen für KakaoTalk in Südkorea – wo die Plattform eine Durchdringung von über 90 Prozent hat – sowie für Viber, zunächst mit Fokus auf die Philippinen.

Diese Verteilungs-Updates fallen mit dem Start von "ChatGPT Work" am 9. Juli zusammen. Der professionelle Dienst basiert auf der GPT-5.6-Modellfamilie, unterteilt in die Stufen Sol, Terra und Luna. Die Work-Version ermöglicht die eigenständige Erstellung von Dokumenten, Tabellen und Webseiten und wird derzeit von rund sechs Millionen aktiven Nutzern verwendet.

Milliarden-Investitionen in die KI-Zukunft

OpenAI hat einen mehrjährigen Fahrplan für seine KI-Fähigkeiten vorgelegt. Bis September 2026 soll ein KI-Forschungsassistent auf "Praktikanten-Niveau" entstehen, das Endziel ist ein vollständig autonomer Forscher bis März 2028. Zur Finanzierung dieser Meilensteine sind Infrastruktur-Investitionen in Höhe von 1,4 Billionen Euro geplant.

EU-Regulierung verschärft sich parallel

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Während OpenAI mit ChatGPT Work und Milliarden-Investitionen die KI-Revolution vorantreibt, verschärft die EU parallel Chat Control. Unternehmen, die WhatsApp für Kundenkommunikation nutzen, brauchen jetzt einen klaren Fahrplan – von der ChatGPT-Integration bis zur Risikoanalyse. Chat-Control-Risikoanalyse jetzt sichern

Während OpenAI seine Reichweite ausbaut, entwickelt sich auch das europäische Regulierungsumfeld weiter. Am 9. Juli belebte das Europaparlament "Chat Control 1.0" durch ein Dringlichkeitsverfahren wieder – nachdem eine Sperrminorität die nötigen 361 Stimmen verfehlt hatte. Die Regelung erlaubt die freiwillige Durchsuchung privater Nachrichten auf illegalen Inhalt, allerdings nur auf Plattformen ohne Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.

WhatsApp und Signal sind von diesen Scan-Pflichten derzeit ausgenommen. Die Maßnahme gilt bis April 2028, Verhandlungen über eine dauerhafte Regelung sollen im September 2026 beginnen.

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