Chainlink, CRE

Chainlink CRE: Banken behalten Kontrolle über ihre Transaktionsschlüssel

Veröffentlicht am: 29.09.2026 um 09:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Swift-Anbindung ist angekündigt; CCIP 2.0 soll institutionelle Transfers tokenisierter Vermögenswerte zwischen Blockchains ermöglichen.

Chainlink verbindet Swift-Ledger und Banken mit Blockchain-Systemen
Ein minimalistisches, modernes Atrium eines Finanzinstituts mit polierten Böden und klaren architektonischen Linien. Illustration mit AI erstellt.

Das Blockchain-Netzwerk Chainlink hat angekündigt, Finanzinstituten die Verbindung ihrer bestehenden Systeme und Schlüssel-Infrastruktur mit dem Blockchain-Ledger von Swift zu ermöglichen. Die Verknüpfung erfolgt über die Chainlink Runtime Environment (CRE).

Nach Angaben des Unternehmens behalten teilnehmende Banken bei dieser Lösung die vollständige Kontrolle über ihre Transaktionssignaturschlüssel und Genehmigungsprozesse, während die CRE-Plattform die Orchestrierung der operativen Abläufe übernimmt.

Koordination von Zahlungen mit tokenisierten Einlagen

Das gemeinsame Ledger von Swift dient der Koordination von Zahlungen mit tokenisierten Einlagen rund um die Uhr. Die Einlagen selbst verbleiben dabei stets auf den internen Systemen und Ledgern der jeweiligen Banken.

Das Swift-Ledger bewegt kein eigenes Geld, sondern übernimmt die Erfassung und Validierung von Zahlungszusagen. Die endgültige Abwicklung der Transaktionen erfolgt weiterhin über bereits etablierte Verfahren wie etwa Real-Time Gross Settlement (RTGS).

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Swift hatte das Ledger nach einer Entwicklungsphase, an der mehr als 40 Finanzunternehmen mitwirkten, im Juli 2026 gestartet. Das System befindet sich bis zum Jahresende in einem Pilotbetrieb, an dem 17 Banken aus sechs Kontinenten teilnehmen.

Am 28. September 2026 nannte Chainlink jedoch noch keinen konkreten Zeitplan für die Einführung der neuen Verbindungslösung durch einzelne Institute. Laut Chainlink verbindet die Organisation Swift mehr als 11.500 Finanzinstitute und Unternehmen in über 200 Märkten.

Einführung von CCIP 2.0 für institutionelle Transfers

Parallel zur Anbindung an Swift stellte Chainlink das Cross-Chain Interoperability Protocol (CCIP) in Version 2.0 vor. Das Protokoll soll Institutionen über eine standardisierte Integration ermöglichen, tokenisierte Vermögenswerte blockchainübergreifend zu übertragen.

CCIP 2.0 bietet konfigurierbare Kontrollmechanismen für Sicherheit, Compliance und Risikomanagement, darunter eigene Cross-Chain-Verifier, zusätzliche unabhängige Verifizierungsstufen, automatische Prüfungen für Geldwäschebekämpfung, Identitätsprüfung und Sanktionslisten sowie eine wählbare Finalitätsgeschwindigkeit.

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Chainlink beziffert den bislang über das CCIP-Netzwerk gesicherten Wert tokenisierter Cross-Chain-Vermögenswerte auf über 84 Mrd. US-Dollar. Insgesamt habe das Oracle-Netzwerk bereits Transaktionswerte in zweistelliger Billionenhöhe abgesichert.

Zu den Startpartnern von CCIP 2.0 zählen unter anderem die Finanz- und Technologieunternehmen ANZ, AWS, die Deutsche Börse Group beziehungsweise Crypto Finance, Fidelity International, Google Cloud und SBI Digital Markets.

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