CGM, Typ-2-Diabetes

CGM für Typ-2-Diabetes: Blutzucker sinkt um einen Prozentpunkt

Veröffentlicht: 17.07.2026 um 07:35 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Der Dexcom Flex-Sensor ermöglicht Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes eine Echtzeit-Glukoseüberwachung und ersetzt das Fingerstechen.

Dexcom Flex-Sensor: CGM für Typ-2-Diabetes ab Juli 2026
Nahaufnahme eines modernen Glukosesensors am Arm einer Person, mit einem Smartphone im Hintergrund, das Echtzeit-Glukosedaten anzeigt. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Ab dem 16. Juli 2026 ist der Dexcom Flex-Sensor in Deutschland verfügbar. Das System zur kontinuierlichen Glukosemessung (CGM) richtet sich an Erwachsene mit Typ-2-Diabetes – eine Patientengruppe, die lange von dieser Technologie abgeschnitten war.

Bislang gehörte CGM vor allem zur Standardtherapie bei Typ-1-Diabetes. Jetzt rücken Lösungen für Menschen nach, die mit Basalinsulin, oralen Antidiabetika oder GLP-1-Rezeptor-Agonisten behandelt werden.

Fingerstechen war gestern

Der Sensor ersetzt das routinemäßige Stechen in den Finger zur Blutzuckermessung. Stattdessen überträgt er die Werte in Echtzeit auf kompatible Smartphones oder Smartwatches.

Die Nutzer erhalten Biofeedback und personalisierte Einblicke in ihren Stoffwechsel. Sie sehen, wie Ernährung, Bewegung und Medikation die Zuckerwerte beeinflussen. Optionale Warnfunktionen melden drohende Abweichungen.

Der Bezug des Systems ist unter anderem über den herstellereigenen Webshop möglich.

Was die Studien zeigen

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Ab Juli 2026 ist der Dexcom Flex-Sensor für Typ-2-Diabetes in Deutschland verfügbar. Er ersetzt das lästige Fingerstechen und zeigt Ihre Zuckerwerte in Echtzeit auf dem Smartphone. Studien belegen: Der HbA1c sinkt um einen Prozentpunkt. Jetzt kostenlosen Report anfordern

Die Anwendung von CGM bei Typ-2-Diabetes ist durch mehrere Studien belegt. Demnach kann der HbA1c-Wert um etwa einen Prozentpunkt sinken. Auch die sogenannte „Time in Range“ – der Zeitraum mit Glukosewerten im Zielbereich – verbessert sich deutlich.

Forscher beobachten zudem ein verringertes Risiko für Langzeitkomplikationen und kardiovaskuläre Ereignisse. Ein entscheidender Faktor: Krankenhausaufenthalte lassen sich durch präzisere Stoffwechselsteuerung vermeiden.

Boehringer Ingelheim profitiert vom Diabetes-Boom

Die Einführung neuer Sensortechnologien fällt in ein Marktumfeld mit hoher Nachfrage. Das zeigt auch der Blick auf Boehringer Ingelheim: Der Konzernumsatz stieg im ersten Halbjahr 2026 um 16,2 Prozent auf 15,8 Milliarden Euro.

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Besonders die Humanpharma legte zu – plus 20,1 Prozent auf 13,1 Milliarden Euro. Treiber war das Diabetes-Medikament Jardiance mit 5,7 Milliarden Euro Umsatz.

Neben medikamentösen Wirkstoffen wie Jardiance oder der Entwicklungs-Substanz Survodutid gewinnen digitale Überwachungssysteme als ergänzende Säule im Chronic Disease Management an Bedeutung.

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