CareKickstart, Oberösterreich

CareKickstart: Oberösterreich startet Pflegeausbildung für Jugendliche ab 15

Veröffentlicht am: 30.09.2026 um 05:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Das Land finanziert die dreijährige Ausbildung in Linz; Absolventen erwerben eine Qualifikation in der Fach-Sozialbetreuung Altenarbeit.

Oberösterreich startet Pflegeausbildung #CareKickstart ab 15 Jahren
Ein heller, moderner Unterrichtsraum mit minimalistischer Einrichtung und natürlichem Tageslicht in einem Gebäude in Linz. Illustration mit AI erstellt.

Der Fachkräftemangel in der Pflege beschäftigt Politik und Sozialträger seit Jahren. Oberösterreich reagiert nun mit einem zusätzlichen Ausbildungsangebot, das sich gezielt an Jugendliche direkt nach der Pflichtschule richtet: #CareKickstart. Das Programm ergänzt die bereits bestehende Pflegelehre und soll bereits Fünfzehnjährigen einen strukturierten Einstieg in den Pflegeberuf ermöglichen.

Ein neuer Weg neben der Pflegelehre

Mit #CareKickstart schafft das Land Oberösterreich eine dreijährige Ausbildung, die sich explizit an Pflichtschulabgänger:innen ab 15 Jahren richtet. Der Unterricht findet an vier Tagen pro Woche statt, was Raum für praktische Einsätze oder weitere schulische Elemente lässt.

Wer teilnehmen möchte, muss einen positiven Pflichtschulabschluss vorweisen, gesundheitlich für den Pflegeberuf geeignet sein, als vertrauenswürdig gelten und ein Auswahlverfahren durchlaufen. Diese Kriterien sollen sicherstellen, dass die jungen Auszubildenden den Anforderungen des späteren Berufsalltags gewachsen sind.

Abschluss und Qualifikation

Am Ende der dreijährigen Ausbildung steht der Abschluss als Fach-Sozialbetreuung Altenarbeit. Dieser umfasst mehrere Kompetenzbereiche: Pflegeassistenz, Alltagsbegleitung sowie MAS-Aktivtraining. Damit erhalten die Absolvent:innen eine breite fachliche Grundlage, die sie sowohl für pflegerische Tätigkeiten im engeren Sinn als auch für begleitende und aktivierende Betreuungsaufgaben qualifiziert – ein Profil, das in der Betreuung älterer Menschen zunehmend gefragt ist.

Start zunächst nur in Linz

Zum Start wird #CareKickstart ausschließlich in Linz angeboten. Eine Ausweitung auf weitere Standorte im Bundesland ist dem vorliegenden Informationsstand zufolge derzeit nicht bekannt. Damit bleibt das Angebot vorerst regional begrenzt, könnte aber als Pilotprojekt für eine spätere Ausweitung dienen.

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Wer nach der Pflichtschule einen Beruf mit sicherer Perspektive sucht, findet in Oberösterreich jetzt einen neuen Weg: eine dreijährige Ausbildung, deren Kosten das Land trägt. Unser kostenloser Leitfaden zeigt Schritt für Schritt, wie die Bewerbung läuft und welche Förderungen möglich sind. Kostenlosen Bewerbungsleitfaden anfordern

Finanzierung und finanzielle Unterstützung

Ein zentraler Anreiz für junge Interessent:innen dürfte die Kostenübernahme sein: Das Land Oberösterreich trägt die Ausbildungskosten. Zusätzlich eröffnet sich für die Auszubildenden die Möglichkeit, geringfügig in stationären Einrichtungen zu arbeiten und damit erste praktische Erfahrungen zu sammeln sowie ein eigenes Einkommen zu erzielen.

Ergänzend steht das OÖ-Pflegestipendium zur Verfügung, das die finanzielle Situation während der Ausbildungszeit weiter absichern kann. Diese Kombination aus kostenfreier Ausbildung, Verdienstmöglichkeit und Stipendium soll die Attraktivität des Pflegeberufs für junge Menschen erhöhen, die sich sonst möglicherweise für andere Ausbildungswege entscheiden würden.

Politischer Hintergrund

Sozial-Landesrat Christian Dörfel ordnete das neue Angebot in den Kontext der Nachfrage nach Lehrstellen ein. Aus seiner Sicht soll #CareKickstart dieser Nachfrage begegnen und gleichzeitig einen Beitrag zur langfristigen Sicherung von Pflegepersonal leisten. Die Verbindung von Berufsausbildung und sozialer Versorgung steht damit im Zentrum der politischen Argumentation für das Programm.

Einordnung

Mit #CareKickstart verfolgt Oberösterreich einen zweigleisigen Ansatz: Neben der bestehenden Pflegelehre entsteht ein weiterer, niedrigschwelliger Zugang zum Pflegeberuf für Jugendliche direkt nach der Pflichtschule.

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Viele Eltern fragen sich, wie die Ausbildung des Kindes nach der Pflichtschule finanziert werden soll. In Oberösterreich übernimmt das Land die Ausbildungskosten, ergänzend sind ein Pflegestipendium und geringfügige Arbeit in stationären Einrichtungen möglich. Die Checkliste zeigt, welche Unterstützung Ihnen zusteht. Förder-Checkliste jetzt sichern

Ob das Modell über den Standort Linz hinaus ausgeweitet wird, dürfte davon abhängen, wie sich die Nachfrage und die ersten Ausbildungsjahrgänge entwickeln. Für Familien und Jugendliche, die sich für eine Laufbahn im Pflegebereich interessieren, bietet das Programm jedenfalls einen finanziell abgesicherten und strukturierten Einstieg mit klarem Berufsabschluss.

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