CareerConnect-Hack: Hacker erbeuten Daten von Alumni und Arbeitgebern
06.06.2026 - 19:06:23 | boerse-global.de
Die renommierte britische Hochschule kämpft erneut mit einem Sicherheitsvorfall – diesmal traf es die Karriereplattform CareerConnect.
Hacker erbeuten Nutzerdaten von CareerConnect
Am 28. Mai 2026 griffen unbekannte Täter die Plattform CareerConnect an, die von Studierenden, Alumni und Arbeitgebern genutzt wird. Betreiber des Systems ist der externe Dienstleister Group GTI. Nach Angaben des Unternehmens wurden vollständige Namen und E-Mail-Adressen von Alumni, wissenschaftlichen Mitarbeitern und potenziellen Arbeitgebern gestohlen.
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Besonders brisant: Für Nutzer, die keinen Single Sign-On (SSO)-Dienst verwenden, gelangten die Angreifer auch an verschlüsselte Passwörter. Group GTI zufolge zielte der Angriff vor allem darauf ab, Zugangsdaten für künftige Phishing-Kampagnen zu sammeln.
Die unbefugten Zugriffe erfolgten bereits zwischen dem 30. April und 9. Mai 2026 – blieben also fast einen Monat lang unentdeckt.
Keine Gefahr für interne Systeme
Entwarnung gibt es in einem Punkt: Die Angreifer verschafften sich keinen Zugang zu internen Systemen der Universität. Kursmaterialien, Finanzdaten, Kalendereinträge oder persönliche Dateien blieben unberührt. Der Vorfall beschränkte sich ausschließlich auf die CareerConnect-Plattform.
Nach der Entdeckung des Einbruchs schloss Group GTI die Sicherheitslücke umgehend. Als Vorsichtsmaßnahme wurden die Passwörter aller betroffenen Alumni, Forscher und Arbeitgeber zurückgesetzt.
Wachsamkeit gegenüber Phishing gefordert
Die Universität rät allen Nutzern zur Vorsicht. Die gestohlenen Kontaktdaten könnten genutzt werden, um täuschend echte Phishing-Mails zu verfassen. Die Plattform wird auch von mehreren anderen Hochschulen genutzt – die Sicherheitsüberwachung wurde seit der Entdeckung der Schwachstelle verstärkt.
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Schon der zweite Vorfall im Mai
Erst Anfang Mai 2026 war Oxford von einem massiven Datenleck bei Instructure betroffen, dem Anbieter des Lernmanagementsystems Canvas. Dieser Vorfall war deutlich größer: Rund 275 Millionen Nutzer von 8.800 Bildungseinrichtungen weltweit waren betroffen. Damals zahlte der Dienstleister Berichten zufolge Lösegeld an die Hackergruppe ShinyHunters.
Sicherheitsexperten betonen, dass beide Angriffe unabhängig voneinander erfolgten. Sie zeigen jedoch ein wachsendes Problem: Externe Softwareanbieter werden zunehmend zur Achillesferse von Hochschulen.
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