Cannabis-Medikament, Zulassung

Cannabis-Medikament: Erste Zulassung gegen Rückenschmerzen seit 15 Jahren

13.06.2026 - 00:30:19 | boerse-global.de

Vertanical erhält Zulassung für Cannabis-Extrakt gegen Rückenschmerzen. Tilray launcht erste deutsche Premium-Marke für medizinisches Cannabis.

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Cannabis-Medikament - Hände massieren sanft die Schläfe einer Person in einer ruhigen Umgebung, symbolisierend nicht-medikamentöse Migränetherapie. 13.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Während neue Cannabis-Medikamente klassische Opioide ersetzen sollen, boomen frei verkäufliche Alternativen und technologische Wellness-Produkte.

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Erste Cannabis-Zulassung gegen Rückenschmerzen seit 15 Jahren

Das Münchener Unternehmen Vertanical hat die Zulassung für Exilby® erhalten. Das Präparat ist ein standardisierter Cannabis-Sativa-Extrakt zur Behandlung chronischer Kreuzschmerzen. Branchenbeobachter sprechen von einer Sensation: Es ist die erste nicht-opioide Behandlungsoption in diesem Bereich seit rund 15 Jahren.

Die Zulassung basiert auf Phase-3-Studien mit mehr als 1.200 Patienten. Laut Unternehmensangaben zeigte sich eine signifikante Schmerzreduktion über zwölf Monate. Die Wirkung lag teilweise über der von herkömmlichen Opioiden – jedoch ohne deren Abhängigkeitsrisiko.

Die Markteinführung ist für September 2026 in Deutschland und Österreich geplant. Gründer Clemens Fischer investierte erhebliche Summen, um eine Alternative zu den jährlich rund 20 Millionen Opioid-Rezepten in Deutschland zu schaffen. Zulassungsstudien in den USA laufen bereits, weitere Untersuchungen zu Arthrose und diabetischer Polyneuropathie sind in Planung.

Tilray Medical startet erste deutsche Premium-Marke

Parallel zur neuen Zulassung wächst die heimische Produktion von medizinischem Cannabis. Tilray Medical gab Mitte Juni den Start der Marke ARX™ bekannt. Es ist die erste Premium-Marke für medizinisches Cannabis, die vollständig in Deutschland entwickelt und angebaut wurde.

Die Produktion erfolgt nach EU-GMP-Standards im Aphria-RX-Werk in Neumünster. Den Vertrieb übernehmen spezialisierte pharmazeutische Partner wie CC Pharma und 14U Pharma. Ziel ist eine stabile, qualitativ hochwertige Versorgung mit medizinischen Hanfprodukten auf dem deutschen Markt.

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Testsieger bei freiverkäuflichen Schmerzmitteln

Nicht nur verschreibungspflichtige Präparate machen Schlagzeilen. Eine aktuelle Marktanalyse von Juni 2026 zeigt deutliche Unterschiede bei freiverkäuflichen Schmerzgelen. Das Diclofenac Heumann Gel erhielt die Note „sehr gut“ – dank belegter Wirkung bei Arthrose und akuten Verletzungen.

Produkte auf Hanfbasis wie das Annabis Schmerzgel belegen vordere Plätze im Bereich der ergänzenden Pflege. Das Gel punktet mit kühlenden Eigenschaften. Experten betonen allerdings: Es wirkt lindernd, aber nicht entzündungshemmend im pharmakologischen Sinne.

Die Preisspanne ist enorm. Günstige Eigenmarken kosten ab etwa sechs Euro, Markenprodukte wie Voltaren oder Ibuprofen-Gele werden im Online-Handel für über 20 Euro angeboten.

Wellness-Technologie: Massage trifft auf Hautpflege

Im Bereich der apparativen Entspannung setzen Hersteller zunehmend auf Silikon-Technologien. FOREO bewirbt sein Gesichtsreinigungsgerät LUNA 4 als Kombination aus Reinigung und Massage. Laut Hersteller entfernt es klinisch erwiesen nahezu vollständig Schmutz- und Ölrückstände.

Das Gerät bietet verschiedene Intensitätsstufen und Massageroutinen. Klinische Erhebungen deuten auf eine verbesserte Produktaufnahme der Haut und ein gesünderes Hautbild hin.

Ergänzt wird das Angebot durch spezielle Textilien für den Sommer. Mitte Juni wurden Kühldecken und spezialisierte Kissen mit Rabatten zwischen 15 und 30 Prozent vermarktet. Sie versprechen durch Temperaturregulierung einen verbesserten Schlafkomfort.

de | wissenschaft | 69530783 |