Campus, Pinkafeld

Campus Pinkafeld: An 9 von 10 Tagen gibt es vegetarische Hauptspeisen

Veröffentlicht am: 20.10.2026 um 04:16 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das SIPCAN-Institut prüfte das gesamte Angebot in Pinkafeld; rund 1.000 Studierende profitieren von verbindlichen Ernährungskriterien.
Heller, moderner Speisesaal einer Hochschule mit leeren Tischen und Stühlen in natürlichem Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Die gesundheitsfördernde Gestaltung von Mahlzeiten in Bildungseinrichtungen gewinnt zunehmend an Bedeutung, da das tägliche Speisenangebot das Ernährungsverhalten maßgeblich prägt.

Als erste Hochschule in Österreich hat die Hochschule Burgenland ihr gesamtes Verpflegungsangebot am Campus Pinkafeld nach wissenschaftlichen Kriterien für eine gesundheitsfördernde Ernährung ausgerichtet und extern prüfen lassen. Für diese ganzheitliche Umstellung erhielt der Standort ein Zertifikat für ausgezeichnete Verpflegung durch das SIPCAN-Institut für Präventivmedizin.

Umfassende Anpassung des Speisenangebots

Das Projekt zur Neuorientierung der Verpflegung wurde von der Ernährungswissenschaftlerin Barbara Kramer-Meltsch initiiert. Die praktische Überprüfung und Ausgestaltung der Qualitätskriterien erfolgte gemeinsam mit dem Caterer Gästehäuser und Küchen Burgenland GmbH.

Ziel der Initiative war es, nicht nur einzelne Menülinien zu überarbeiten, sondern alle Stationen der täglichen Versorgung in den Prozess einzubinden. Die externe Erfassung erstreckte sich daher über die Mensa, den Pausenverkauf sowie sämtliche Snack- und Getränkeautomaten am Campus Pinkafeld.

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Im Mittelpunkt der Neuausrichtung in der Mensa steht eine ausgewogene Speisenauswahl, die definierten ernährungswissenschaftlichen Vorgaben folgt. Diese Kriterien schreiben vor, dass an mindestens 9 von 10 Verpflegungstagen vegetarische pikante Hauptspeisen angeboten werden müssen.

Um den Konsum von stark zuckerhaltigen Speisen im regulären Speiseplan zu begrenzen, dürfen süße Hauptspeisen an maximal einem Tag innerhalb dieses Zeitraums auf dem Menüplan stehen.

Vorgaben für Automaten und Pausenverpflegung

Neben der klassischen Mensa wurden auch die Zwischenverpflegung und die Selbstbedienungsangebote verbindlichen Richtlinien unterworfen. Bei den Getränkeautomaten gilt die Vorgabe, dass das Sortiment zu mindestens 80 Prozent aus Getränken mit maximal 6,3 Gramm Zucker pro 100 Milliliter bestehen muss, wobei der Einsatz von Süßstoffen vollständig ausgeschlossen ist. Auf diese Weise soll der Zugang zu kalorienärmeren Getränken im Studienalltag erleichtert werden.

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Auch für feste Zwischenmahlzeiten gelten klare Begrenzungen. Süßigkeiten, Mehlspeisen und pikante Knabbereien dürfen zusammen maximal ein Drittel des gesamten Automatenangebots ausmachen. Ergänzend dazu muss der Pausenverkauf zu mindestens 50 Prozent Backwaren mit einem hohen Schrot- oder Kornanteil bereithalten, um eine vollwertige Verpflegung am Campus zu unterstützen.

Relevanz für den Campusalltag

Von der flächendeckenden Umstellung auf das zertifizierte Verpflegungsangebot profitieren am Campus Pinkafeld rund 1.000 Studierende. Das Modell zeigt, wie durch einheitliche Kriterien für Küchenbetriebe und Automatenaufsteller ein gesundheitsförderndes Ernährungsumfeld an einer Hochschule geschaffen werden kann, das über punktuelle Einzelangebote hinausgeht.

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