Campingurlaub, Millionen

Campingurlaub: 44,7 Millionen Übernachtungen 2025 in Deutschland

Veröffentlicht am: 27.08.2026 um 22:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

2025 stiegen Campingübernachtungen in Deutschland auf 44,7 Millionen. Gleichzeitig verteuerten sich Stellplätze seit 2020 um 32,2 Prozent.

Camping in Deutschland wächst: Mehr Übernachtungen trotz höherer Preise
Moderner Campingbus geparkt auf einer Wiese vor einem Seeufer in einer hügeligen Landschaft bei Sonnenaufgang. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Campingtourismus verzeichnet ein anhaltendes Wachstum und festigt seine Position als bedeutendes Segment der Reisebranche. Aktuelle Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) für das Jahr 2025 belegen diese Entwicklung: Mit 44,7 Millionen Übernachtungen auf deutschen Campingplätzen wurde ein Zuwachs von 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr registriert.

Im Vergleich zum Vor-Pandemie-Niveau des Jahres 2019 entspricht dies einer Steigerung von 24,9 Prozent. Parallel zu dieser Nachfrage haben sich jedoch auch die Kosten erhöht; laut Destatis stiegen die Campingpreise seit dem Jahr 2020 um insgesamt 32,2 Prozent.

Preisstrukturen und Zielgebiete im europäischen Vergleich

Ein aktuelles Ranking des Reiseanbieters TUI identifiziert deutliche Unterschiede in der Preisgestaltung und Infrastruktur innerhalb Europas. Albanien gilt demnach als das camperfreundlichste Land, wobei Übernachtungspreise oft unter 20 Euro pro Nacht liegen.

In der Bewertung folgen Polen auf dem zweiten und Deutschland auf dem dritten Rang. Während Spanien für sein gut ausgebautes Autobahnnetz gewürdigt wird, gelten Destinationen in Italien und Kroatien als vergleichsweise hochpreisig.

Innerhalb Deutschlands zeigt sich eine wachsende Beliebtheit heimischer Ziele. Von den 100 am häufigsten nachgefragten Campingplätzen deutscher Urlauber befinden sich derzeit 39 im Inland, was einer Steigerung um neun Plätze im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Als gefragtester Standort wurde der Camping- und Ferienpark Wulfener Hals auf der Insel Fehmarn ermittelt.

Regionale Schwerpunkte für den Spätsommer

Für Reisen im Spätsommer und Frühherbst rücken verstärkt Regionen in Südfrankreich, Italien, Spanien sowie die Adriaküste und der Alpenraum in den Fokus. Branchenberichten zufolge bieten insbesondere weniger bekannte Naturlandschaften in Frankreich – etwa in der Auvergne-Rhône-Alpes, der Ardèche oder dem Burgund – Alternativen zu den klassischen Küstenregionen.

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Auch Regionen wie die Normandie, die Bretagne und die Vendée werden für Aufenthalte im Spätsommer empfohlen, wobei Fachleute zu frühzeitigen Buchungen raten.

In Spanien bietet der September laut Marktbeobachtungen stabil sonniges Wetter bei gleichzeitig abnehmender Besucherfrequenz und günstigeren Ticketpreisen. Für Reisende, die den Linksverkehr nicht scheuen, werden zudem Stellplätze in Südengland, etwa in der Nähe von Stonehenge in der Grafschaft Wiltshire, als Option genannt.

Klimatische Rahmenbedingungen und herbstliche Alternativen

Die Planung für den Zeitraum der Herbstferien Ende Oktober orientiert sich maßgeblich an den klimatischen Bedingungen. Während in Südeuropa und Nordafrika noch sommerliche Temperaturen herrschen – etwa 26 Grad Celsius in Sevilla, 28 Grad Celsius auf Zypern oder 30 Grad Celsius in Hurghada – bieten auch Ziele am Mittelmeer weiterhin milde Bedingungen.

In Regionen wie Paphos auf Zypern bleiben die Wassertemperaturen oft bis Ende Oktober über der Marke von 22 Grad Celsius. Ähnliche Werte werden für Saranda in Albanien (ca. 25 Grad Celsius), Budva in Montenegro (ca. 24 Grad Celsius) und Neum in Bosnien (ca. 24 Grad Celsius) angegeben.

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Neben dem klassischen Campingurlaub gewinnen alternative Reiseformen an Bedeutung. Marktdaten von Evaneos zeigen, dass sich die Suchanfragen nach Zugreisen innerhalb der letzten drei Jahre verdoppelt haben. Zu den bevorzugten Zielen für Bahnreisende im Herbst zählen Norwegen, Finnland sowie die baltischen Staaten mit den Städten Vilnius, Riga und Tallinn.

Für Fernreisende werden Mexiko-Rundreisen als Option für den Zeitraum ab November angeführt. Die Kosten für eine solche Reise ohne Flug variieren je nach Standard zwischen 1.000 Euro für einfache Aufenthalte bis hin zu Beträgen ab 3.000 Euro für Komfort-Angebote. Als primäre Fortbewegungsmittel innerhalb des Landes gelten das nationale Busnetz sowie Inlandsflüge.

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