CachyOS, Paketmanager

CachyOS August: Paketmanager Shelly komplett in Zig umgebaut

Veröffentlicht am: 11.08.2026 um 02:11 Uhr | Redaktion boerse-global.de

CachyOS veröffentlicht August-Update mit komplett in Zig neu geschriebenem Paketmanager Shelly, verbesserter Update-Verwaltung und ersten Server-Installationsprofilen.

CachyOS August-Update: Shelly v3 in Zig, neue Server-Profile und bessere Hardware-Erkennung
Moderner Arbeitsplatz mit sauberer Code-Oberfläche auf hochauflösendem Monitor in einem sanft beleuchteten, professionellen Büro. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Das Arch-basierte Linux-System CachyOS hat sein August-Update 2026 veröffentlicht. Im Mittelpunkt steht die Neuauflage des grafischen Paketmanagers Shelly, der nun komplett in der Programmiersprache Zig geschrieben ist. Damit setzt die Distribution auf schnellere, ressourcenschonendere Software – ein Trend, der auch in der deutschen Linux-Szene für Aufsehen sorgt.

Shelly v3: Schneller, leichter, moderner

Shelly hat Octopi bereits Anfang des Jahres als Standard-Paketmanager abgelöst. Mit Version 3 folgt nun ein grundlegender Umbau: Die Entwickler haben die Anwendung von C## auf Zig migriert. Das bedeutet: keine verwaltete Laufzeitumgebung mehr, sondern native Binärdateien. Das Ergebnis soll ein spürbar geringerer Speicherverbrauch und ein schnellerer Programmstart sein.

Auch optisch hat sich einiges getan. Ein neuer Einrichtungsbildschirm begrüßt Nutzer beim ersten Start. Pakete lassen sich nun wahlweise als Liste oder in einer Rasteransicht durchstöbern. Besonders praktisch: AUR-Pakete zeigen eine Vorschau des PKGBUILD-Skripts mit Live-Build-Ausgabe. Eine neue Werkzeugseite bündelt zudem Datenbanksynchronisation, Cache-Bereinigung und das Entfernen verwaister Pakete.

Kommandozeile und Update-Verwaltung aufgewertet

Auch die Shell-Nutzer kommen auf ihre Kosten. Die Shelly-CLI durchsucht jetzt offizielle Repositorien und das Arch User Repository (AUR) gleichzeitig. Kombinierte Update-Checks decken Standardpakete, AUR-Einträge, AppImages und Flatpaks ab. Für Systemwiederherstellung und Portabilität gibt es nun Backup-Funktionen mit TOML-basiertem Import und Export.

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Das Update-Management wurde ebenfalls verfeinert: Cachy-Update basiert nun auf Arch-Update 4.x. Das Tray-Applet für Updates ist in Rust neu geschrieben worden – ein Schritt, der die Zuverlässigkeit erhöhen soll. Mit dem neuen Flag --check --enable aktivieren Nutzer automatische Update-Prüfungen und das Tray-Symbol in einem Rutsch. Standardmäßig sucht das System nun alle sechs Stunden nach Aktualisierungen.

Installer-Anpassungen und Server-Pläne

Die Installationsroutine hat einige desktop-spezifische Änderungen erfahren. Hyprland-Installationen mit dem Noctalia-Profil setzen nun auf den Noctalia-Greeter statt SDDM, während Cinnamon standardmäßig den lightdm-slick-greeter verwendet. GNOME-Nutzer erhalten gvfs-dnssd, und für diejenigen, die den Rust-basierten COSMIC-Desktop testen, ist cosmic-monitor enthalten.

Ein strategisch wichtiger Schritt: Erste experimentelle Installationsprofile für eine kommende CachyOS Server Edition sind verfügbar. Sie lassen sich über den Kommandozeilen-Installer auswählen und ebnen den Weg für NAS-Setups und Hosting-Anbieter.

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Bessere Hardware-Erkennung und neue Infrastruktur

Das Hardware-Erkennungstool chwd erkennt Handheld-Spielekonsolen wie Steam Deck, ROG Ally und Legion Go nun zuverlässiger. Dazu nutzt es Board-Namen aus den DMI-Daten. Das behebt frühere Probleme, bei denen fehlende DMI-Dateien zu Erkennungsfehlern oder Problemen in virtuellen Maschinen führten.

Flankiert wird das Update von einer neuen Infrastruktur: Ein eigener Arch-Linux-Mirror und ein weltweiter Cache-CDN über eine Partnerschaft mit CDN77 sind nun Standard bei der Installation. Das soll veraltete Spiegel-Server und daraus resultierende Abhängigkeitsprobleme verhindern. Auch die CachyOS-Welcome-App wurde überarbeitet – ihr integrierter Geschwindigkeitstest wählt nun zuverlässiger die schnellsten Server aus.

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