C0XMO-Botnetz: Neue Malware mit 19 DDoS-Methoden auf Linux
05.06.2026 - 18:27:21 | boerse-global.de
Juni eine neue Version des Gafgyt-Botnetzes entdeckt. Die als C0XMO bezeichnete Schadsoftware zielt auf Linux-basierte Umgebungen ab – insbesondere auf Router, IoT-Geräte und Server. Das Besondere: Die Malware trennt ihre Scan- und Verbreitungsfunktionen in separate Komponenten auf.
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Modulare Angriffsstruktur
C0XMO nutzt Python-basierte Scanner, um verwundbare Ziele über mehrere Linux-Architekturen hinweg aufzuspüren. Ist ein Gerät identifiziert, setzt das Botnetz plattformübergreifende Payloads ein, die mit verschiedenen Hardware-Konfigurationen kompatibel sind. Den ersten Zugriff verschafft sich die Malware über die Sicherheitslücke CVE-2021-27137 – einen Stack-basierten Pufferüberlauf im UPnP-SSDP-Parser von DD-WRT-Routern.
19 DDoS-Methoden und ausgefeilte Tarnung
Das Botnetz ist mit 19 verschiedenen Verfahren für Distributed-Denial-of-Service-Angriffe (DDoS) ausgestattet. Zur dauerhaften Kontrolle infizierter Systeme setzt C0XMO auf Cron-Jobs und Modifikationen von Shell-Profilen. Besonders raffiniert: Die Malware verwendet ein eBPF-basiertes Rootkit zur Verschleierung und eliminiert gezielt konkurrierende Schadsoftware auf dem befallenen System, um sich exklusiven Zugriff zu sichern.
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Wachsende Bedrohungslage für Linux-Systeme
Die Entdeckung von C0XMO reiht sich in eine Serie aktueller Bedrohungen für Linux- und Container-Umgebungen ein. Bereits am 2. Juni hatte die US-Cybersicherheitsbehörde CISA die Schwachstelle CVE-2022-0492 im Linux-Kernel in ihren Katalog bekannter ausgenutzter Sicherheitslücken aufgenommen. Der Fehler ermöglicht lokale Rechteausweitung und Container-Ausbrüche.
Anfang Juni entdeckten Forscher zudem die Rust-basierte Malware IronWorm, die sich über bösartige npm-Pakete verbreitet. Sie stiehlt Zugangsdaten, Wallet-Seeds und API-Schlüssel für KI-Dienste.
Schutzmaßnahmen für Administratoren
Sicherheitsexperten haben mehrere Indikatoren für eine Kompromittierung identifiziert, darunter die IP-Adressen 217.160.125.125 und 176.100.37.91. Sie empfehlen Administratoren von Linux-Infrastrukturen, ihre Systeme auf nicht autorisierte Cron-Jobs zu überprüfen und Router-Firmware zu aktualisieren, um die für den Erstzugriff genutzten UPnP-Schwachstellen zu schließen.
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