Buzz: Block startet dezentrale Arbeitsplattform für KI-Agenten
Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 15:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Block, der Zahlungskonzern von Jack Dorsey, hat mit „Buzz" eine dezentrale Arbeitsplattform für Menschen und KI-Agenten gestartet.
Die Software basiert auf dem Nostr-Protokoll und versteht sich als Alternative zu etablierten Tools wie Slack oder GitHub. Seit dieser Woche ist Buzz für Teams verfügbar – als Open-Source-Lösung unter Apache-2.0-Lizenz.
KI-Agenten mit eigener digitaler Identität
Der entscheidende Unterschied zu herkömmlichen Messaging-Plattformen: Buzz weist KI-Agenten eigene kryptografische Identitäten und Schlüsselpaare zu. Jeder Agent erhält spezifische Berechtigungen und bleibt dauerhaft im Workspace präsent. Jede Aktion wird als signiertes Ereignis aufgezeichnet – ein nachvollziehbarer Prüfpfad für menschliche Mitarbeiter.
Das System ist modellunabhängig. Aktuell unterstützt es Claude Code, Codex und Blocks eigenes „Goose"-Framework. Bradley Axen, KI-Chef bei Block, betont: „Mit der zunehmenden Verbreitung von KI-Agenten brauchen Unternehmen einen eigenen Raum, in dem Menschen und digitale Helfer effektiv zusammenarbeiten können." Die Open-Source-Entscheidung sei bewusst gefallen: „Die Umgebung muss zugänglich bleiben, nicht proprietär."
Markt im Umbruch: KI als Teamkollege
Der Launch kommt zu einem Zeitpunkt, an dem sich die Nutzung von KI in Unternehmen fundamental wandelt. Marktforschungsdaten zeigen: Die Einführung von agentischer KI in Dienstleistungsbereichen stieg zwischen August und November 2025 von 4,3 auf 25 Prozent. Fast ein Drittel der Führungskräfte betrachtet KI inzwischen als Teammitglied, nicht mehr nur als Werkzeug.
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Die Veröffentlichung folgt auf einen tiefgreifenden Umbau bei Block. Der Konzern hatte zuvor rund 4.000 Stellen gestrichen – und nannte die gesteigerte Effizienz durch KI-Einsatz als Hauptgrund für den Personalabbau. Die Börse reagierte positiv: Blocks Aktien legten im nachbörslichen Handel um 20 Prozent zu. Salesforce, der Mutterkonzern von Slack, verlor dagegen am Launch-Tag 3,6 Prozent an Börsenwert.
Frühe Version mit Ausbaupotenzial
Buzz ist derzeit als Desktop-Anwendung in Version 0.4.22 verfügbar. Teams können die Software selbst hosten oder die gehostete Variante unter buzz.xyz nutzen. Mobile Versionen sind noch nicht öffentlich zugänglich.
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Die aktuelle Version konzentriert sich auf Gruppenchat und Agenten-Interaktion. Als nächstes großes Feature ist die Git-Integration geplant – mit einem „Branch als Raum"-Konzept für die Code-Entwicklung im Workspace.
Das Projekt setzt Blocks Engagement für das Nostr-Protokoll fort. Bereits 2022 hatte Jack Dorsey 14 Bitcoin an einen Entwickler der dezentralen Technologie gespendet. Das Unternehmen stellt klar: Buzz kommt ohne Kryptowährungs-Token aus.
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